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Buchdruck

Der Jahrtausendsassa - Vor 550 Jahren starb der Erfinder Johannes Gutenberg

AM-C/istockphoto.comÜber die Person Gutenbergs ist der Forschung wenig bekannt.

Kaum eine andere Erfindung hat die Welt so sehr verändert wie die des Mainzer Kaufmannssohns Johannes Gutenberg. Der Buchdruck brachte viele Entwicklungen der Neuzeit voran. Alles begann mit Bleilettern und Druckerschwärze aus Lampenruß und Eiweiß.

Die ersten kommerziellen Erfolge erzielte er ausgerechnet mit Ablassbriefen. Im Auftrag der katholischen Kirche produzierte der Mainzer Johannes Gutenberg (um 1400-1468) die berüchtigten Bescheinigungen, die den Käufern pauschal Vergebung aller ihrer Sünden versprachen. Zum Einsatz kam eine revolutionäre Technologie, die der Tüftler zuvor in jahrelanger Arbeit ausgefeilt hatte: Gutenberg gilt als Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern. Im Februar jährt sich zum 550. Mal sein Todestag.

Auch Kirche erkennt: Erfindung steht für Beginn der Neuzeit

Seine Erfindung steht für den Beginn der Neuzeit. Denn mit ihr wurde das Wissen der damaligen Epoche einem viel größeren Personenkreis zugänglich gemacht. Ohne den Buchdruck, darin sind sich Historiker einig, wäre die Entwicklung der Wissenschaften und der modernen europäischen Kultur so nicht vorstellbar gewesen.

Selbst die Kirche erkannte sofort die Chancen der neuen Erfindung: „Vor der Verbreitung des Buchdrucks waren nicht einmal die Grundgebete wie das Vaterunser überall bekannt“, sagt der Mainzer Buchwissenschaftler Stephan Füssel. Heute haben längst moderne Technologien Gutenbergs Druckerpresse abgelöst, rund 73.000 Neuerscheinungen brachten die Verlage 2016 auf den deutschen Markt.

Über Person Gutenberg wenig bekannt

Über die Person Gutenbergs ist der Forschung erstaunlich wenig bekannt. Als Johannes Gensfleisch wurde der Kaufmannssohn in Mainz irgendwann um 1400 geboren. Nach dem Hof seiner Eltern nannte er sich später Gutenberg, möglicherweise studierte er an der Universität in Erfurt. Ob er - wie auf fast allen Darstellungen - als erwachsener Mann tatsächlich einen langen Bart trug, ist fragwürdig.

Reformation dank Gutenberg möglich

Der Ablasshandel, an dem Gutenberg einst als Drucker verdient hatte, wurde indirekt dank seiner Erfindung abgeschafft: Ohne das Druckerhandwerk hätten sich Martin Luthers vehemente Kritik daran und die Ideen der Reformation niemals so schnell verbreiten können.

„Die Welt erkennt ohne Zögern und Zweifeln an, dass Gutenbergs Erfindung das größte Ereignis ist, das jemals in der Geschichte stattgefunden hat“, urteilte der US-amerikanische Schriftsteller Mark Twain im Jahr 1900.Gutenberg starb Anfang 1468 - das angenommene Todesdatum am 3. Februar ist nicht belegbar. Er wurde in der Mainzer Franziskanerkirche bestattet. Die Kirche und das Grab existieren nicht mehr.

Die Stadt Mainz hat Gutenbergs 550. Todestag zum Anlass für eine Reihe von Veranstaltungen zwischen Januar und April genommen: Das Programm reicht von wissenschaftlichen Symposien zur Zukunft der Medien bis zu Kostümführungen durch das Mainzer Zentrum. 
Infos zu den Veranstaltungen

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Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2. Korinther 5, 17

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Zoltan Tasi/unsplash

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