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Gottesbilder

Jeder macht sich sein Bild von Gott

Foto GentheJeder macht sich sein Bild von GottJeder macht sich sein Bild von Gott

„Wie sieht eigentlich Ihr Bild von Gott aus?“ fragt Pfarrer Fabian Vogt seine Hörerinnen und Hörer im Hessischen Rundfunk. Und er stellt fest: Jeder hat ein Bild von Gott, sogar diejenigen, die Gott ablehnen.

Denn wie wir uns Gott vorstellen, hat massiven Einfluss darauf, ob und wie wir glauben, meint der bekannte Radioprediger Pfarrer Dr. Fabian Vogt. Sei es für viele der alte Mann mit dem langen Bart, der irgendwo im Himmel throne, so stellen sich Jüngere Gott vielleicht eher wie Gandalf aus dem „Herrn der Ringe“ vor. Anderen erscheine Gott wie eine alles durchdringende unfassbare Macht und wieder anderen komme er vor wie ein sorgfältiger Buchhalter. Für die einen sei Gott ein mahnender Vater, und andere sähen in Gott eine Frau als treue Hörerin der eigenen Gebete. 

Gottesbilder können Einfluss auf unsere Entscheidungen haben

Bilder haben Macht. Sie beeinflussen unser Leben, stellt Vogt fest. „Wer in Gott einen gewaltigen Herrscher sieht, wird vermutlich eher zu einer Waffe greifen als einer, für den Gott vor allem ein Friedensstifter ist.“ So folgert er: „Bilder prägen, was wir glauben oder nicht.“  Da Bilder unser Wertesystem formen, könnten sie sogar Einfluss darauf nehmen, wie wir bestimmte Entscheidungen treffen. Vogt fordert seine Zuhörer auf, den eigenen Gottesbilder auf die Spur zu kommen und wie sie das eigene Lebenskonzept beeinflussen.

Gottesbilder im Wandel

Wer ein wenig zurückblickt, wird feststellen, dass sich das eigene Bild von Gott möglicherweise verändert hat. „Wer sein Bild von Gott in Stein meißelt und es für heilig erklärt, läuft ständig Gefahr, dass sich seine Vorstellung nicht weiter entwickelt.“ Hinter dem Bilderverbot im Alten Testament stecke die kluge Erkenntnis, dass Menschen Gott niemals ganz begreifen werden. So rät Vogt: „Freu dich an den Gottesbildern, aber denke niemals, sie könnten Gott gerecht werden.“

Jesus verwendet viele Bilder für Gott

Jesus hat viele Bilder für Gott verwendet. Er spricht vom liebevollen Vater, vom Sämann oder vom achtsamen Gutsbesitzer. Er erzählt vom weisen König, vom freundlichen Gastgeber und vom Weinbauern. „Natürlich ist Gott kein Hirte. Aber er hat bestimmte Eigenschaften, die einen guten Hirten auszeichnen.“ Jesus rede mit dem Wörtchen „wie“ immer nur im Vergleich. Zu einem lebendigen Glaube gehöre deshalb immer auch der Mut zu schauen, „welche Gottesbilder mir ganz persönlich helfen, etwas von der Schönheit Gottes wahrzunehmen“. 

Ein neues Gottesbild veränderte Luthers Leben

Vogt erzählt, wie sich Martin Luthers Dasein änderte, als er sein krankmachendes gegen ein heilsames Gottesbild ausgetauscht hatte. Luther war auf einen Satz in der Bibel gestoßen, der sinngemäß hieß: "Gott ist ein gnädiger Vater, dem niemand etwas beweisen muss. Das Einzige, was Gott sich wünscht, ist, dass man ihm aus ganzem Herzen vertraut - allein aus Glauben." Dadurch wurde laut Fabian Vogt aus dem zutiefst verkrümmten Menschen ein leidenschaftlicher Freund des Lebens. 

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Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2. Korinther 5, 17

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Zoltan Tasi/unsplash

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