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Kruzifix-Streit

Kirchenpräsident Jung: Bayern deutet Kreuz unzulässig um

Ruslan Danyliuk/istockphoto.comSymbol des Christentums: Jesus am Kreuz

In der Debatte um die Kruzifix-Pläne der bayerischen Regierung steht Ministerpräsident Söder in scharfer Kritik. Auch die hessischen Kirchen kritisieren Bayerns Anweisung Kreuze in Behörden anzubringen.

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hat der bayerischen Staatsregierung eine „unzulässige Funktionalisierung des Kreuzes“ vorgehalten. Das Kreuz sei nicht Ausdruck der kulturellen Identität, sondern ein religiöses Symbol des Schreckens und der Trauer, sagte Jung in Frankfurt am Main dem Evangelischen Pressedienst (epd). Wer auf das Kreuz schaue, sei gefordert, auch über sich selbst und seinen Beitrag zur Gewalt in dieser Welt nachzudenken. Es sei aber auch Ausgangspunkt für „größten Trost“. Unter dem Kreuz entstehe eine Ahnung davon, dass Leiden und Tod nicht endgültig sind.

Das bayerische Kabinett hatte am 24. April die allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaats geändert. Danach muss im Eingangsbereich aller staatlichen Dienstgebäude ab 1. Juni als Ausdruck der „geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns“ deutlich wahrnehmbar ein Kreuz als sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung angebracht werden. Die Anordnung der Staatsregierung hatte für Kritik von Juristen, Parteien und Kirchenvertretern gesorgt.

Auch der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, hält den Beschluss für einen falschen Schritt. Damit werde eine Grenze zwischen Staat und Kirche überschritten, sagte er dem epd. Das Kreuz sei mitnichten ein Symbol der Identität der Bevölkerung, sondern ein explizit christliches Symbol. Der Beschluss des Kabinetts müsse wohl vor dem Hintergrund der anstehenden Landtagswahl gesehen werden, um der AfD das Wasser abzugraben.

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Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.

Sacharja 4, 6

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von frank mckenna/unsplash

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