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Was läuft gut?

Raus aus dem Krisenmodus

Dekanat Vorderer Odenwald

Gereizte Gespräche, aber auch die Klima- und Coronakrise können uns zusetzen. Und trotzdem gibt es immer wieder Beispiele, die Hoffnung machen. Das greift Margit Binz, Pfarrerin für Ökumene und Interreligiösen Dialog im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald, in ihrem Denkanstoß auf. Denn: Es gelingt viel mehr in unserem Leben als wir denken.

Schauen Sie auf das, was gelingt. Das ist ein Tipp, den ich manchmal anderen gebe und mir selber auch. Was gelingt? Das ist schnell übersehen. Es wird leicht für selbstverständlich genommen und gar nicht mehr gewürdigt. Aber gerade inmitten von beunruhigenden Nachrichten oder von Unzufriedenheit und Enttäuschung ist es wichtig, sich klar zu machen, was trotz allem gelingt.

Trotzdem: Da gelingt auch etwas!

Zum Beispiel so: Ja, vielleicht war eine Begegnung, ein Gespräch eher schräg bis anstrengend und hat nicht die Erwartungen erfüllt. Aber es gelingt, das auszuhalten und nächstes Mal mit weniger Erwartung überraschend einen Schritt weiter zu kommen. Ja, viele Pläne sind zunichte, viel Energie verpufft in diesem Jahr, viele Feste nicht gefeiert, Reisen nicht gemacht. Aber es gelingt manches Schöne ganz spontan und ungeplant. Ja, die Klimakrise nimmt katastrophale Ausmaße an. Die globale Hitze, die brennenden Wälder, die Nachrichten über das Sterben der Tiere sind bedrückend. Und trotzdem gelingt Renaturierung, sodass sich zum Beispiel Biber wieder ansiedeln an der Gersprenz oder der Semme. Bitte führen Sie die Liste von Beispielen für sich selber fort.

Stärken, was in unserem Leben, unseren Beziehungen zu Gott und der Welt gelingt


Ich weiß, manche würden das jetzt Schönreden nennen. Und das würde ich auch, wenn es nur ums Reden geht und dann alles so bleibt, wie es ist. Es geht aber um mehr. Es geht darum, sich selbst und andere ernst zu nehmen und als fähige und handelnde Wesen zu begreifen. Nicht alles gelingt, das nun wirklich nicht, aber vieles, mehr als wir denken. Und wir können das würdigen und stärken, was in unserem Leben, unseren Beziehungen zu Gott und der Welt gelingt. „Wir wissen, dass denen die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“ So heißt es in der Bibel im 8. Kapitel des Römerbriefes. Die Liebe ist hier nicht von ungefähr genannt, denn sie lenkt unseren Blick auf das Beste. Also egal was es ist, schauen Sie mit Liebe darauf. Dann sieht man leichter was, manchmal trotzdem, gelingt.

Margit Binz, margit.binz@ekhn.de / red
Pfarrerin für Ökumene im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald

 

 

 

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Gott stellt unsere Füße auf weiten Raum
und ich glaube, er tut das auch durch die,
die mit uns leben.

(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

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