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Olympia

Ein Olympiasieg, das große Ziel

istockphoto, Jacob Ammentorp LundSportler mit MedaillenDas viele Trainieren hat sich gelohnt. Oder?

Am 9. August haben die Vielseitigreiter die erste Medaille des deutschen Olympia-Teams gewonnen. Die Sportler trainieren jahrelang dafür, um bei den Olympischen Spielen ihr Bestes zu geben und zu siegen. Bereits im antiken Griechenland war der Sieg das große Ziel. Der Lohn war hohes Ansehen, Ruhm. Darüber berichten die überlieferten Sagen. Und die Bibel fragt: Was ist schon Ruhm?

Wann ist der beste Augenblick zu sterben? Das fragten sich die alten Griechen, und sie hatten eine Antwort gefunden: auf dem Höhepunkt des eigenen Ruhmes. Wenn ein Mensch das Höchste geschafft hat, was er erreichen kann, sei es für ihn am besten abzutreten. Denn alles danach könne nur noch ein Abstieg vom Gipfel des Erfolges sein.

Die siegreichen Brüder Kleobis und Biton in der griechischen Mythologie

Bei den olympischen Spielen siegen. Das galt in der Antike auf jeden Fall als ein erstrebens- und sterbenswerter Höhepunkt des Lebens. Die klassische Geschichte im antiken Olympia dazu ist die von Kleobis und Biton. Die beiden Brüder waren Olympiasieger und nahmen an der Kultfeier für die Göttin Hera zum Abschluss der Spiele teil. Die Rinder für den Festwagen ihrer Mutter waren nicht rechtzeitig fertig zum Einspannen. Da sprangen die beiden jungen Männer selbst ins Geschirr. Sie zogen den Wagen bis zum Tempel – ganze 45 Stadien weit, also gut acht Kilometer.
Als sie ankamen, jubelte die Menge. Die Frauen priesen die Mutter für ihre starken Söhne. Selbst die Göttin Hera soll beeindruckt gewesen sein. Sie gewährte den beiden Olympioniken eine große Gnade, zumindest aus damaliger Sicht: Als Kleobis und Biton nach dem rauschenden Fest im Heiligtum schliefen, wachten sie nicht mehr auf. Auf dem Höhepunkt ihres Ruhmes gestorben. Für die Antike ein erstrebenswerter Tod.

Biblische Satire über Ruhm und Leistung

Was ist schon Ruhm?, fragt die Bibel. Welche Leistungen kann ein Mensch vor Gott vorweisen? Den Apostel Paulus hat diese Frage beschäftigt. Er hat eine richtige Satire darauf geschrieben. Er treibt das Ruhmes- und Leistungsdenken auf die Spitze: „Wenn sich einer rühmt, wie viel er aushalten kann – ich kann noch viel mehr ertragen! Wenn einer sich rühmt, wie viel er arbeitet – ich habe noch viel mehr gearbeitet! Ich bin für meinen Glauben öfter gefangen gewesen, wurde mehr geschlagen, ich habe öfter Schiffbruch erlitten, ich wurde öfter von Räubern überfallen, ich habe mehr gefastet, habe mehr gefroren.“ (Nach 2. Korinther 11,16-30) Es ist doch lächerlich, meint Paulus, die Summe der eigenen Leistungen und Verdienste für den Sinn des Lebens zu halten. Selbst wenn es gute Taten für Gott sind.

Die Größe entdecken, die Gott in jeden legt

Darum bricht er seine Aufzählung ab und stellt fest: „Wenn ich mich denn rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen.“ Paulus hat die Erfahrung gemacht: Wo er schwach ist, da spürt er Gott am stärksten. Da muss er sich nicht aus eigener Kraft groß machen, sondern entdeckt die Größe, die Gott in einen jeden legt.

Zwei Fragen zum Schluss

Und was ist nun der beste Augenblick zu sterben? Die Frage der alten Griechen. Paulus‘ Antwort: Das könnt ihr getrost Gott überlassen.
Und noch eine Frage bleibt von der Olympia-Legende über Kleobis und Biton: "Wofür gebe ich alles, sogar bis zum Ende meiner Kräfte – und ist es das wert?“

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Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2. Korinther 5, 17

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Zoltan Tasi/unsplash

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