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Bewahren der Schöpfung

Hessen will 100 Bäche renaturieren

jeffhochstrasser/istockphoto.comDer Mensch ist in Deutschland zum größten Feind der Biber geworden. Dort, wo Flüsse und Bäche begradigt, ausgebaut oder gestaut werden, sinkt die Lebensqualität für den Biber.

„100 Wilde Bäche für Hessen“ soll es nach Plänen der Landesregierung bald wieder geben, die Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten.

Mit einem Programm „100 Wilde Bäche für Hessen“ will die Landesregierung einer Vielzahl fließender Gewässer wieder ein natürliches Bachbett geben. Weitere Ziele der Renaturierung sind, dass das Wasser wieder frei fließen kann und den Bächen ein breites und unberührtes Ufer zurückgegeben wird, wie Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Montag in Wiesbaden sagte.

„Gewässer sind wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Geschützte Arten wie die Groppe, das Bachneunauge oder die grüne Flussjungfer sind dort zu Hause“, erklärte die Ministerin. Viele Bäche in Hessen seien aber in der Vergangenheit ausgebaut, begradigt und in ein Betonbett gedrängt worden. An ihren Ufern könnten keine Bäume und Sträucher mehr wachsen, Insekten fänden keine Nahrung, und Fische könnten nicht mehr ungehindert schwimmen. Diesem Trend soll das neue Landesprogramm entgegenwirken.

Der Naturschutzbund NABU lobte das Vorhaben. Der Landesvorsitzende Gerhard Eppler sprach von einem anspruchsvollen und sehr sinnvollen Projekt“. Die Renaturierung der Bäche „von der Quelle bis zur Mündung“ sei wichtig, damit die im und am Wasser lebenden Tiere auf- und abwärts wandern könnten. Auch der Anspruch, die Renaturierung durchgängig und nicht nur in einzelnen Abschnitten umzusetzen, sei erfolgversprechend. In der Vergangenheit sei dies meist nur punktuell gemacht worden, so dass eine Besiedlung mit seltenen Arten nur schwer möglich gewesen sei.

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Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Matthäus 25, 40

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/ekely

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