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Kirchen von Friedrich Pützer

Quelle: Stefan BuchJugendstil-VerzierungDer Innenraum der Lutherkirche Offenbach wurde im Jahr 1914 mit farbenprächtigen Jugendstil-Elementen gestaltet, heute ist ein Großteil der Verzierungen wiederhergestellt worden

Der Kirchenbaumeister Prof. Friedrich Pützer hatte zahlreiche Kirchen und Gebäude im Rhein-Main-Gebiet zu Beginn des 20. Jahrhunderts entworfen. So auch das Paulusviertel in Darmstadt, das mit der evangelischen Pauluskirche und dem Paulusplatz zu einer der bedeutendsten Anlagen des künstlerischen Städtebaus in Deutschland gehört. Zentrales Merkmal von Pützers Kirchenbauten ist, dass der Altar, die Kanzel sowie die Orgel auf einer Blickachse liegen. Die zentralen Elemente des evangelischen Gottesdienstes sind dadurch von jedem Platz in der Kirche aus gut zu sehen. Der Baukörper wird vielfach der Reformarchitektur, bzw. dem Heimatstil zugeordnet. Das Innere der Kirchen wurde oft mit Jugendstilelementen gestaltet.

Affolterbach: Gustav-Adolf-Kirche

Quelle: privatGustaf-Adolf-Kirche Affolterbach

1907 an Stelle einer reformierten Kirche eingeweiht. Der reich gegliederte, verputzte Bau schmiegt sich seitlich an einen gewaltigen Turm mit Zeltdach. Es gibt zwei Eingänge, einer mit reich verzierter Halle, wohl als Brautportal gedacht. Im Innern sind Altar, Kanzel und Orgel in einer Achse angeordnet.
Die Kanzel-Orgel-Wand ist ganz in Holz gearbeitet, ebenso wie die Gewölbetonne. Jugendstildekor ist bis hin zu den Sitzbänken prägend.
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Budenheim: Evengelische Pfarrkirche

Quelle: privatEvangelische Budenheimer Pfarrkirche

1913 wurde die Diaspora-Dorfkirche in Budenheim eingeweiht. Der auf einem länglichen Achteck errichtete sandsteinsichtige Bau trägt ein hohes Dach und einen Dachreiter mit geschweifter, barockisierender Haube. Seitlich angebaut ist mit einem eigenen hohen Giebel der Gemeindesaal. Sandsteinmauern mit einem Brunnen — Inschrift: „Gottes Brünnlein hat Wassers die Fülle“ — umfassen die leicht erhöhte Anlage.
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Darmstadt: Bessunger Kirche

Quelle: privatBessunger Kirche Darmstadt

Zum ersten Mal wurde die Bessunger Kirche 1002 erwähnt. 1883/84 erfolgte eine Erweiterung durch die südliche und nördlich Seitenschiff. 1908/09 verlängerte Pützer das Schiff nach Westen und verbreiterte die Emporen im Süden und Norden. Er baute Treppenhäuser ein, sowie eine Sakristei und den „Brautgang“ als seitlichen Nebeneingang. Der Innenraum wurde mit einer Holztonne überwölbt und mit Jugendstilmalereien versehen.
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Darmstadt-Eberstadt: Dreifaltigkeitskirche

Quelle: privatDreifaltigkeitskirche Darmstadt-Eberstadt

Eine Kirche in Eberstadt wurde erstmals um 1260 herum schriftlich erwähnt. Der Kirchbau von ca. 1520 wurde mehrmals zerstört, 1604 vergrößert und 1715 saniert. Der Turm wurde 1851 erhöht und mit spitzer Haube versehen. 1912/13 erfolgte der Umbau durch Pützer mit Anbauten am Turm und dem mit Jugendstildekor verzierten Tympanon über dem Haupteingang.
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Darmstadt: Pauluskirche

Quelle: privatPauluskirche Darmstadt

Der Bau mit achteckigem Turm seitlich am Chor ist weithin sichtbar. Das Gelände ermöglichte einen Gruppenbau mit leichtem Zugang zu Kirche und Gemeinderäumen. Küsterhaus und Pfarrhaus sind integriert. Hinter Arkaden im Innenhof ein Brunnen mit einem Broncerelief von Prof. Riegel. Der Bau im Stil der Reformarchitektur ist mit Rauhputz versehen. Der Innenraum war einst mit Jugendstildekor, Malereien und Leuchtern verziert.
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Gustavsburg: Gustav-Adolf-Kirche

Quelle: privatGustav-Adolf-Kirche in Gustavsburg

Die Gustav-Adolf-Kirche Pützers wurde 1916 eingeweiht. Sie ist ein Gruppenbau (Sakralraum, Gemeinderäume und Pfarrhaus). Der Grundriss des Hauptbaus ist ein Rechteck mit abgeschrägten Ecken. Im Turm mit geschweifter Haube an einer Längswand ist die Orgel platziert. Auf der gegenüberliegenden Seite erschließt ein Treppenturm die  Empore über dem hinteren Kirchenschiff.
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Mainz Johanniskirche

Quelle: privatJohanniskirche Mainz

Alter Mainzer Dom, Stiftskirche, 1792 säkularisiert, 1828 evangelisch. Seitenschiffe wurden abgetrennt und als Geschäfte vermietet. 1906/07 Umbau durch Pützer im Rahmen des Wiesbadener Programms im Jugendstil. Orgel, Kanzel und Altar wurden in die Zentralachse verlegt, die Orgelempore durch eine Sängerbühne ergänzt, die Einheit von Wort und Sakrament durch den Bau eines steinernen Kanzelaltars hervorgehoben.
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Mainz-Mombach: Friedenskirche

Quelle: privatFriedenskirche Mainz-Mombach

Die Kirche mit dem Pfarrhaus und Schwesternwohnhaus wurden nach Plänen des Architekten Reinhold Weisse, eines Schülers Friedrich Pützers, errichtet. Als Vorbild diente wohl die Lutherkirche in Wiesbaden. Die Fassade der Kirche ist asymmetrisch mit einem Flankenturm. Der Innenraum ist mit einer Flachdecke und einer umlaufenden Empore versehen. Altar, Kanzel und Orgel waren axial gemäß dem Wiesbadner Programm angeordnet.
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Neckarsteinach: Herz Jesu Kirche

Quelle: privatHerz-Jesu-Kirche in Neckarsteinach

Der neubarocke Saalbau der katholischen Pfarrkirche „Zum heiligen Herzen Jesu“ wurde am 8.11.1908 geweiht. Im Giebel der Fassade befindet sich eine Nische mit Herz-Jesu-Figur. Der Bau fügt sich malerisch in die Front über dem Steinachtal ein. Südlich des Volutengiebels, zum Tal hin, der 1962/63 erhöhte Turm. Im Schiff innen eine flache Tonnendecke mit sparsamer Stuckatur und Malerei.
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Offenbach am Main: Friedenskirche

Quelle: privatFriedenskirche Offenbach

Friedenskirche hieß 1912 Hoffnung auf sozialen Frieden. Ein Gruppenbau mit Kirche oben, Gemeindesaal unten und — angebauten — Konfirmandenraum, Kindergarten, Schwestern- und Pfarrwohnung entstand. Im seitlichen Turm mit geschweifter Haube das Treppenhaus. Ernst Riegel (1871-1939) schuf das Tympanon über dem Portal. Im Kirchensaal einseitige Empore, Kanzel am linken Chorpfeiler und Orgel auf der Empore im Altarraum.
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Offenbach am Main: Lutherkirche

Quelle: privatLutherkirche Offenbach

Die Lutherkirche ist als mehrgeschossiges Gemeindezentrum konzipiert: Neben dem Gottesdienstraum im 1. Stock befinden sich weitere Gemeinderäume, Büros sowie die Wohnungen für Pfarrer und Küster unter einem Dach. Aus Kostengründen wurde die Kirche für zwei Gemeinden als gemeinsames Gotteshaus gebaut, sie ist daher exakt symmetrisch gegliedert.
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Pfaffen-Schwabenheim: Gustav-Adolf-Kirche

Quelle: privatGustav-Adolf-Kirche Pfaffen-Schwabenheim

Der romanisierende Bau wurde 1907/1908 errichtet. Die Außenmauern sind teilweise mit gelbem Sandstein verkleidet, sonst weiß verputzt. Vor dem Eingang in der Giebelfront öffnet sich eine Arkadenhalle. Seitlich angeordnet ist der achteckige Frontturm mit spitzer Haube. Das Innere ist asymmetrisch mit einer Empore nur auf einer Seite gestaltet.
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Wiesbaden: Lutherkirche

Quelle: Archiv der Gemeinde, Axel SchwartLutherkirche Wiesbaden

Die burgähnliche Anlage mit hohem Satteldach, eine Stahlkonstruktion, und seitlich versetztem mächtigen Turm ist ein Gruppenbau mit Gemeinderäumen im Ober- und Untergeschoss. Angebaut sind Küsterwohnung und zwei Pfarrhäuser. Der sechseckig längliche Kirchenraum hat gemauerte Sterngewölbe und umlaufende Emporen. Die liturgische Ausstattung entwarf Ernst Riegel. Altar, Kanzel und Orgel sind axial angeordnet (Wiesbadener Programm).
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Worms: Lutherkirche

Quelle: privatLutherkirche Worms

Hintereinander angeordnet sind Kirche, Innenhof mit Brunnen und Pfarrhaus mit Gemeinderäumen. Der Turm ist seitlich an das Schiff angesetzt. An der Schmalseite gelangt man durch eine als Portikus (Inschrift: „Ein feste Burg ist unser Gott“) gestaltete Halle zu den Portalen. Die Inneneinrichtung folgt dem Wiesbadener Programm. Altar und Kanzel bilden eine Einheit.
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Friedrich Pützer

nach gettyimages rosshelenLogo zu Biografie

Friedrich Pützer wurde am 25. Juli 1871 geboren und hatte in Aachen Architektur studiert. 1906 wurde er Kirchenbaumeister der evangelischen Kirche im Großherzogtum Hessen-Darmstdt.
mehr über das Leben Friedrich Pützers

Das "Wiesbadener Programm"

nach ev. LKG WiWiesbadener Programm

Der Wiesbadener Pfarrer Emil Veesenmeyer setzte sich dafür ein, dass beim Kirchenbau nicht formale Forderungen im Mittelpunkt stehen. Er plädierte dafür, dass die Architektur sich auf lebendige Gottesdienste mit Predigt ausrichten soll. 
mehr über das Wiesbadener Programm

 

 

Tu, was zu tun kannst.
Und dann ist gut, denn mehr geht nicht.
Alles weitere kann ich in die Hände Gottes legen
und darauf vertrauen, dass er es wohl gut mit mir meint.
(Carsten Tag zu Prediger 9,10)

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