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Pure Lebensfreude - mitsingen in einem Chor in der EKHN

© Tobias Frick, FundusGospelchorDer wichtigste Grund, weshalb Menschen bei einem evangelischen Chor mitmachen, ist die Freude am Singen

Freude und Spaß am Singen sind der häufigste Grund, weshalb Menschen in der EKHN in einem Chor mitmachen. Das hat die Umfrage von Stefan Küchler für seine Masterarbeit „Warum singe ich in einem kirchlichen Chor?“ ergeben. Andere Studien zeigen, dass sich Singen auch positiv auf die Gesundheit auswirkt. So stabilisiert das Singen die Herzfrequenz und stärkt das Immunsystem. Aber auch auf die Psyche wirkt es sich günstig aus: Nach 30 Minuten steigen Stimmung aufhellende Hormone an und Stresshormone werden abgebaut. 

Einladung zum Mitmachen

Wer in einem evangelischen Kirchenchor mitsingen möchte, kann sich an die Kirchengemeinden vor Ort und in der Region wenden. Im Schaukasten an der Kirche, im Gemeindebrief, auf den Internetseiten der umgebenden Kirchengemeinden oder bei der Pfarrerin oder dem Pfarrer erfahren Sie von den musikalischen Angeboten und Probenterminen.

Zudem kann die Auswahl des passenden Chores die folgende Übersicht erleichtern:

Evangelische Chöre in Hessen und Nassau

Stärkt Gemeinschaft sowie die kirchliche Verbundenheit – und ist günstig

Viele Sänger:innen eines Kirchenchores in der EKHN schätzen zudem die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Denn beim Singen verbinden sich die Einzelstimmen zu einem gemeinsamen musikalischen Erlebnis. Laut Masterarbeit nimmt die Verbundenheit mit der Kirche sogar zu, wenn Menschen eine Weile in einem evangelischen Kirchenchor mitsingen. So besuchen sie häufiger einen Gottesdienst und weitere Gemeindeveranstaltungen.

Dabei ist diese sinnstiftende Freizeitaktivität in den Kirchenchören der EKHN günstig – teilweise ist sie kostenlos oder es wird beispielsweise ein frei zu wählender Spendenbetrag erbeten, um die Kosten zu tragen.

Projektchöre als Chance für zeitlich beanspruchte Menschen

Auch für Menschen, die nicht regelmäßig an Chorproben teilnehmen können, gibt es Möglichkeiten, musikalisch aktiv zu werden: In Projektchören treffen sich die Teilnehmenden für einen abgegrenzten Zeitraum mehrmals zum Üben, um anschließend das musikalische Werk beispielsweise in einem Konzert zu präsentieren. Dann ist das Chorprojekt beendet – bis eventuell später ein neues startet.

Vielfältiges musikalisches Spektrum für jedes Alter

Das Repertoire der unterschiedlichen Chöre in der EKHN ist höchst vielfältig. Es umfasst:

  • barocke Musik,
  • klassische Musik, romanischer Musik,
  • Spirituals und Gospel,
  • Neues Geistliches Lied,
  • meditative Taizé-Gesänge.

Auch Weltliches wie Volkslieder, Jazz, Pop und Folk erklingen. Dabei können die evangelischen Chöre auch stilistische Schwerpunkte setzen, zu ihnen gehören Kantoreien, Singkreise, Jugendchöre, Seniorenchöre, Männerchöre, Frauenchöre, Bachchöre, Gospelchöre, Kammerchöre und viele weitere Formationen. Vor allem Kinderchöre ebnen den Jüngsten den Weg in die Welt der Musik. Der frühe Einstieg in die Musik wirkt sich nachhaltig aus: So gibt die Mehrheit befragter erwachsener Chormitglieder an, dass sie bereits im Kindesalter erste Erfahrungen mit dem Chorsingen gemacht haben. Aber mit dem Singen anzufangen, ist es nie zu spät. So beginnen einige mit über 40 Jahren, regelmäßig zu singen. Die in Chorproben einstudierten Werke werden schließlich in Gottesdiensten und Konzerten aufgeführt

Singen als Ausdruck des Glaubens

Gesang ist auch eine Möglichkeit, seinem Glauben Ausdruck zu verleihen und Gott zu ehren. „Wer singt, betet doppelt“, hatte der Kirchenvater Augustin festgestellt. So wenden sich viele Kirchenlieder direkt an Gott. In den Liedtexten werden dabei auch christliche Glaubensvorstellungen vermittelt. Bereits in den ältesten Teilen erzählt die Bibel vom Singen. So singt die Prophetin Mirjam nach der Rettung der Israeliten am Roten Meer ihren Dank: „Lasst uns dem Herrn singen, denn er hat eine herrliche Tat getan.“ (Mose 15,21). Im neuen Testament singt Maria: „Meine Seele erhebt den Herren und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes.“ (Lk 1,46 ff). Und so war der Gesang auch in frühen christlichen Gemeinden ein wichtiges Element, wie Plinius an Kaiser Trajan ca. 110 n.Chr. schreibt: „Sie singen Lieder auf Christus als Gott.“ Die freudige Lobpreisung Gottes und der Dank für seine Taten haben viele Kirchenlieder aufgenommen. Ein beträchtlicher Teil davon steht nicht nur in ausgewiesener Chorliteratur, sondern auch in den evangelischen Gesangbüchern. Zum evangelischen Liedgut gehören aber auch Stücke, die Trauer, Schmerz und Verzweiflung ausdrücken. Der Reformator Martin Luther hat wichtige Lieder beigesteuert. Zu den großen Komponisten geistlicher Chorwerke zählen Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach. Passionsoratorien gehören beispielsweise zu den großen musikalischen Schätzen geistlicher Musik. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts bereichern Spirituals und Gospelstücke der afroamerikanischen Kultur das christliche Liedgut. Immer wieder wird der christliche Liederschatz um weitere Stilrichtungen wie Taizé-Gesängen oder Neuem Geistlichen Lied ergänzt.   

Quellen:  
Stefan Küchler: Masterarbeit „Warum singe ich in einem kirchlichen Chor?“ 2014
VELKD: Erwachsenenkatechismus
scinexx: Singen im Chor stärkt das Immunsystem 05. 04 2016
scinexx: Gemeinsames Singen bringt das Herz in den Gleichtakt 09.07 2013
Deutsche ApothekerZeitung: Immunabwehr – Singen ist gesund, 08.02.2004

[RH]

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Es geht darum, die Menschen zu werden,
die wir in Gottes Augen sind.
Und es geht darum, das zu leben,
was wir in Gottes Augen sind!

(Volker Jung)

Volker Jung

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Quelle: gettyimages, stockam

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