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Lutherweg

180 Pilger von Worms bis zur Wartburg

(c) DekanatDie Gruppe der Pilgerer posiert auf der Wartburg, mit dem urm im HintergrundDie Pilgergruppe auf der Wartburg

Insgesamt 180 Pilger aus den Evangelischen Dekanaten Rheingau-Taunus und Wiesbaden haben seit dem Jahr 2016 in mehreren Etappen den Lutherweg von Worms nach Eisenach zurückgelegt. Darunter waren sowohl erfahrene Pilger, die alle Etappen mitgelaufen sind, als auch Neulinge, die sich zum ersten Mal auf das Erlebnis „Pilgern“ einließen.

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Die Pilger feiern Agape-Mahl in der Georgenkirche Die Pilger gehen im Wald einen sehr steilen Anstieg, der zur Wartburg führt, hinauf. Die Gruppe der Pilgerer posiert auf der Wartburg, mit dem urm im Hintergrund

Jetzt fand die letzte Etappe statt: Sie führte, unterstützt von der Kampagne „Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens" und unter Leitung von Dipl. Religionspädagogin Astrid Hamm und Wolfgang Steller von Berka bis zur Wartburg. Auf den Tag genau – „nur“ 498 Jahre später – trafen 27 Luther-Pilgerinnen und Pilger in Berka (Werra) ein, „an dem Ort wo Martin Luther auf seiner Rückreise vom Reichstag zu Worms im Straßengasthof „Alter Stern“ einkehrte“, freute sich Astrid Hamm.

 

Über Herda und den Vacher Stein führte der Weg die Pilgergruppe weiter durch den Buchenbewachsenen Thüringer Wald. „Kaum vorstellbar, dass durch diese scheinbar unberührte Natur einst wichtige Handelswege führten“, sinnierte die Pädagogin.

Als die in Musikerkreisen berühmte „Sängerwiese“ erreicht wurde, kam auch schon bald die Wartburg in Sichtweite, die für ein knappes Jahr als Versteck für Martin Luther diente. Allein an diesem Tag hatten die Pilger 30.000 Schritte, also gut 20 Kilometer zurückgelegt. Insgesamt ist der Lutherweg 400 Kilometer lang.

Ein weiterer Höhepunkt der letzten Etappe auf dem Lutherweg war der Besuch der geschichtsträchtigen Georgenkirche in Eisenach: Nicht nur, dass Martin Luther hier als Schüler im Chor sang und später in dieser Kirche häufig predigte; auch die „Heilige Elisabeth von Thüringen“ heiratete König Ludwig IV in der Georgenkirche im Alter von 14 Jahren. Und Johann Sebastian Bach wurde in dieser Kirche getauft. Das Taufbecken ist heute noch zu bewundern. „Über 132 Jahre lang musizierten Mitglieder von J.S. Bachs Familie auf der Orgelbank“, weiß Musikpädagogin Hamm zu berichten. Ebenso eng verbunden mit der Georgenkirche sind die Komponisten Georg Philipp Telemann und Johann Pachelbel.

Ein ganz besonderes Erlebnis zum Abschluss war dann die Feier des so genannten gemeinsamen „Agape-Mahls“ (also ein richtiges Sättigungsmahl), das die Gruppe in dieser außergewöhnlichen Kirche zum Abschluss der 3-tägigen Fahrt feierte.

 

 

Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Matthäus 25, 40

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/ekely

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