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Pilgern

Mit dem Smartphone den neuen Pilgerweg erkunden

Miriam PenkhuesChristoph Wildfang hängt mit Monika Korten und Jens-Markus Meier die Schilder für den Laurentiuspfad auf.Christoph Wildfang hängt mit Monika Korten und Jens-Markus Meier die Schilder für den Laurentiuspfad auf.

Im Hochtaunus eröffnet ein neuer Pilgerweg. Das Besondere: Die 22 Kilometer lange Strecke ist mit QR-Codes, Stempeln und Meditationspunkten ausgestattet. Möglich gemacht haben das Pfarrer Christoph Wildfang und zwölf Helfer. Sie planen den Laurentiuspfad seit zwei Jahren.

Am 12. September ist es soweit: Um 19 Uhr eröffnet Pfarrer Christoph Wildfang mit einer Feuershow bei der Arnoldshainer Laurentiuskirche den neuen Pilgerweg. Der Laurentiuspfad ist 22 Kilometer lang und startet an der Laurentiuskirche in Arnoldshain. Dann führt er über Dorfweil und Merzhausen bis nach Usingen zur dortigen Laurentiuskirche. Dabei passieren die Pilger insgesamt fünf Kirchen, wo sie ihren Pilgerpass mit Stempeln anreichern können. Das Besondere finden die Wanderer aber zwischen den Stationen. „Gerade den Blick in die Täler und in das weite Land finde ich persönlich toll“, schwärmt Wildfang. Außerdem liegen auf dem Weg viele markante geschichtliche Orte, die auf den ersten Blick nicht so leicht zu entdecken sind. Darauf hinweisen sollen 20 QR-Codes auf kleinen Tafeln. So gibt es gerade bei Merzhausen mehrere Bombentrichter aus dem Jahr 1944. In denen haben sich über die Jahrzehnte kleine Seen gebildet. Mit dem entsprechenden QR-Code können die Pilger dann über ihr Smartphone Hintergründe zur Entstehungsgeschichte der Krater und ihrer näheren Umgebung erfahren.  

Meditationstafeln geben Denkimpulse und sind ideale Rastplätze

Die Spiritualität soll auch nicht zu kurz kommen: Extra montierte Meditationstafeln lassen die Wanderer immer wieder innehalten. „Schließlich ist Pilgern beten mit den Füßen“, betont der Pfarrer. Überhaupt eigne sich der Taunus gut zum Sinnieren. „Wenn Schienen am Wegesrand verlaufen, dann stößt das dazu an, nachzudenken, ob mein Alltag auch in Schienen läuft“, sagt er. Die Meditationstafeln sollen den Pilgern immer wieder neue Denkimpulse geben. Deshalb will Wildfang darauf achten, dass die Inhalte der QR-Codes regelmäßig aktualisiert werden. Momentan stehen die Themen Wasser und Quelle im Mittelpunkt. Das mache auch Sinn erklärt Wildfang, denn der Pilgerweg führt an der Weil, einem Zufluss der Lahn, entlang.

Pilgern heißt nicht einfach Spaziergehen

Dieses Konzept unterscheidet den Pilgerweg auch vom normalen Sonntagsspaziergang. „Das soll jetzt nicht so ein Rundweg sein, den man an einem Nachmittag so nebenbei mit einer Tasse Kaffee in der Hand gehen kann“, sagt Wildfang. Auf dem Weg sollen Menschen ein bisschen zu sich selbst finden. Außerdem stellt die Strecke mit ihren 22 Kilometern eine Herausforderung dar. „Zügigen Schrittes ist die halbe Strecke in vier bis fünf Stunden zu bewältigen“, so Wildfang. Es bestehe aber durchaus die Möglichkeit, die Strecke zu verkürzen oder aufzuteilen. Es lohne sich aber, die ganze Strecke zu laufen, denn „die Leute staunen immer wieder, was es im Taunus so alles an religiösen und geschichtlichen Sachen zu entdecken gibt“, betont er. 

Zwei Jahre Planung stecken im Laurentiuspfad

Wildfang hat viel Engagement und Zeit investiert. „Wir haben erstmal jeden Zentimeter Weg genehmigen lassen“, erklärt er. Zwei Jahre lang hat der Pfarrer Anträge gestellt, Fördermittel organisiert und die geschichtlichen Hintergründe des Hochtaunus erforscht. Am Ende mussten dann noch über 300 Wegweiser angenagelt werden. Dankbar sei er vor allem dem Rotary Club Saalburg-Taunus für seine finanzielle Unterstützung und dem Taunusklub für seine Fachexpertise in Sachen Wanderwege.  

Zur Homepage des Laurentiuspfads

[Charlotte Mattes, Benjamin Schröter

Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!

2. Korinther 6, 2

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Hans Genthe

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