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Pilgern: Tipps für den Start

Bildquelle: gettyimages, dusanpetkovicRucksack packenMit möglichst leichtem Gepäck pilgern

Aufgrund der steigenden Energiepreise bietet es sich an, nach alternativen Urlaubsmöglichkeiten Ausschau zu halten. Hape Kerkelings Worte "Ich bin dann mal weg" können zur erfüllenden Option werden. Denn beim Pilgern können sich neben neuen Eindrücken auch Chancen für spirituelle Erfahrungen eröffnen. Im Vergleich zu einer Wanderung ist die innere Ausrichtung entscheidend.

Impulse für die innere Haltung beim Pilgern:

  • eine wertschätzende Haltung sich selbst gegenüber, den anderen Menschen auf dem Weg, den Pflanzen und Tieren einnehmen,
  • sich bewusstwerden, was einen gerade beschäftigt und eine Frage dazu formulieren, 
  • dann die Alltagsgedanken zur Seite schieben, bewusst atmen und gehen, 
  • innerlich zur Ruhe kommen,
  • sich mit der eigenen Lebenskraft und allem Lebendigen verbinden,
  • sich gedanklich für Gott öffnen, 
  • sich urteilsfrei den Wahrnehmungen und sich im Innersten bildenden Antworten bewusst werden, 
  • christliche Glaubensworte oder –sätze können innere Orientierung schenken, z.B.: „Frieden“, „Gott ist Liebe“ (1. Johannes 4,8), das „Vaterunser“ (Matthäus 6,9), „Ehrfurcht vor dem Leben“ (Albert Schweitzer) und vieles mehr

Fragen vor dem Start

Für den Start kann es hilfreich sein, sich klar zu machen, was mich auf den Weg bringt. Es können Fragen formuliert werden wie:

  • Was suche ich?
  • Gibt es etwas, das mich zurzeit beschäftigt und umtreibt?
  • Will ich etwas klären?
  • Was bestimmt meinen Alltag?
  • Was gibt meinem Leben Sinn?
  • Bin ich damit zufrieden?
  • Welche Ziele habe ich für mein Leben? Wonach sehne ich mich?
  • Wenn ich den Pilgerweg mit meinem Lebensweg vergleiche, auf welchem Abschnitt bin ich jetzt?
  • Wie kann mein Lebensweg zu einem heilsamen Weg werden?
  • Wie ist es mit mir und Gott?
  • Was trägt mich im Leben?

Oder ist es einfach Neugier, Offenheit und sich überraschen lassen – das ist auch möglich.

Geistige Impulse können dazu beitragen, dass sich Antworten in der oder dem Pilgernden entwickeln.

Evang.-Luth. Kirche in Bayern: Pilgertexte und Segen

VRK: Rast für die Seele - Spirituelles für unterwegs

Allein oder in der Gruppe? 

Menschen, die anfangen zu pilgern, haben es unter Umständen leichter, wenn sie mit andern zusammen pilgern und eine Struktur vorfinden, die sie mit auf den Weg nimmt. So müssen sie sich weder um die Wegführung kümmern, Karten lesen, Schilder suchen, noch die geistliche Seite des Pilgerns selbst gestalten. Wer alleine geht, sollte mit dem Karten lesen vertraut sein und sich nicht zu sehr auf die Schilder am Wegrand verlassen. Gut ist es, sich vorher einzulaufen, gute Schuhe und leichtes Gepäck zu haben.

Passende Ausrüstung dabei

Schon das Packen kann eine geistliche Übung sein: was brauche ich wirklich zum Leben? Worauf kann ich verzichten? Wie mache ich es mir leichter? Um die Auswahl zu unterstützen, hat das Zentrum Verkündigung der EKHN eine Packliste für eine 4-tägige Pilgerwanderung veröffentlicht - je nach Weg und individualler Planung, sollte sie angepasst werden:

Zentrum Verkündigung: Packliste für eine 4-tägige Pilgerwanderung (PDF)

Jakobsweg-Zentrale: Packliste für den Jakobsweg

Passenden Pilgerweg wählen

Bevor es losgeht, sollte zudem der passende Pilgerweg ausgewählt werden. Auch im Gebiet Hessen-Nassaus gibt es mehrere ausgewiesene Wege:

Pilgerwege in Hessen-Nassau 

Sich offen und wach auf den Weg begeben

Viele Menschen gehen mit einer bestimmten Sehnsucht los, manche vielleicht eher mit einem diffusen Wunsch nach Veränderung oder einem Wunsch, dass sich dieses oder jenes Problem auf dem Weg lösen möge oder eine Entscheidung sich anbahnt. Wer offen und wach auf den Weg geht, kann kaum enttäuscht werden. Zu klare Erwartungen sind dagegen eher hinderlich.

Geistlich begleitet sein

Pilgern ist ein Wagnis, weil man unter anderem sich selbst begegnen kann, auch den unangenehmen oder verdrängten Seiten. In einer Gruppe, die geistlich geleitet und begleitet wird, gibt es zumindest die Möglichkeit, sich dann jemandem anzuvertrauen, der oder die es für sich behält. Das ist ein Schutzraum, der vielen hilft.

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Du stellst meine Füße auf weiten Raum.

(Psalm 31,9)

Psalm 31,9

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/tolga tezcan

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