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Buß- und Bettag

© Evangelische KirchenBuß- und Bettag 2022 - NotausgangWo ist der Notausgang? Der Ausweg aus dem Krieg in der Ukraine? Den Folgen des Klimawandels? Am Buß- und Bettag ist Zeit zur Klage, zum Gespräch mit Gott, um offen für neue Perspektiven zu werden.

Buß- und Bettagsaktion 2022: "Und jetzt? Was gibt mir noch Halt?"

Corona und der Angriffskrieg in der Ukraine hinterlassen ihre Spuren. Menschen werden getötet, Existenzen bedroht und die Bilder verletzen unsere Seele. Wo ist der Notausgang, der Weg ins Freie? Und was kommt danach? Die diesjährige evangelische Aktion zum Buß- und Bettag am 16. November 2022 ruft dazu auf,  innezuhalten für ein Gespräch mit Gott - auch im Klagegebet.
Auf der Website zum Buß- und Bettag kann jede:r Wünsche und Klagen aufschreiben, Gebete anderer teilen. Zudem lassen sich Antworten zur Frage „Was gibt mir jetzt noch Halt?“ austauschen.

Website der evangelischen Kirchen zum Buss- und Bettag

Warum ist der Buß- und Bettag wichtig?

Der Buß- und Bettag lädt im Spätherbst dazu ein, sich daran zu erinnern, was nicht so gut läuft: bei sich selbst, im eigenen Umfeld und im Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen. Zunächst geht es darum, bei sich zu schauen: Wo stehe ich? Der Glaube, dass ich von Gott voll angenommen bin, kann die Kraft geben, über eigene, schwierige Verhaltensweisen nachzudenken. Beispielsweise: Spreche ich über andere in ihrer Abwesenheit? Ärgere ich mich über das Verhalten eines anderen auf, obwohl ich es von mir selbst kenne - und vielleicht nicht wahrhaben möchte? Der Buß- und Bettag ermutigt dazu, seine Augen mit Gottes Hilfe für das zu öffnen, was falsch läuft im Zusammenleben.

Nachdenken über eigenes, ungünstiges Verhalten als Voraussetzung zum Wandel

Der Buß- und Bettag kann auch den Blick in die Gesellschaft weiten: Inwieweit sind wir selbst in die Unordnung dieser Welt verstrickt und an den Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft beteiligt? Die Frage, was Menschen anderen Menschen - auch ungewollt - antun können, hat der Krieg in der Ukraine neu ins Bewusstsein gebracht.  Das Nachdenken über Verstrickungen ist die Voraussetzung, um gegebenenfalls im persönlichen als auch im gesellschaftlichen Leben umzukehren.

Hinschauen braucht Mut un Kraft

Allerdings kostet das intensive In-sich-gehen viel Kraft. Auch das Nachdenken über politisch relevante Themen wie zum Beispiel die Haltung zu Migranten oder Umweltschutz verlangt vom Einzelnen einiges ab.

Beim Beten sich mit dem göttlichen Grund des eigenen Seins verbinden

Kraft für diese Reflexionen sammeln Christinnen und Christen immer wieder im Gebet. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass es entlastet, sich Gott anzuvertrauen. Wie die Bezeichnung "Buß- und Bettag" schon signalisiert, lädt dieser Tag ein, sich der eigenen Gebetspraxis zu widmen. Dabei kann es vorkommen, dass Zweifel auftauchen, die treffenden Worte fehlen, die Antwort Gottes nicht hörbar ist. Eine Prise Zuversicht und Vertrauen können trotz mancher Widerstände eine neue spirituelle Erfahrung eröffnen. Denn laut der Erklärung des Apostels Paulus ist es nicht die Anstrengung oder Fähigkeit eines Menschen, die seine Worte zum Gebet werden lassen. Es ist der Heilige Geist, der Geist Gottes:  "Der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen." (Röm 8,26) Gottes Geist ist also eine Kraft, das uns mit Gott verbindet. Dieser Geist trägt alles zu ihm hin, was wir Gott anvertrauen. Der evangelische Theologe Paul Tillich präzisiert: "Jedes Gebet - sei es in Worten oder ohne Worte - hat sein Ziel erreicht, nämlich die Wiedervereinigung mit dem göttlichen Grund unseres Seins, ist das Werk seines Geistes, der in uns und durch uns spricht."

mehr über das Beten

Welche Bedeutung hat der Buß- und Bettag als Feiertag?

Der Buß- und Bettag wurde 1852 auf der Eisenacher Konferenz als gemeinsamer Landesbußtag in der damaligen Preußischen Union festgelegt. Damit wurden verschiedene regionale Bußtage auf einem Datum gebündelt. Seitdem hat das Kirchenjahr drei offizielle Bußtage:

  • den Aschermittwoch, der die persönliche Buße in den Vordergrund stellt,
  • den Karfreitag, der auf den Tod von Jesus Christus verweist,
  • und den Buß- und Bettag im November, der die gemeinschaftliche Selbstbesinnung der Gesellschaft anregen soll.

Der Buß- und Bettag war bis 1995 ein gesetzlich geschützter und damit arbeitsfreier Feiertag. Dann wurde sein arbeitsfreier Status - außer in Sachsen - als finanzieller Ausgleich für die Pflegeversicherung abgeschafft. In Hessen und Rheinland-Pfalz ist er also kein gesetzlicher Feiertag mehr. Trotzdem wird er von den Kirchen mit Gottesdiensten, Konzerten und anderen ernsten Veranstaltungen, die nun meist abends stattfinden, weiterhin gestaltet und erhalten.

© Multimediaredaktion ekhn.de

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Der Gott der Hoffnung
aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben,
dass ihr immer reicher werdet
an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.

(Röm 15,13)

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