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Buß- und Bettag

orange-cube, EKHN, EKKW, ELKBBuß- und Bettag 2018Buß- und Bettag 2018

Der Buß- und Bettag dient als ein rituelles Erinnern an das, was nicht so gut läuft, es geht darum zu schauen: Wo stehe ich? 
Aber auch: Inwieweit sind wir selbst in die Unordnung dieser Welt verstrickt und an den Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft beteiligt? Die Frage, was Menschen anderen Menschen - auch ungewollt - antun können, ist zeitlos aktuell.  Das Nachdenken darüber ist die Voraussetzung, um gegebenenfalls im persönlichen als auch im gesellschaftlichen Leben umzukehren. Allerdings kostet das intensive In-sich-gehen viel Kraft. Auch das Nachdenken über politisch relevante Themen wie zum Beispiel die Haltung zu Flüchtlingen oder Umweltschutz verlangt vom Einzelnen einiges ab. Doch an diesem Tag sollte es nicht nur beim Nachdenken bleiben. Auch das Beten hat seinen Platz, es dadurch kann Kraft geschöpft werden und es wirkt entlastend.

Buß- und Bettagsaktion 2018: "Heute einen Krieg beenden"

Es sind nicht immer die großen, entfernten Kriege und bewaffneten Auseinandersetzungen wie in Syrien oder Afghanistan, die Entsetzen auslösen. Auch scheinbar harmlose Sticheleien, verächtliche Gedanken und Gleichgültigkeit können den Alltag zum seelischen Überlebenskampf werden lassen. Deshalb: Heute den Kleinkrieg in der Familie oder am Arbeitsplatz beenden. Da braucht es Einsicht, den Willen zum Frieden und bewusste Schritte der Umkehr. Das diesjährige Motto des Buß- und Bettages „Heute einen Krieg beenden“ soll daran erinnern, dass Scheitern zum Leben gehört, aber auch daran, sich immer wieder neu auf das Leben zu besinnen und anderen die Hand auszustrecken. Die Wunden heilen lassen. Mit der befreiten Energie lässt sich dann tatsächlich Konstruktives bewirken. Dazu ermutigt der Buß- und Bettag am Mittwoch, 21. November 2018.

Mehr Informationen zur Aktion gibt es ab Oktober unter:
www.busstag.de

Hintergrund

Der Buß- und Bettag wurde 1852 auf der Eisenacher Konferenz als gemeinsamer Landesbußtag in der damaligen Preußischen Union festgelegt. Damit wurden verschiedene regionale Bußtage auf einem Datum gebündelt. Seitdem hat das Kirchenjahr drei offizielle Bußtage:

  • den Aschermittwoch, der die persönliche Buße in den Vordergrund stellt,
  • den Karfreitag, der auf den Tod von Jesus Christus verweist,
  • und den Buß- und Bettag im November, der die gemeinschaftliche Selbstbesinnung der Gesellschaft anregen soll.

Der Buß- und Bettag war bis 1995 ein gesetzlich geschützter und damit arbeitsfreier Feiertag. Dann wurde sein arbeitsfreier Status - außer in Sachsen - als finanzieller Ausgleich für die Pflegeversicherung abgeschafft. Trotzdem wird er von den Kirchen mit Gottesdiensten, Konzerten und anderen ernsten Veranstaltungen, die nun meist abends stattfinden, weiterhin gestaltet und erhalten.

© Multimediaredaktion ekhn.de

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Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Römer 12, 21

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von aaron-burden-unsplash

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