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Ewigkeitssonntag oder Totensonntag

© Fundus, Peter BongardKerzen - Erinnerung an VerstorbeneJede Kerze erinnert an einen verstorbenen Menschen: Was war ihm wichtig? Was hat er mir mit auf den Weg gegeben? Woran hat er sich gefreut? Welche Entbehrungen musste er verkraften?

Der Ewigkeitssonntag (Totensonntag) am 20. November 2022 kann vor allem Angehörigen und Freunden eine:r Verstorbenen einen stimmigen Rahmen für die eigene Trauer und die Erinnerung an einen geliebten Menschen schenken. Der Ewigkeitssonntag oder Totensonntag ist ein kirchlicher Gedenktag in den evangelischen Kirchen Deutschlands. An diesem Tag stehen Abschied und Erinnerung an die Verstorbenen sowie die Hoffnung auf ewiges Leben im Mittelpunkt. In Deutschland ist er allerdings kein gesetzlicher Feiertag. Mit dem Totensonntag geht das Kirchenjahr zu Ende, denn der Tag wird in den deutschen Kirchen am letzten Sonntag des liturgischen Jahres gefeiert, bevor es mit dem ersten Advent neu beginnt. 

Was ist der Unterschied zwischen Totensonntag und Ewigkeitssonntag?

Unterschiedliche Bezeichnungen benennen den selben Gedenktag: Totensonntag, Ewigkeitssonntag, Sonntag vom Jüngsten Gericht oder sogar Vom Jüngsten- Gericht-Tag. Traditionell wird dieser Tag in der Bevölkerung meist als Totensonntag bezeichnet, womit das Andenken an die Gestorbenen im Vordergrund steht. In der EKHN wird oft vom Ewigkeitssonntag gesprochen, wodurch der Fokus stärker auf der Hoffnung auf ewiges Leben nach dem Tod liegt. 

Worum geht es am Ewigkeitssonntag?

In den evangelischen Gottesdiensten zum Ewigkeitssonntag werden beide Aspekte verbunden: das Gedenken an die Toten und das Vertrauen auf ewiges Leben. Somit wird in den Gottesdiensten an die Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahr erinnert, indem ihre Namen genannt und für sie gebetet wird. Somit wird an diesem Tag vor Augen geführt, dass menschliches Leben zwar endlich ist, aber bei Gott ewig aufgehoben bleibt. Denn mit diesem Tag ist die Botschaft verbunden, dass Gott jenseits der Zeit neues Leben schenkt - in der Ewigkeit. Die Ewigkeit ist Gottes Zeit. Was das bedeutet, entzieht sich unserer Vorstellungskraft. Es ist aber der Grund für die Hoffnung, dass die Verstorbenen bei Gott geborgen sind und Gottes Frieden erfahren, wo alles Leiden, alle Schmerzen, alle Gewalt, alle Ungerechtigkeit ein Ende haben.

© IP EKHNUmgang mit Trauer und Trost

Und jetzt?! Umgang mit Trauer und Trost

Trauer trifft Menschen ganz persönlich ist individuell sehr unterschiedlich. Manchmal kann sie Jahre dauern. Jeder Mensch braucht deshalb seine ganz eigene Zeit für die Verarbeitung seiner Trauer. Währenddessen stehen Trauernde vor mehreren Aufgaben. Die folgenden Seiten der EKHN-Impulspost "Und jetzt?! Umgang mit Trauer und Trost" möchten Trauernde sowie Tröstende auf diesem Weg unterstützen:

Impulse für Trauernde

Impulse für Tröstende

Wer hat den Totensonntag, bzw. den Ewigkeitssonntag erfunden?

1816 wurde der Totensonntag in der so genannten „Altpreussischen Union“ der protestantischen Kirchen in Deutschland von König Friedrich Wilhelm III. angeordnet. Er sollte als „allgemeiner Feiertag zur Erinnerung an die Verstorbenen“ begangen werden. Hintergrund waren damals vor allem seelsorgerliche und politische Gründe: Der Toten der Befreiungskriege sollte auch kirchlich gedacht werden. Andere evangelische Landeskirchen haben diesen Gedenktag übernommen.

Trauer mit mir! Impulse für Trauernde und Tröstende

Umgang mit Trauernden

Berichte rund um den Ewigkeitssonntag

Fußball und Besinnung

17.11.2022 red

Ewigkeitssonntag kollidiert mit Start der Fußball-WM

Vor allem für Angehörige, die einen geliebten Menschen verloren haben, kann der Ewigkeitssonntag am 20. November wichtig sein. Doch am gleichen Tag startet die Fußball-WM in Katar. Das ruft Kritik hervor – zumal die Spiele in die christliche Adventszeit und das jüdische Chanukka fallen. Wie damit umgehen?
Kerzen

16.11.2022 epd/red

Trauer teilen: Chat-Andacht am Ewigkeitssonntag

Neben zahlreichen Präsenz-Gottesdiensten am Ewigkeitssonntag erinnert auch eine Online-Andacht an gestorbene Angehörige oder Freunde. Bis zum 18. November könnten auf dem Portal "trauernetz.de" die Namen von Verstorbenen in ein digitales Trauerbuch eingetragen werden.
Ältere Menschen begleiten

12.04.2022 red

Wo lässt sich Begleitung am Lebensende finden?

Sterben. Die letzte große Herausforderung während unseres irdischen Lebens. Um Sterbende und ihre Angehörigen darüber zu informieren, wo und wie sie Kontakt zu Unterstützungsmöglichkeiten erhalten, wurde die Website "begleitung-am-lebensende.de" gegründet. Beispielsweise sind Ehrenamtliche in den ambulanten Hospizdiensten da, um Beistand zu leisten.
Regenbogen über den Friedhof von Gemünden

19.11.2021 vr

Ewigkeitssonntag: Hoffnung in der Pandemie

Der Ewigkeitssonntag, den viele auch Totensonntag nennen, steht in diesem Jahr erneut im Zeichen der Corona-Pandemie. Doch der düstere evangelische Feiertag im November kann auch Hoffnung verbreiten, schreibt Kirchenpräsident Volker Jung.
Engel aus Stein

19.11.2021 bbiew

Ewigkeitssonntag im Trauernetz

Am kommenden Sonntag, dem Ewigkeitssonntag, gedenken evangelische Christinnen und Christen in den Gottesdiensten der verstorbenen Angehörigen und Freunde. Das „Trauernetz“ lädt zu einer Internet-Andacht ein.
Patientenverfügung

17.11.2021 epd

Wichtiges regeln in der letzten Lebensphase

Wer kümmert sich um die minderjährigen Kinder, wenn beide Elternteile sterben? Was hat es mit einer Vorsorgevollmacht auf sich? Und warum ist eine Patientenverfügung wichtig? Auch wenn das Thema unangenehm ist: Wer rechtzeitig wichtige Dinge rund um die letzte Lebensphase regelt, entlastet seine Angehörigen.
Trauer

21.11.2020 vr

Zum Ewigkeitssonntag: Hilfe beim Trauern und Trösten

Trauern in der Corona-Pandemie ist eine besondere Herausforderung. Nähe und Gespräche sind wichtig, aber jetzt schwer möglich. Die evangelische Kirche gibt hier auf diesen Sonder-Seiten der Aktion „trauer mit mir“ Tipps für Trauernde und alle, die in diesen schweren Zeiten trösten wollen.

20.11.2020 hjb

Niemand ist vergessen

Der Ewigkeitssonntag erinnert uns daran: Gott hat auch unsere Verstorbenen nicht vergessen. Er verliert keinen von uns aus den Augen. Sogar der Tod, der für uns eine unüberwindliche Barriere darstellt, wird nicht das letzte Wort behalten, sagt Jonas Schmidt in seinem Impuls.
Notfallseelsorger

22.06.2020 red

Notfallseelsorger Ralf Friedrich: Stütze in der Not (Mit Video)

Der Tod kommt oft plötzlich für viele Menschen. Wer dabei wirklich leidet, sind die Angehörigen. Vor allem dann, wenn sie gerade erst die schlechten Neuigkeiten überbracht bekommen haben, befinden sich viele in einer Art Schockstarre. In einer solchen Situation sind sogenannte Notfallseelsorger wie Ralf Friedrich zur Stelle.
Aktion #trauermitmir der evangelischen Kirche 2019

23.11.2019 vr

Dem Tod begegnen und zum Leben zurückfinden

Der Glaube nimmt die Härte des Abschieds nicht einfach weg. Aber die Klage einem Adressaten zuspielen zu können, macht für das Leben neu bereit. So sieht es Kirchenpräsident Volker Jung, der auch am Totensonntag 2019 dazu in hr2 zu hören ist.

RH / Quellen: Eckhard Bieger: Das Kirchenjahr, Dr. Volker Jung, Clasen Meyer Blanck Ruddat: Evangelischer Taschen-Katechismus

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Der Gott der Hoffnung
aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben,
dass ihr immer reicher werdet
an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.

(Röm 15,13)

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