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Kindergarten verbietet Hexenkostüme

Christenheil hängt nicht an Kinderkostümen

LUNAMARINA/istockphoto.comKleines Mädchen im HexenkostümIn den meisten evangelischen Kindertagesstätten sind Hexen und Zauberer zu Fasching erlaubt.

Ein Evangelischer Kindergarten in Wiesbaden verbannt Hexen-, Zauberer- und Teufelskostüme zu Karneval. Dies sei nicht mit der Bibel vereinbar. Die EKHN überlässt den Gemeinden ihr Konzept für die Arbeit in den Kindertagesstätten und mahnt Gelassenheit an.

Superhelden, Tierkostüme oder königliche Kostüme – alles kein Problem zur Faschingszeit in der Wiesbadener Kindertagesstätte „Königskinder“. Doch Kostüme von Hexen, Zauberern und Teufeln sind Tabu, berichtet das Wiesbadener Tageblatt. Bereits seit Halloween wird in der Gemeinde darüber gestritten. Begründet wird das Kostüm-Verbot mit dem christlichen Glauben.

„Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau ist eine bunte Kirche. Das macht sie lebendig“, sagt Pressesprecher Volker Rahn. Er weist darauf hin, dass dies auch bei Fragen rund um die Konzepte für die Arbeit in evangelischen Kindertagesstätten gilt. Hierfür ist die jeweilige Gemeinde hauptverantwortlich. Er betont: „Sie hat damit die Chance, ein ganz bestimmtes Profil herauszubilden. Denn: Vielfalt ist evangelisch und sie ist gewollt.“

Vor allem zu Halloween ein Zeichen setzen

Das kann zur Folge haben, dass es vor Ort durchaus zu Ideen kommen kann, die nicht allen gefallen - wie beim Verbot von bestimmten Kostümen in der Kindertagesstätte der Wiesbadener Paul-Gerhardt-Gemeinde. „Ihr Pfarrer und der Kirchenvorstand haben hier aber nichts willkürlich entschieden, sondern ihren Schritt mit Hilfe einer bestimmten Interpretation der Bibel begründet und vorher auch für alle transparent gemacht“, sagt Rahn. Die Gemeinde wolle damit vor allem zu Halloween ein nachdenkliches Zeichen setzen. 

Hexen und Zauberer in den meisten evangelischen Kindertagesstätten erlaubt

Die große Mehrzahl der evangelischen Kindertagesstätten hat mit der Kostümierung der Kinder als Hexe oder Zauberer an Fasching aber kein Problem. „Zum einen bieten sich hier pädagogisch wertvolle Anknüpfungspunkte, um über die eigene Ängste oder den Umgang mit dem Tod ins Gespräch zu kommen. Zum anderen hat der evangelische Glaube traditionell ein sehr distanziertes Verhältnis zu allem Okkulten und Zauberhaften“, so Rahn. Er ergänzt: „Diese vielbeschworene protestantische Nüchternheit kann gerade einen unbeschwerten Umgang mit aller Narretei an Fasching und auch darüber hinaus ermöglichen.“

Entspannter Blick auf Kostümierung

Rahn resümiert: „Für die überwiegende Mehrzahl der Protestanten hängt das Christenheil nicht an Kinderkostümen. Insofern wäre ein entspannter Blick auf Zauberer, Hexen und auch Entscheidungen von Kirchengemeinden zur Kostümierung gerade in der Fastnachtszeit eigentlich das evangelisch Angemessene.“

Infos zur Kita-Arbeit

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ist Träger von 601 Kindertagesstätten mit knapp 40.000 Plätzen. In diesem Jahr investiert die EKHN rund 40 Millionen Euro an kirchlichen Eigenmitteln in die Kita-Arbeit. Das sind pro Kind und Jahr über 1000 Euro. 

Mehr zum Thema Kindertagesstätten in der EKHN auch beim Zentrum Bildung mit den Leitlinien für die Arbeit mit Kindern.  

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Lobe den HERRN, meine Seele,
und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat.

Psalm 103, 2

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/issalina

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