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Bräuche an Christi Himmelfahrt

Albrecht E. Arnold/pixelio.de

Foto: © Albrecht E. Arnold / pixelio.de (www.pixelio.de)

Himmelfahrt ist Vatertag, und an Vatertag trinkt der Vater Alkohol. Das ist wahrscheinlich eine der gängigsten Vorstellung zu Christi Himmelfahrt. Es gibt aber noch eine Vielzahl anderer Bräuche.

Christi Himmelfahrt im katholischen Mittelalter

Schon im Mittelalter verdeutlichte die katholische Kirche die Himmelfahrt ganz realitätsnah: So wurde eine Christusfigur mit einer Seilwinde in das Kirchengewölbe hinaufgezogen. Daraufhin regnete es aus dem so genannten „Heilig-Geist-Loch“ Blumen, Heiligenbildchen und teilweise auch „brennendes Werk“, das die Feuerzungen des Heiligen Geistes darstellen sollte.

Manchmal war es auch üblich, das bedrohliche Gegenstück zu veranschaulichen. Aus dem Gewölbehimmel wurde eine Teufelsfigur gestürzt, die dann von der Gemeinde geschlagen wurde. Mit diesem Himmelsturz oder Höllensturz beendeten die Katholiken symbolisch die Herrschaft des Bösen. Christus konnte damit den ihm zustehenden himmlischen Thron besteigen. Üblicherweise aßen sie an Christi Himmelfahrt nur Geflügel, also „fliegendes Fleisch.“

Himmelfahrt als eigenständiges Fest

Mit der Aufklärung im 18. Jahrhundert wurde der Brauch abgeschafft und durch andere Formen ersetzt. Himmelfahrt und Pfingsten feierte man zunächst zusammen, wobei an Pfingsten die Osterzeit nach 50 Tagen beendet war. Dies wurde im Gottesdienst durch das Löschen der Osterkerze verdeutlicht. Sei dem Jahr 370 ist Christi Himmelfahrt ein eigenständiges Fest, das 40 Tage nach Ostern, am Donnerstag nach dem 5. Sonntag nach Ostern gefeiert wird.

Woher kommt der „Vatertag“?

Seit geraumer Zeit wird in Deutschland an Christi Himmelfahrt der so genannte „Vatertag“ gefeiert. Es gibt Vermutungen, dass dieser Brauch seine Wurzeln entweder in der christlichen oder der heidnischen Kultur hat.

Möglicher Ursprung ist die Apostelprozession

Bereits im Mittelalter waren Umzüge wie die Bittprozession oder die Apostelprozession häufig zu Touren verkommen, bei denen der Alkohol eine große Rolle spielte. Ursprünglich beteten die Beteiligten der Prozession, die durch Wald und Flur führte, drei Tage vor dem Himmelfahrtsfest in Feldkapellen für eine gute Ernte.

Andere sehen die Wurzeln in einem germanischen Rechtsbrauch, bei dem der Grundeigentümer einmal im Jahr seinen Besitz umschreiten musste, um seinen Besitzanspruch aufrechtzuerhalten.

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Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19, 10

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Indars Grasbergs

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