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Andacht

Ein Stück Himmel

Bild: © 2019 Getty Images / wundervisualsAbschied am FlughafenEin Abschied ist auch ein trauriger Moment - aber er kann auch Zuversicht für neue Herausforderungen schenken

Ein bewegender Moment, wenn Freunde zu einer Reise aufbrechen und sich am Flughafen verabschieden. Eine letzte intensive Umarmung - dann verschwinden sie auch schon im Labyrinth des Flughafengebäudes. Das hat auch Pfarrer Martin Vorländer erlebt. Dabei hat er sich an die Erzählung über die Himmelfahrt Christi erinnert. Über die Bedeutung, die diese Überlieferung für ihn hat, spricht er in einer Radio-Andacht.

Martin Vorländer

Wenn ich Freunde zum Flughafen bringe, die ich auf unbestimmte Zeit nicht sehen werde, dann habe ich ein Ziehen im Herzen. Ich begleite sie zum Check-in und warte, bis sie ihr Gepäck aufgegeben haben. Ich will die Zeit mit ihnen noch bis zum letzten Moment auskosten und den Abschied so lange wie möglich hinauszögern. Ich gehe noch mit bis zu der Schranke, die die Reisenden von denen trennt, die dableiben. Wir umarmen uns und versichern einander: „Es war schön!“ – „Wir sehen uns wieder!“

Die einen werden in die Wolken aufsteigen, der andere bleibt am Boden

Ich winke noch einmal, bevor sie hinter den Sicherheitskontrollen verschwinden. Seltsames Gefühl: Sie sind noch da und doch schon weg. Wir bewegen uns noch auf demselben Stück Erde, aber sie sind schon wie in eine andere Welt entrückt. Nur noch kurze Zeit, und sie werden in die Wolken aufsteigen und ich bleibe am Boden zurück.

Jünger erlebten mit Jesus den "Himmel auf Erden"

Ich stelle mir vor, solche Gefühle und noch viel mehr hatten die Jünger von Jesus in der Geschichte, die dem Feiertag heute seinen Namen gibt: Christi Himmelfahrt. Die Jünger haben mit Jesus Ungeheures erlebt. Schon die erste Begegnung mit ihm war unglaublich. Da kommt dieser Mensch zu ihnen mitten bei ihrer Arbeit und sagt: Folgt mir nach. Er hatte so eine Ausstrahlung, dass sie das tun. Sie lassen alles stehen und liegen, ihren Beruf, ihre Familie, und ziehen mit Jesus durchs Land. Statt gesicherter Existenz ein Leben unter freiem Himmel. Von Ort zu Ort, kein Tag wie der andere. Warum? Weil sie mit Jesus den Himmel auf Erden erleben. Wie er von Gott spricht, wie er auf Menschen wirkt, wie er ihnen zeigt, dass die Welt von Liebe erfüllt ist – das alles ist mehr, als sie sich jemals vorstellen konnten.

Ein unerwarteter Anfang

Dann der Schock. Jesus wird verhaftet und angeklagt. Er soll das Volk aufgehetzt und Gott gelästert haben. Er wird zum Tod verurteilt. Jesus stirbt am Kreuz. Für die, die an ihn geglaubt haben, stürzt der Himmel ein.

Aber dann berichten erst einzelne, nach und nach immer mehr Jüngerinnen und Jünger: Sie haben Jesus gesehen. Er lebt. Mehr und mehr glauben sie: Gott hat ihn vom Tod auferweckt. Die Bibel erzählt: Es beginnt eine Zeit, in der ihnen der auferstandene Jesus immer wieder begegnet. Kein Gespenst, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut. Jesus spricht mit ihnen. Er isst mit ihnen. Er ist ganz nahe. Seine Jüngerinnen und Jünger können es kaum glauben: Der Himmel auf Erden geht weiter...

Die Fortsetzung: 

Die komplette Morgenfeier von Pfarrer Martin Vorländer gibt es ab dem 30. Mai 2019, 8 Uhr, zum Nachlesen auf  kirche-im-hr.de. Hören lässt sie sich auf hr2 ab 7.30 Uhr auf hr2.


 

 

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Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Matthäus 25, 40

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/ekely

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