Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der EKHN zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular und auf facebook sind wir offen für Ihre Anregungen.

Menümobile menu

Fernseh-Gottesdienst nach Grabungen

Kirchenleben zieht wieder in Mainzer St. Johannis ein

Steffen EdlingerNach sechs Jahren ist die Kirchengemeinde wieder in Sankt Johannis eingezogen.

Nach sechs Jahren kehren Pfarrer, Gemeinde und Kantorei am Palmsonntag mit einem Gottesdienst in ihr Kirchengebäude zurück.

Steffen EdlingerBei den Grabungen in Sankt Johannis wurden viele Alltagsgegenstände und Samen (Senfkörner in der Schale in der Mitte) gefunden.

Sechs Jahre Grabungen in der Meiner St. Johanniskirche sind weitgehend abgeschlossen. Palmsonntag wurde der erste Gottesdienst im Alten Dom gefeiert. Während der Grabungen war der Vorläufer des heutigen Doms den Archäologen vorbehalten gewesen. 2013 waren Pfarrer, Gemeinde und Johanniskantorei ausgezogen.

Sinnbild von Einzug Jesu nach Jerusalem

Pfarrer Volker Truschel griff an Palmsonntag das Sinnbild des Einzugs Jesu nach Jerusalem auf, um den Wunsch zu äußern, dass „unser Herr Jesus mit uns auch wieder in St. Johannis einziehen möge“. Dekan Andreas Klodt erinnerte daran, dass Jesus als junger Mann von seiner Heimatstadt Nazareth nach Kapernaum gezogen ist, dem wohl sozialistischsten Ort in Galiläa. Hier lebten die Menschen als Gleiche unter Gleichen. Ihre Wohnungen waren ähnlich. „Hier begann Jesus seine Wirksamkeit“, erläuterte Klodt. Die historische Bedeutung der rund 1500 Jahre alten Kirche sei natürlich etwas Besonderes, sagte Klodt mit Blick auf die Forschungsergebnisse des Grabungsteams um dessen Leiter Dr. Guido Faccani. 

„Eine Bleibe zu haben bedeutet, dass wir an einem Ort ankommen und hier willkommen sind“, erklärte Klodt. „Jeder wird so angenommen, wie er ist.“ Eine Kirche mit einer solchen Vergangenheit, wie St. Johannis sie habe, sollte eine dauerhafte Bleibe sein. Aber dies hänge nicht von den Fähigkeiten der Menschen ab, sondern allein von Gott und seinem Sohn Jesus Christus.

Sensationelle Entdeckungen

Ruth Sollfrank, die seit 40 Jahren im Chor von St. Johannes singt, ist sehr froh: „Vor sechs Jahren dachten wir, es solle eine Fußbodenheizung eingebaut werden und danach könnten wir schnell zurückkehren.“ Aber bei den Grabungen gab es zahlreiche, teilweise sensationelle  Entdeckungen, die der Gemeinde und der Kantorei viel Geduld abverlangten. „Für mich ist es wie ein Neuanfang, wieder im Alten Dom zu sein“, bekannte Pfarrer Volker Truschel. „Es ist wunderbar.“ 

Fernsehgottesdienst am Ostermontag

Am Ostersonntag, 21. April, feiert Pfarrer Volker Truschel ab 6 Uhr morgens erstmals wieder die Osternacht in St. Johannis. Und am Ostermontag, 22. April, findet hier ab 10 Uhr ein Gottesdienst statt, der live in der ARD übertragen wird. Dabei werden Dekan Andreas Klodt und Grabungsleiter Guido Faccani in einem Dialog drei Fundstücke erläutern.   


Diese Seite:Download PDFDrucken

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man um so mehr fordern.

Lukas 12, 48

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/ekely

Zurück zur Webseite >

to top