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Sinn des Fastens

© iStockphoto, AzaliyaBuch und TeetasseFastenzeit - dem Wesentlichen nachspüren

Mit Beginn der Passionszeit beschließen viele Menschen, auf ein paar Köstlichkeiten zu verzichten. Und der Blick in die Auslage der Buchläden verrät, dass das Thema „Fasten“ ein Renner ist. Bücher wie „Wie neu geboren durch Fasten“ versprechen ein neues Gefühl von Leistungsfähigkeit, aber auch seelisches Wohlbefinden. Einen eigenen Sinn hat Fasten unter christlichen Vorzeichen. In den sieben Wochen vor Ostern erinnern sich Christinnen und Christen an das Leiden Jesu, denken aber auch über ihr eigenes Leben nach. Die Fastenzeit gilt als Zeit der inneren Umkehr. Traditionell hat die katholischen Kirche dazu aufgerufen, auf Genüsse wie Süßigkeiten oder Alkohol als äußere Zeichen der Buße und Besinnung zu verzichten. Der Reformator Martin Luther hatte sich allerdings gegen den Zwang zum Fasten ausgesprochen. Doch vor allem durch die protestantische Aktion "7 Wochen ohne" interessieren sich evangelische Christen wieder für das Fasten.

Raum schaffen für Gott

Manche Protestanten, die sich dazu entschlossen haben, orientieren sich an einem Ziel: Sich leer machen, sich selbst zurückzunehmen. Sie gehen davon aus: Wenn Gott sich meldet, findet er dann etwas vor, wo er einkehren kann. Nur so kann man darauf hören, was er von einem will.

Wenn jemand noch „voll“ von äußeren Reizen, Essen, oder zugedeckt mit Terminen ist, kann er kaum mehr etwas aufnehmen. Auf was man verzichtet, kann jeder selbst wählen. Fastende Protestanten entscheiden sich beispielsweise neben dem Weglassen von Alkohol oder Süßigkeiten dafür, sich weniger von äußeren Reizen überfluten zu lassen. Dafür konzentrieren sie sich intensiver auf biblische Texte. Dabei geben sie sich die Zeit, auf die Einsicht zu warten, auf welche Weise sie die Bibelstelle mit ihrem Leben verknüpfen können. 

Wie spricht Gott mit mir?

Wenn der Sinn das Fastens darin besteht, sich auf Gott zu konzentrieren, kann man weniger einen alten Mann mit langem weißen Bart erwarten, der mir mit dröhnender Stimme Anweisungen erteilt. Nach den Erfahrungen von Fastenden verhält es sich eher so, dass Einsichten allmählich in einem selbst wachsen. Wer während der Fastenzeit meditiert, beschäftigt sich intensiv mit einem biblischen Text oder einem Bild und lässt auf sich zukommen, was es in einem auslöst. Dabei geht es nicht so sehr um aktives Denken, sondern viel mehr um Empfangen.

Der Weg ist das Ziel

Oft heißt es, dass sich Christen während der Passionszeit für die Unterdrückten einsetzen oder sich zu einer Umkehr in ihrem Leben bereit machen sollen. Diese Beispiele können als Ergebnis während der Fastenzeit herauskommen, müssen aber nicht. Wohin die intensive Beschäftigung mit dem Lebensweg Jesu oder den Geschichten aus dem Alten Testament führt, weiß niemand.

Doch Vorsicht! Das Meditieren muss keine Angelegenheit für das stille Kämmerlein bleiben. Die Erkenntnis zur rechten Zeit stellt möglicherweise die Welt auf den Kopf. Ein berühmtes Beispiel ist Martin Luther, der mit seinen Gedanken zur Bibelstelle Römer 1,17 schließlich die Reformation ins Rollen brachte. Er handelte konsequent nach dem, was er aus seinem Glauben heraus als wahr und richtig erkannt hatte.

Achtung! Bitte beim Smartphone- / Handy-Fasten beachten

Tipp unseres Lesers Reinhard Bayer:
Bitte an eine aussagekräftige  Abwesenheitsnotiz denken, bevor das Handy ausgeschaltet wird. Sonst kann die Unerreichbarkeit zu Sorgen im Freundeskreis und  z.T. zu teuren Nachforschungen bis hin zu Polizei- und Rettungseinsätzen führen.

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Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.

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