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Die Entstehung von Halloween

„Halloween ist ein Fest, in dem auch christliche Motive enthalten sind,“ stellt Pfarrerin Doris Joachim-Storch fest. Ursprünglich feierten die Iren Halloween am Abend vor Allerheiligen. Daher der Begriff All Hallows‘ Eve. Allerheiligen ist das Fest zum Gedenken an die, die das ewige Leben erlangt haben. An Allerseelen soll der Verstorbenen durch Fürbitte gedacht werden. Es gleicht dem evangelischen Toten- oder Ewigkeitssonntag, an dem die Gläubigen die Gräber ihrer Verstorbenen besuchen.

Irische Wurzeln

Weiter als bis in die irische Zeit, mit der auch die christlich-katholisch geprägten Legende von Jack O’ Lantern verknüpft ist, gehen die Quellen nicht zurück. Aber es gibt Vermutungen. Der Autor Kristian Fechtner hat in seinem Buch „Im Rhythmus des Kirchenjahres“ sich dem Thema genähert.

Keltisches Totenfest Samhain

Anhaltspunkt ist, dass Allerheiligen auf denselben Termin wie das keltische Samhain fällt. Was das genau ist, darüber gehen die Meinung weit auseinander. Samhain heißt Sommer-Ende. Damit ist das Ende der Erntezeit gemeint und der Beginn des Winters. Der Beginn der trüben, der dunklen Jahreszeit. Eine These ist: Samhain war ein keltisches Totenfest. In dieser Nacht ist die Trennlinie zwischen Diesseits und Jenseits durchlässig. Die Lebenden nehmen Kontakt mit den Toten auf. Dazu gibt es verschiedene Vorstellungen. Die Lebenden heißen die Toten willkommen und bereiten ihnen Speisen. In vielen Traditionen sind die Toten aber gar nicht so willkommen. Sie werden als bedrohliche Geister empfunden. So wird erzählt, die Toten schlüpfen in die Körper der Lebenden. Um das zu verhindern, haben sich die Menschen möglichst schrecklich angezogen, damit die Toten und Geister sie nicht als Lebende erkennen. Die Masken dienten der Abschreckung. Oder aber die Toten sollten denken, die Lebenden seien schon tot. Die Christen haben dann das keltische Samhain „getauft“, d.h. sie haben dem heidnischen Kult eine christliche Umdeutung verliehen und Allerheiligen eingesetzt.

Im Volksglauben hat sich aber die Tradition vom Umherwandern der Toten erhalten, in der Gestalt des sündigen Jack O’Lantern, der am Abend vor Allerheiligen sein Unwesen treibt. Denn mit den Toten zu tun zu haben, macht doch Angst. Das Gedenken der Toten braucht einen gesicherten Rahmen. Und so wird das Allerheiligenfest eingesetzt zu einem christlichen Ahnen- und Heiligenkult. Das alles sind Theorien, die diskutiert werden. „Sicher ist sich die Wissenschaft nicht“, betont Doris Joachim Storch.

Von Irland in die USA

Vor Irland aus brachten Auswanderer das Fest im 19. Jahrhundert zunächst in die USA. Schließlich kehrte Halloween als Reimport aus den USA nach Europa zurück.

Halloween und der Reformationstag

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Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19, 10

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Indars Grasbergs

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