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Eintauchen ins Wasser – Tauffeste sind beliebt

Stephanie Kunert

Taufen draußen und nicht in einer Kirche? Das ist eine Möglichkeit, die Familien immer öfter wählen, wenn es darum geht ein Familienmitglied taufen zu lassen. Einige Kirchengemeinden in der EKHN bieten deshalb Tauffeste an einem Fluss oder See unter freiem Himmel an. Die meisten Täuflinge verzichten darauf, mit dem gesamten Körper ins Wasser einzutauchen, sie gehen mit den Füßen ins Wasser hinein. Für sie ist die Taufe eine sinnliche Erfahrung. Damit treten sie übrigens ins große Fußstapfen: Denn Johannes der Täufer hat Jesus eins im Fluss, dem Jordan, getauft.

Fröhliches Fest für Familien

Ein Tauffest eine besondere Form der Taufe, in der sich eine große Chancen verbirgt: Es können gleichzeitig viele Taufen stattfinden. Gerade kirchenfernen Gemeindemitgliedern kann eine Brücke gebaut werden, um neu an die Kirche „anzudocken“. Im Anschluss an den Gottesdienst sind die Tauffamilien oft zu einem Fest eingeladen, um sich miteinander auszutauschen und zu feiern. In manchen Orten beginnt nach der Taufhandlung ein Familienfest im kleinen Rahmen. In einigen Gemeinden können die Teilnehmenden, ähnlich wie bei Taufen in der Kirche, auch dazu beitragen, das Fest vorzubereiten. Sie können den Blumenschmuck mitgestalten, Fürbitten sprechen oder Lesungen übernehmen. Die Möglichkeiten sind groß.

Stephanie KunertLilly Thierolf wird von Steffen Held getauft. Ihr Bruder hilft dabei sie unterzutauchen.Lilly Thierolf wird von Steffen Held getauft.

Oft sind bei Tauf-Events Erwachsene unter den Täuflingen

An Tauffesten nehmen nicht nur Familien mit ihren kleinen Kindern teil. Die Chance sich in einem Gewässer taufen zu lassen, nutzen häufig Jugendliche und Erwachsene, die als Kleinkinder nicht getauft worden sind. Sie holen dann vor ihrer Konfirmation oder als Erwachsene die Taufe nach. In manchen Gemeinden haben Eltern und Paten die Möglichkeit, selbst das Wasser über ihre Täuflinge zu gießen.

Besondere Atmosphäre im Freien

Taufen im Freien haben eine andere Atmosphäre als Taufen in einer Kirche. Die Familien können Picknickdecken und Stühle mitbringen, um es sich auf der Wiese bequem zu machen. Besucher spazieren auf den Wegen und Wiesen vorbei und bleiben nicht selten neugierig stehen. Für viele Familien ist ein Tauffest ein Anlass, eine lange verschobene Taufe endlich anzugehen. „Viele Menschen warten heute mit der Taufe, bis ihr Kind älter ist“, sagt Pfarrer Reinhard Zincke, früher Dekan in Langen. Später brauche es dann häufig einen Anstoß, um sich mit dem Thema neu auseinander zu setzen und sich die Frage zu stellen: „Warum bin ich eigentlich nicht getauft?“ Es habe sich gezeigt, dass für Heranwachsende die Taufe unter freiem Himmel ein tiefgehendes und bleibendes Erlebnis ist.

Stephanie KunertNoemi Jolie Nielsson wird beim Langener Tauffest getauft. Pfarrer, Kind und Familie stehen im See.Noemi Jolie Nielsson wird beim Langener Tauffest getauft.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Open-Air-Taufen:

Die Taufe am See

Viele Kirchengemeinden oder Dekanate laden im Frühjahr oder Sommer zu Tauffesten an einen See ein. Manchmal findet ein Teil, vor allem der Predigtteil, in der Kirche statt. Manchmal findet das gesamte Fest an der freien Natur statt. So zum Beispiel am Langener Waldsee. Dort sind unter den Täuflingen auch Kinder, deren Familien nur wenig Kontakt zur Kirche haben. Dafür umso mehr zum Veranstaltungsort: „Als Langener haben wir einen direkten Bezug zum See und die Kinder freuen sich darauf, in der Natur getauft und im Waldsee untergetaucht zu werden“, sagt die Mutter eines Täuflings.

Bei den Tauffesten am Langener Waldsee werden schon mal rund 50 Kinder vom Baby bis zum Jugendlichen sowie zwei Erwachsene am und im See getauft. „Die Erfahrung von damals hat sich auch jetzt wieder bestätigt, dass sich insbesondere die Menschen angesprochen fühlen, die sich bislang nicht zu einer Taufe entschließen konnten“, erklärte Frauke Grundmann-Kleiner, die die bisherigen Tauffeste mitvorbereitet hat. „Es ist einfach eine ganz eigene Atmosphäre hier.“

Christian WeiseDie Täuflinge stehen im Wolfsbach: Florian, Moritz und Lara.

Bach- und Fluss-Taufen:

Im Main mitten in der Frankfurter Innenstadt, sich taufen lassen? Das geht. Die Frankfurter Dreikönigsgemeinde zum Beispiel hat schon mehrfach zu Tauf-Events an den Main geladen. Getauft wird aber auch in der Nidda oder im Wolfsbach bei Idstein. Dort haben sich im Sommer 16 Täuflinge ins frische Wasser gewagt. Auf der Wiese vor dem Wolfsbach leuchten die Ballons vor den Bierzeltbänken und zeigen den Familien wo sie sich hinsetzen können. Die Atmosphäre ist locker. Die Tauffamilien auf die Wiese. Mit Stühlen, Kissen aber auch Gitarren und Blumen. Pfarrerin Daniela Opel-Koch trägt dabei schon mal ihre pinken Gummistiefel, Pfarrer Tim Fink steigt mit Socken in den Bach Anstelle einer Predigt setzt sich Daniela Opel-Koch auf das Cajon und rappt.

Im Kirchgarten:

Im Unterschied zu den Tauffesten an See oder Fluss, finden Taufen in Garten einer Kirchengemeinde in einem kleineren Rahmen statt. Oft gibt es pro Taufe nur einen oder zwei Täuflinge. Die Feier hat einen familiären Charakter

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Der weite Raum ist auch ein Ort in der Seele.
Er entsteht, weil andere liebevoll,
kreativ und fürsorglich sind.

(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

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