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Europawahl 2014: Irland

Karsten Fink

Irland gehört seit 1973 zur Europäischen Union und verwendet als Währung. Es gehört aber nicht zum Schengen-Gebiet. Irland ist eine parlamentarische Demokratie, ungefähr ein Drittel der 4,5 Millionen Iren lebt in der Hauptstadt Dublin.

Die Atlantikinsel ist traditionell römisch-katholisch, bis in die Gegenwart (2006) gehören laut dem Auswärtigen Amt ca. 84 Prozent der Iren diesem Glauben an. Die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft bilden die Anglikaner mit ungefähr 3 Prozent: Lange Zeit gehörte Irland zu Großbritannien, das nicht nur seine Regierung, sondern auch seine Religion auf die Nachbarinsel ausweiten wollte. Nordirland ist bis heute protestantisch geprägt.

Während das heutige Irland 1922 seine Unabhängigkeit erklärte, blieb der anglikanische Norden bei Großbritannien. In den letzten fünfzig Jahren kam und kommt es zu gewalttätigen Konflikten zwischen extremistischen protestantischen und katholischen Gruppen mit Attentaten und Straßenkämpfen. Die katholischen Gruppen in Nordirland fordern eine Vereinigung des Nordteils mit der Republik Irland, die protestantischen Vereinigungen dagegen wollen weiterhin zu Großbritannien gehören. An Karfreitag im Jahr 1998 haben die Lager Frieden geschlossen, jedoch gibt es noch immer vereinzelt politisch-religiös motivierte Aktivitäten. So wurde an Karfreitag 2014 ein ehemaliger IRA-Führer erschossen.

In Dublin gibt es bereits seit 1690 eine evangelisch-lutherische Kirche, die auch zur Evangelischen Kirche Deutschlands gehört. Trotz des langjährigen Glaubensstreits im Norden der Insel bezeichnet die Kirche ihre ökumenischen Kontakte als „ungewöhnlich gut“. 

Gut:
Das heißt für mich -
frei und befreit von allem,
was ich aus Angst und Ärger tief
in mir vergraben habe.

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