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Zukunftsvision

Frieden zwischen Mensch und Tier

Von Paul Geiß

© GettyImages / Ploychan

Am großen Fenster flattert ein Schmetterling. Irgendwie ist er ins Zimmer hereingekommen. Ich glaube, es ist ein Admiral. Er ist schön gezeichnet, ich bewundere seine Flügel und will ihm den Weg ins Freie zeigen. Ich öffne das Fenster und versuche ihn hinauszutreiben. Ich darf die Flügel nicht berühren, er ist verletzlich. Immer wieder flattert er mir davon, immer in die falsche Richtung. Er ist ganz aufgeregt, wie mir scheint. Nach zähem Ringen, immer vorsichtig, gelangt er unversehrt ins Freie.

Vor dem Fenster sitzt im Strauch eine Kohlmeise und pickt an irgendetwas herum. Als ich den Schmetterling hinausbefördere, fliegt die Kohlmeise vor Angst davon. Ein Fluchtreflex.

Bei der Wanderung durch den Wald stoße ich auf eine Wildschweinrotte. Sie rennen erschreckt davon, nur ein Schwein, die Bache oder der Eber stellt sich mir entgegen, ich starre das Tier an und gehe darauf zu, dann rast es auch davon.

Angst vor Bedrohung und Zerstörung ihres Lebens

Ich sitze auf einem Hochsitz, um in der Dämmerung Tiere zu beobachten. Ein paar Rehe und ein Rehbock stehen am Waldrand und äsen. Ich mache eine unvorsichtige Bewegung, verrate mich und in Nullkommanichts sind die Tiere verschwunden. Angst und Flucht sind Kennzeichen für das Verhalten der Tiere in freier Wildbahn, immer wachsam, immer bereit, sich in Sicherheit zu bringen.

Warum ist das so? Die Wildtiere, die Vögel, Insekten, sie alle haben die Angst vor Bedrohung und Zerstörung ihres Lebens.

Warten auf die Erlösung am Ende von Zeit und Welt

Ein Spruch aus dem Römerbrief fällt mir ein (Römer 8,19 und folgende Verse). Er beschreibt diese Haltung von Furcht und Kampf um das tägliche Leben als das ängstliche Verharren der Kreatur. Paulus deutet sie als sehnsüchtiges Warten auf die Erlösung am Ende von Zeit und Welt. Denn alle Kreatur sehnt sich ebenso wie der Mensch nach Frieden und Ruhe jenseits des alltäglichen Ringens um Nahrung, Vermehrung und Sichern des eigenen Reviers.

Es gibt wunderbare Bilder in der Bibel, die den Frieden zwischen Mensch und Tier als Zukunftsvision beschreiben, zum Beispiel in Jesaja 11. Und es gibt wunderbare Gemälde vom Paradies, wo Mensch, Tier und Pflanzen friedlich miteinander zusammenleben.

Werden mit uns Menschen die Tiere und alle Kreatur am Ende am Erlösungswerk Gottes teilhaben können? Die Bibel wagt diese Vision und ich wünsche es mir.

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Was auch geschehen mag,
welcher Virus die Welt in Schrecken versetzt
oder welche selbstverschuldeten Emissionen unsere Schöpfung
und ihr Klima in die Knie zwingen,
welche Berge im übertragenen Sinne auch umfallen,
Gott hat versprochen „meine Gnade soll niemals von dir weichen
und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen.“

(Anke Leuthold zu Jesaja 54,10)

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