Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der EKHN zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular und auf facebook sind wir offen für Ihre Anregungen.

Menümobile menu

Film über Wohnungslosigkeit

31 Jahre ohne Adresse im Zelt gelebt – Hilfe im Diakoniezentrum

Bildquelle: epd / MDHS der EKHNJohn HallDer gebürtige Brite hat über viele Jahre ein Obdach in seinem Zelt gefunden, jetzt erhält er Hilfe im Diakoniezentrum

John Thomas Hall lebt seit über 30 Jahren auf der Straße und sagt: „Ich habe immer ein Zelt, also bin ich auch nie obdachlos.“ Dennoch nimmt er jetzt die Hilfe im Weser5-Diakoniezentrum an. Die Arbeit dort kann ehrenamtlich oder mit Spenden unterstützt werden.

Seit über zehn Jahren lebt der gebürtige Brite John Thomas Hall in Frankfurt am Main. In dem epd-Video „Ich bin nicht obdachlos, ich bin ein Reisender“ (siehe rechte Leiste) gibt er an, dass er sich mit 25 Jahren von allem Materiellem losgesagt habe. Dann sei er mit einem Zelt um die Welt gereist. Er besitzt keine Wohnung und damit auch keine Adresse, lebt auf der Straße. John Hall erklärt: „Ich habe immer ein Zelt, also bin ich auch nie obdachlos.“ 

Ursachen für Wohnungslosigkeit

Die meisten Menschen ohne Obdach wählen das Leben auf der Straße nicht bewusst. Laut Angaben der Europäischen Kommission zählen Arbeitslosigkeit und Armut, Migration, Alterung, Gesundheitsprobleme, Trennung oder Scheidung, aber auch der Mangel an bezahlbarem Wohnraum als Ursachen für Obdachlosigkeit. Jürgen Mühlfeld, Leiter des WESER5 Diakoniezentrums in Frankfurt am Main, erklärt: „Dass jemand diesen Lebensstil freiwillig wählt, ist außergewöhnlich.“ Er glaubt, dass Menschen nach einer langen Zeit auf der Straße eine Erklärung dafür brauchen. Jürgen Mühlfeld verdeutlicht: „Dann ist es eine Überlebensstrategie, sich selbst und anderen zu erzählen, dass man nichts andere haben möchte.“

Hilfe im Diakoniezentrum WESER4 – auch in Corona-Zeiten

Inzwischen hat John Thomas Hall sein Zelt gegen einen Schlafplatz im Diakoniezentrum WESER5 ausgetauscht. Für wohnungs- und obdachlose Menschen bietet das Diakoniezentrum im Frankfurter Bahnhofsviertel vielfältige Unterstützungsangebote: einen Tagestreff und Sozialberatung, ein Übergangswohnhaus und eine Notübernachtung, Straßensozialarbeit in der Stadt und am Flughafen. Im zweiten Corona-Winter steht die Einrichtung vor besonderen Herausforderungen. So sind die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werkes für Frankfurt und Offenbach mit Luftreinigern und CO2-Ampeln ausgestattet, Fiebermessen am Eingang, Hände desinfizieren und Maskenpflicht sind Standard. Zudem leisten Teams in den Einrichtungen Überzeugungsarbeit, damit sich die Wohnungslosen impfen lassen. Zudem wurden Impftermine angeboten. 

Mit Engagement, Sach- oder Geldspende unterstützen

Um die Arbeit des Diakoniezentrums zu unterstützen, können sich Interessierte ehrenamtlich engagieren. Aber auch Spenden sind willkommen – ob als Sachspende oder finanzieller Beitrag:

Empfänger:
Diakonisches Werk für Frankfurt und Offenbach
Evangelische Bank eG
Konto: 10 4000 200
BLZ: 520 604 10
IBAN: DE11520604100104000200
BIC: GENODEF1EK1
Verwendungszweck: „WESER5 Diakoniezentrum“
zur Online-Spende

mehr über das WESER5 Diakoniezentrum

Hilfe bei Obdachlosigkeit

Diese Seite:Download PDFDrucken

Religion ist das,
was uns unbedingt angeht.

(Paul Johannes Tillich)

to top