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Beratung

Diakonie in Offenbach hilft Menschen aus der Schuldenkrise

gettyimages/Ja'CrispyJemand zeigt einen geöffneten leeren Geldbeutel.

Die eigene Verschuldung ist oft ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Betroffene leiden sehr häufig unter den Folgen und ziehen sich zurück. Doch das ist ganz sicher der falsche Weg, führt er doch immer weiter in die persönliche Krise.

Von Christian F. Schmidt

Michael Franke ist Leiter des Evangelischen Zentrums für Beratung in Offenbach am Main. Er weiß ganz genau, wie schwer es für viele Menschen ist, sich mit der eigenen Situation auseinanderzusetzen: „In der Schuldnerberatung haben wir es häufig mit Leuten zu tun, die extrem belastet sind und die auch sehr starke Ängste entwickelt haben,“ erklärt der Sozialarbeiter und Schuldnerberater, „weil oftmals nicht klar ist: Was können Gläubiger tun? Was lösen die Schulden aus? Welche Möglichkeiten gibt es in strafrechtlicher Hinsicht?“. Auf dem Gelände der Schlosskirchengemeinde, im ehemaligen Pfarrheim bieten Franke und seine Kollegen deshalb eine kostenlose Schuldnerberatung an.

Schuldenberatung bedeutet auch Seelsorge

Die Beratung stehe allen Bürgerinnen und Bürgern offen und zwar unabhängig von Herkunft, Religion und Weltanschauung – und letztendlich auch vom Einkommen. Dabei gehen die Gespräche meist weit über eine einfache Beratung hinaus. Franke leistet Seelsorge, hört einfach erstmal zu. Das sei sehr wichtig, denn die meisten Menschen, die zur Beratung kämen, seien sehr belastet und müssten sich erstmal viel von der Seele reden. Im nächsten Schritt wird überprüft, welche Möglichkeiten der Entschuldung es gibt – oft wird eine Haushaltsüberprüfung vorangestellt.

Handeln statt Rückzug

„Sich mit der eigenen Situation auseinandersetzen und nicht den Kopf in den Sand stecken“, das sei der erste Schritt, den man gehen müsse. Oft habe man es in der Beratungsstelle mit Menschen zu tun, die einfach ihren Briefkasten nicht mehr öffnen oder Post ungeöffnet in den Mülleimer werfen – aus Angst vor der nächsten Mahnung. Das erkläre sich aus der Überforderung und Belastungssituation heraus und sei ein ganz normales, menschliches Verhalten, „dass Menschen, die nicht wissen, wie sie adäquat auf eine Situation reagieren können, ihre Dinge nicht mehr so in Angriff nehmen, wie es eigentlich notwendig wäre.“ Dann ziehe man sich oft auch aus sozialen Kontakten zurück, weil man für Freizeitaktivitäten nicht mehr die finanziellen Mittel hat und sich für die eigene Lage schämt. Wenn das der Fall sei und man keine Lösung sehe, rät Franke: „Da kann ich nur empfehlen, eine Beratungsstelle aufzusuchen. Möglichweise wird Ihnen da in einer Form geholfen, die Sie so gar nicht erwarten.“

Vorsicht vor unseriösen Angeboten

Doch Michael Franke mahnt auch zur Vorsicht. Im Bereich der Schuldnerberatung gebe es auch kostenpflichtige und leider immer häufiger unseriöse Angebote. Sein Rat an dieser Stelle: Sicherstellen, dass die Beratung von Seiten der Wohlfahrtsverbände, kommunal und kostenfrei angeboten wird.

Wer das Angebot der Schuldnerberatung des Evangelischen Zentrums für Beratung in Offenbach in Anspruch nehmen möchte, findet im Folgenden die Kontaktdaten:

Arthur-Zitscher-Straße 13
63065 Offenbach

Telefon: 069 829770-99
beratungszentrum@offenbach-evangelisch.de

diakonie-of.de/diakoniezentrum-offenbach/

 

 

 

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Beten mit Worten der Bibel:

Gott,
der du alle Dinge durch dein Wort geschaffen
und den Menschen durch deine Weisheit bereitet hast,
Gib mir die Weisheit, die bei dir auf deinem Thron sitzt.
Amen

(Weisheit 9,1 ff)

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