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Corona

Handlungsempfehlung: Für Beschäftigte in der EKHN zum Umgang mit der Corona-Infektion (online überarbeitet 23. März)

Stadtratte/gettyimagesCorona nähert sich

Angesichts der sich verschärfenden Gefährdungslage durch das Corona-Virus gibt der Krisenstab der EKHN Handlungsempfehlungen für die Beschäftigten in der EKHN. (Online aktualisiert am 23. März 2020. / siehe Beschäftige in Kindertagesstätten sowie in Diakonie und Sozialstationen)

Die aktuelle Gefährdungslage durch das Coronavirus verschärft sich weiterhin. Auch in Hessen und Rheinland-Pfalz haben sich Menschen mit dem Coronavirus infiziert oder wurden vorsorglich durch die Gesundheitsbehörden in eine häusliche Quarantäne geschickt.  Es ist mittlerweile auch sehr deutlich, dass es nicht nur darum geht, Einzelne zu schützen. Gemeinsam aber müssen wir alles tun, um eine Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Das ist nötig, um eine ausreichende Versorgung für alle Erkrankten zu gewährleisten. Deshalb muss alles getan werden, um Situationen zu vermeiden, die Infektionen begünstigen. Wir nehmen diese Verantwortung sehr ernst und haben daher einen Krisenstab für die EKHN eingerichtet, der die notwendigen Maßnahmen koordiniert sowie die zahlreichen Anfragen von Beschäftigten, aber auch von Kirchengemeinden, Dekanaten, Propsteien und weiteren Einrichtungen der EKHN transparent beantwortet. Für Ihre individuellen Fragen steht Ihnen der Krisenstab unter corona@ekhn.de zur Verfügung. Wir werden die aktuellen Entwicklung weiterhin genau beobachten und unsere Maßnahmen sowie Informationen an Sie kontinuierlich aktualisieren. Den jeweils aktuellen Stand finden Sie unter www.ekhn.de/corona.

Der Krisenstab informiert Sie hiermit über dringende Handlungsempfehlungen:

Informieren Sie sich und Ihre Kolleg*innen über die grundlegenden Hygienemaßnahmen zum Schutz vor Infektionen (siehe Informationsschreiben vom 27.02.2020 oder studieren Sie die Hinweise der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung www.bzga.de)!

Anweisungen und Empfehlungen der örtlichen Behörden sind zu beachten (bis hin zur Schließung von Einrichtungen)

• Der Krisenstab weist die Kirchengemeinden, Dekanate, Propsteien und andere Einrichtungen der EKHN ausdrücklich darauf hin, öffentliche Veranstaltungen abzusagen oder zu verschieben.

• Entstehen Kosten aufgrund der Absage von Freizeiten und Veranstaltungen, lesen Sie hierzu bitte die: Information des Stabsbereichs Recht der Kirchenverwaltung: Kosten bei der Absage von Freizeiten und Konzerten Stand: aktualisiert am 19. März 2020

Hinweis zu Konfirmationen (ergänzt 26. März): Die EKHN empfiehlt die Verschiebung der Konfirmationsgottesdienste bis nach den Sommerferien. Die Entscheidung liegt derzeit noch bei den Kirchenvorständen, da ein Versammlungsverbot nur bis nach den Osterferien besteht. Eine Rechtsgrundlage für Regressforderungen gegenüber den Kirchengemeinden ist nicht ersichtlich. 

Alle Veranstaltungen, zu denen Menschen auf engem Raum zusammenkommen, bergen das Risiko, dass Viren übertragen werden und anschließend in neue Kreise der Bevölkerung gelangen. Dies gilt umso mehr für Veranstaltungen, zu denen Menschen überregional anreisen. Unternehmen Sie daher keine Dienstreisen. Sitzungen und die Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen sollten Sie verschieben. Nutzen Sie verstärkt die Möglichkeiten zu Video- oder Telefonkonferenzen und stellen Sie geplante Dienstreisen zurück!

• Beschäftigte in Schulen und Kindertagesstätten
Update: 23.3.2020: Bitte beachten Sie die Hinweise des Fachbereichs Kindertagesstätten im Zentrum Bildung:
https://kita.zentrumbildung-ekhn.de/startseite/detailseite/news/aktuelles-fuer-kitas/
(Wird laufend aktualisiert)

• Beschäftigte in Diakonie- und Sozialstationen

Update: 23.3.2020: Für Kinder von Beschäftigten, die in pflegerischen Berufen arbeiten, ist eine Notfallbetreuung in den Kindertagesstätten und in den Schulen bis zur 6. Klasse vorgesehen.

Zur Erklärung: Es müssen nicht mehr beide Erziehungsberechtigte zu den sog. Funktionsträgern gehören.

• Beschäftigte als betroffene Eltern (außer Funktionsträger*innen s. o.)
Beschäftigte, die aufgrund der Schließung von Kindertagesstätten und Schulen sowie fehlenden alternativen Betreuungsmöglichkeiten nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können, informieren bitte ihre Vorgesetzten.

Falls die Betreuung nicht anderweitig geregelt werden kann, besteht die Möglichkeit, Arbeitsbefreiung mit Lohnfortzahlung über § 53 Abs.6 KDO hinausgehend für bis zu 10 Tage in Anspruch zu nehmen.

Beschäftigte können des weiteren Zeitausgleich (Überstundenabbau), Urlaub oder unbezahlten Sonderurlaub nehmen. Auch die Ansammlung von Unterstunden ist möglich. Eine Ausdehnung der Gleitzeitregelung kann mit den jeweiligen Vorgesetzten vereinbart werden, so dass die tägliche Arbeitszeit in Zeiträumen erbracht werden kann, in denen eine Kinderbetreuung gewährleistet ist.

Wo es möglich ist, kann auch im Home-Office oder mobil gearbeitet werden. Für Beschäftigte in der Kirchenverwaltung stehen in einem begrenzten Umfang zusätzliche mobile Endgeräte zur Verfügung.

• Besonders gefährdete Beschäftigte (Menschen mit Vorerkrankungen, wie z. B. Atemwegserkrankungen, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen) sowie entsprechend den Regelungen des Landes Hessen Beschäftigte im Alter von über 60 Jahren sollen in Absprache mit ihren Vorgesetzten im Home-Office arbeiten! Ist Home-Office nicht möglich, werden nach Abwägung persönlicher und dienstlicher Interessen Einzelfallregelungen getroffen. 

• Beschäftigte als Rückkehrer aus Krisengebieten oder nach Kontakt mit infizierten Personen Beschäftigte, die kürzlich oder künftig aus vom Robert-Koch-Institut festgelegten Risikogebieten zurückkehren, sollen 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben (wo möglich in Verbindung mit Home-Office). Dies gilt umso mehr, wenn ein Kontakt mit infizierten Personen bekannt geworden ist.

• Beschäftigte nach Kontakt mit potentiell infizierten Personen / Personen aus Risikogebieten
Sofern sowohl die/ der Beschäftigte als auch die Kontaktperson keine Symptome aufweisen, ist ein Fernbleiben vom Arbeitsplatz im Einzelfall abzuwägen. Jedoch wird auch in diesen Fällen nach Absprache mit den Vorgesetzten und soweit möglich 14 Tage freiwillige Quarantäne mit HomeOffice empfohlen.

• Stimmen Sie sich mit Ihren Vorgesetzten ab, ob und inwiefern eine Arbeit aus dem Home-Office heraus für Sie möglich ist, auch wenn Sie nicht zum Personenkreis der besonders gefährdeten Beschäftigten gehören. Die technischen Voraussetzungen hierfür (Notebook, VPN, Mobiltelefon) werden im Rahmen bestehender Möglichkeiten durch Ihre Dienststelle zur Verfügung gestellt. Für Beschäftigte, denen kein Home-Office zur Verfügung gestellt werden kann, sollte die Zeiterfassung ausgesetzt werden. Die Arbeitszeiten können in Absprache mit den Vorgesetzten flexibel wahrgenommen werden. Durch hohe Flexibilität zwischen Home-Office, mobilem Arbeiten und Anwesenheit am Arbeitsplatz soll soweit möglich ein Notfallbetrieb in den kommenden Wochen sichergestellt werden.

•  Die Gehälter werden im Home-Office, bei einer Schließung der Dienststelle oder falls Sie in Absprache mit ihren Vorgesetzten aus vorsorglichen Maßnahmen zu Hause bleiben selbstverständlich weiter gezahlt.

• Verhängt die zuständige Gesundheitsbehörde eine Quarantäne, ist dem Arbeitgeber die Quarantänebescheinigung einzureichen, die dieser zu den Personalakten nimmt. Nach deutschem Recht gilt:
Es folgt Lohnfortzahlung wie im Krankheitsfall (= Auszahlung der Entschädigung gem. § 56 Abs. 5 Infektionsschutzgesetz für einen Zeitraum bis zu 6 Wochen). Auf Antrag erstattet die zuständige Gesundheitsbehörde dem Arbeitgeber diese Beträge (§ 56 Abs. 5 Satz 2 Infektionsschutzgesetz). Hierbei sind Fristen zu beachten (§ 56 Abs. 11 Infektionsschutzgesetz). Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber auf Antrag einen Vorschuss in der voraussichtlichen Höhe des Erstattungsbetrages erhält (§ 56 Abs. 12 Infektionsschutzgesetz). Ist der oder die unter Quarantäne stehende Beschäftigte weder krank noch krankgeschrieben, kann/soll er oder sie – soweit möglich – zu Hause arbeiten.

• Seien Sie sensibel mit Ihrem persönlichen Gesundheitszustand: Nehmen Sie ein Unwohlsein und typische Erkältungssymptome ernst, benennen Sie diese und melden Sie sich krank!

• Alle sind in der Verantwortung.
Ehrenamtlich wie beruflich Beschäftigte
sind in der Pflicht, das Coronavirus nicht weiterzutragen. Wer sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder mit Infizierten oder mit Personen aus einem Risikogebiet in Kontakt war, sollte Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen für zwei Wochen nicht besuchen.

• Sollten Sie befürchten sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben: Nehmen Sie telefonischen Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf oder wenden Sie sich an Ihr zuständiges Gesundheitsamt und informieren Sie Ihre Vorgesetzten (https://tools.rki.de/plztool/)!

 

Die Corona-Pandemie ist eine große Belastung für viele Menschen, für die Wirtschaft und unsere Gesellschaft insgesamt. Die derzeit entscheidende Maßnahme gegen eine Infektion mit dem Coronavirus ist die Verlangsamung seiner Ausbreitung. Die große Infektionsgefahr zwingt uns als Kirche vorübergehend zu einschneidenden Maßnahmen. Wir werden Sie über die weitere Entwicklung und eventuell erforderliche weitere Maßnahmen auf dem Laufenden halten.

 

 

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Wer Halt gewährt,
verstärkt in sich den Halt.

(Martin Buber)

Martin Buber

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages_rusm

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