Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der EKHN zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular und auf facebook sind wir offen für Ihre Anregungen.

Menümobile menu

Synode des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim beschließt GüT

„Starkes Zeichen für Kitas in kirchlicher Trägerschaft“

H.WiegersDer Konferenzsaal in der Nieder-Olmer Dekanatsverwaltung fungierte als Studio: Die Synode des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim wurde zum zweiten Mal als Online-Konferenz übertragen. (V.l.) Präses Helmar Richter, Dekan Olliver Zobel und als Referent, Flüchtlingspfarrer Uwe Rau

Mit überwältigender Mehrheit stimmt die 1. Synode des Dekanats Ingelheim-Oppenheim auf ihrer 6. Tagung für die Gründung einer Gemeindeübergreifenden Trägerschaft (kurz: GüT).

„Mit der Gründung der Gemeindeübergreifenden Trägerschaft für die Kindertagesstätten in unserem Dekanat haben wir als evangelische Kirche ein starkes Zeichen dafür gesetzt, dass wir unsere Kitas erhalten wollen und diese Verantwortung auch in dieser Breite weiterhin in unserer Gesellschaft übernehmen.“ Mit diesen Worten fasste der Dekan des Evangelischen Dekanats Ingelheim-Oppenheim, Pfarrer Olliver Zobel, die zukunftsweisende Bedeutung der von einer überwältigenden Mehrheit getragenen Zustimmung der Frühjahrssynode des Dekanats für die Gründung einer Gemeindeübergreifenden Trägerschaft (kurz: GüT) zusammen.

Zum zweiten Mal als Online-Synode getagt

Sowohl der Dekan als auch der Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstandes, Präses Helmar Richter, der souverän die zum zweiten Mal als Zoom-Konferenz übertragene Synode leitete, zeigten sich sichtlich über den Synodenbeschluss erfreut. Denn mit dieser Übertragung der Kita-Trägerschaft auf das Evangelische Dekanat sollen die Gemeinden des Dekanats, die noch bis zum 1. April 2021 dieser GüT beitreten können, ab dem 1. Januar 2022 von einem Großteil der Verwaltungsarbeit für die Kitas, die in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat, entlastet werden und sich mehr inhaltlichen Fragen widmen können.
Neben diesem wichtigen Tagesordnungspunkt standen bei dieser von 100 Synodalen und Gästen besuchten Online-Synode außerdem die Themen Flüchtlingsarbeit, Gedenken an die Opfer von Hanau, die Ökumene, ein Rückblick auf das vergangene von Corona geprägte Jahr und ein Ausblick in die Zukunft des Dekanats im Mittelpunkt des Abends.

Gedenken an den furchtbaren Anschlag in Hanau

Pfarrer Hartmut Lotz, Inhaber der Profilstelle Mission und Ökumene im Dekanat, erinnerte zu Beginn der Synode mit den Worten: „Wir trauern mit den Angehörigen und Freunden. Keiner ist vergessen, das bitten wir durch Christus unseren Herrn“ an den furchtbaren Anschlag in Hanau vor einem Jahr. Außerdem wies er darauf hin, dass 2022 die 1. Vollversammlung des Ökumenischen Rates zum ersten Mal in Deutschland unter dem Motto „Liebe“ tagen werde und knüpfte mit einem Zitat des Schriftstellers Hanns Dieter Hüsch an diesen hoffnungsvollen Leitgedanken an: „Wen der Himmel retten will, den schenkt der Gott die Liebe.“

Flüchtlingspfarrer berichtet aus seinem Alltag

Im Anschluss gab der Pfarrer für Flüchtlingsarbeit im südlichen Rheinland-Pfalz, Uwe Rau, den Teilnehmenden der Synode einen Einblick in seinen herausfordernden Arbeitsalltag, zu dem u. a. die Seelsorge in der Ingelheimer Gewahrsamsanstalt für Ausreisepflichtige (GfA) gehört. Einerseits versuche er mit den inhaftierten Menschen die Kraft zu finden, die ihnen hilft, diese schwierige Zeit zu überstehen, andererseits verleihe er diesen auch in Kooperation mit seiner katholischen Kollegin, der Pastoralreferentin Evi Lotz-Thielen, eine Stimme über die Mauern der GfA hinweg. So plane man z. B. im Sommer eine Aktion in Form eines Mauerbaus aus Kartons in Ingelheim und eine Podiumsdiskussion in Mainz. Schließlich informierte der Flüchtlingspfarrer die Synodalen auch über sein Angebot, mit den Gemeinden Informationsabende zu organisieren, Konfirmandennachmittage zu gestalten und natürlich auch Kirchenasyle zu begleiten.

„Kirche hat Gottes Botschaft auf viele Arten verkündet“

An den Vortrag Pfarrer Raus schloss sich ein Rück- und Ausblick des Dekans auf das vergangene, von Corona geprägte Jahr an: „Ereignisreiche, spannende, aber auch an vielen Punkten belastende Monate liegen hinter uns. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass wir im letzten Jahr weder Ostern noch Weihnachten in gewohnter Form gemeinsam feiern konnten. Wer hätte aber auch gedacht, welches Potential in unseren Kirchengemeinden steckt – wie viel in unseren ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden.“ Zobel räumte ein, dass man sich manchmal hätte fragen können, warum man dieses oder jenes nicht gemacht habe, aber es sei dennoch viel getan worden. „Kirche war für mich“, so schloss er den Rückblick, „im letzten Jahr für die Menschen da und hat Gottes Botschaft in unseren Dörfern und Städten auf viele Arten verkündet!“ Die Personalsituation im Dekanat jedenfalls, gebe zu Hoffnung Anlass. Für viele der im Moment noch vakanten Pfarrstellen sei eine konkrete Besetzung in Aussicht und so hoffe er, dass mit der am 13. Juni 2021 stattfindenden Kirchenvorstandswahl und mit dem anstehenden Regionalisierungsprozess eine gute Basis für die kommenden Jahre geschaffen werde, damit sich weiterhin Pfarrerinnen und Pfarrer entscheiden, nach Rheinhessen zu kommen.

„Es ist und bleibt eine spannende Zeit“

„Es ist und bleibt eine spannende Zeit, bei der wir immer noch an vielen Punkten wie z. B. beim Umgang mit dem Corona-Virus nur auf Sicht unterwegs sind. Da tut es gut, dass wir nicht allein unterwegs sind. Es tut gut, dass Gott mit uns ist, der zu uns steht und uns ermutigt, uns immer wieder den Herausforderungen zu stellen.“ Zum Abschluss der Synode bedankte sich Präses Richter insbesondere beim Technik- und Organisationsteam des Dekanats für den reibungslosen Ablauf der Online-Synode und wünschte den SynodenteilnehmerInnen noch einen schönen Abend – der Heimweg wäre ja doch für viele recht überschaubar.

Diese Seite:Download PDFDrucken

Jetzt in diesen Zeiten.
Wo Ungewissheit uns umtreibt.
Vor dem Virus, das sich ausbreitet.
Oh Gott,
wir wollen daran denken,
dass du von Urzeiten her –
deine Hand über uns hältst.

(nach Doris Joachim)

to top