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Prävention bei Kindern und Jugendlichen

istockphoto / peopleImagesMutter und TochterWichtig ist, dass ein Kind eine Bezugsperson hat, der es sich anvertrauen kann

Allein in Hessen haben sich im Jahr 2014 elf Minderjährige das Leben genommen. Bei jungen Menschen im Altern von 15 bis 35 Jahren ist der Suizid in Deutschland die zweithäufigste Todesursache. Wie kann es so weit kommen? Die Ursachen sind meist komplex, oft bleibt der Grund für einen Suizid auch unbekannt. Aber auch bei Kindern und Jugendlichen gehören Symptome von psychischen Krankheiten zum Gefährdungspotential. Neuere Studien legen nahe, dass rund 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen Symptome haben, die auf eine psychische Krankheit hinweisen können. Dazu kommen akute Auslöser wie ein traumatisches Erlebnis, das ein Kind oder einen Jugendlichen stark belastet.

Liebevolles und stabiles Umfeld

Dr. Thomas Götz betont: „Gerade Mobbing in der Schule und  großer Leistungsdruck machen manchen Jüngeren zu schaffen.“ Oft wandere der Leistungsdruck in die Familien. So kann es dazu kommen, dass manche Eltern von ihren Kindern fordern, in mehreren Bereichen besser als andere zu sein. So entstehen kaum noch Freiräume, in denen sich Kinder entspannt entwickeln können. Auch belastende familiäre Situationen machen Kindern und Jugendlichen zu schaffen wie: häufige und aggressiv ausgelebte Konflikte in der Familie, körperliche und psychische Gewalt gegen das Kind (z.B. bestrafen durch Liebesentzug), kein vertrauenswürdiger Ansprechpartner für das Kind. Fehlendes Einfühlungsvermögen und die fehlende Anerkennung durch die Mutter kann sich ungünstig auswirken, das bemerkt Thomas Bronisch in seinem Buch „Der Suizid“ in Zusammenhang mit Narzissmustheorien aus dem psychoanalytischen Bereich. Auch Liebeskummer bei Jugendlichen kann ein Anlass sein, an den eigenen Tod zu denken. Wenn sich ein Minderjähriger einen Suizidversuch begeht, versteckt sich dahinter meist ein Hilferuf.  

Vorbeugend wirken:

  • Die beste Prävention ist eine stabile, tragfähige Beziehung. Kinder und Jugendliche brauchen zumindest eine zuverlässige Bezugsperson, der sie vertrauen und sich öffnen können und die für sie da ist. Wichtig ist, das Kind in dem was es ist, ernst zu nehmen.
    In den ersten Lebensmonaten eines Kindes werden wichtige Weichen für sein ganzes, zukünftiges Leben gestellt. Dabei ist es wichtig, dass es Urvertrauen entwickeln kann. Dabei sollten seine Bedürfnisse nach Nahrung, Sicherheit, Liebe und liebevollen Körperkontakt befriedigt werden.  
  • Sollte das Kind oder der Jugendliche sehr bedrückt wirken und sich von seiner Familien, von Freunden und Schulkameraden zurückziehen, kann dies das Signal sein, das Gespräch mit der Schule zu suchen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
  • Professionelle Stellen sind: Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienste bzw. Kinder- und Jugendmedizinische Dienste des städtischen oder kommunalen Gesundheitsamtes, Lebens- und Erziehungsberatungsstellen der Diakonie, Erziehungsberatungsstellen, Kinder- und Jugend-Psychotherapeuten, etc.
  • Eltern sollten darauf achten, dass Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu Suizidmitteln haben, z.B. Tabletten entsprechend sicher aufbewahren.

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Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19, 10

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Indars Grasbergs

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