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Die Risikofaktoren

istockphoto, BartekSzewczykArbeitslosigkeitArbeitslosigkeit macht den Betroffenen auch seelisch zu schaffen - doch es gibt Möglichkeiten, sich helfen zu lassen

Was führt dazu, dass Menschen in so große seelische Nöte geraten, dass sie keinen Ausweg mehr sehen? Thomas Götz, der hauptamtlich die Abteilung Psychiatrie des Gesundheitsamtes Frankfurt leitet, erklärt, dass meist mehrere Ursachen und Auslöser zusammen kommen, bis ein Mensch an Selbsttötung denkt:

  • seelische Erkrankungen: 90 Prozent der Menschen, die einen Suizid begangen haben, waren von einer oder mehreren psychischen Krankheiten betroffen wie beispielsweise Depressionen, manisch-depressive Störung, Persönlichkeitsstörungen oder Schizophrenie, Abhängigkeitserkrankungen wie Alkohol- und Drogensucht,
  • wirtschaftliche Probleme wie Arbeitslosigkeit,
  • problematische oder fehlende tragfähige Beziehungen, beispielsweise nachdem wichtige Freundschaften oder die Ehe zerbrochen sind. Ein hoher Anteil von Menschen, die einen Suizid begangen haben, ist von einer Trennung bedroht oder erlebt sie. In seinem Buch „Der Suizid“ betont Thomas Bronisch: Trennungsschmerz beim Kind wie beim Erwachsenen stellt einen der intensivsten seelischen Schmerzen dar und soziale Isolation wird als eine der größten Bedrohungen menschlichen Seins erlebt. Der Trennungsschmerz kann so groß sein, dass sich der Überlebenswillen nicht mehr durchsetzen kann.
  • erlebte Traumata, z.B. nach einem schweren Autounfall,
  • persönliche Krisen wie beispielsweise der Tod eines Angehörigen,
  • die eigene Persönlichkeitsstruktur wie eine ungünstige Stressverarbeitung, Introversion, häufige Flucht in Phantasiewelten, ein sich Hineinsteigern in Emotionen sowie ein hohes Aggressionspotential, hohe Kränkbarkeit und ein geringes Selbstwertgefühl, was möglicherweise durch überzogene Selbstüberschätzung verschleiert wird. 
  • fehlende oder unbekannte Hilfsangebote,
  • chronische, unheilbare Krankheit,
  • Flüchtlinge, Verfolgte 
  • biologische Faktoren

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Wir berichten nur über Selbsttötungen, um mit den entsprechenden Informationen vorbeugend wirken zu können. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beraterinnen und Beratern rund um die Uhr, an jedem Tag im Jahr. Die Beratenden konnten schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen. Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist kostenfrei. Zusätzlich bietet die Telefonseelsorge eine E-Mail- sowie eine Chat-Beratung an. 

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Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Lukas 21, 28

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von david-hertle / unsplash

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