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Zum Tod von Gabriele Wohmann

„Sterben ist Mist, der Tod aber schön“

bbiewGabriele Wohmann am 25. Januar 2012 bei ihrer Lesung im Heppenheimer Haus der Kirche

Die Schriftstellerin Gabriele Wohmann ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Zu Heppenheim hatte sie eine besondere Beziehung. Vor drei Jahren beteiligte sie sich mit einer Lesung im Heppenheimer Haus der Kirche an dem Ausstellungsprojekt „Was heißt es für mich, evangelisch zu sein?“

bbiewGabriele Wohmann (1932-2015)

Gabriele Wohmann stammt aus einer Pfarrersfamilie. Ihr Vater, Pfarrer Paul Daniel Guyot, stand über 40 Jahre an der Spitze des Hessischen Diakonievereins. Ihr Großvater Johannes Guyot war der erste Pfarrer der Heppenheimer Heilig-Geist-Gemeinde und Gründer des Hessischen Diakonievereins. Über diese beiden Männer schrieb sie in ihrem Buch „Eine gewisse Zuversicht“: „Sie waren Pioniere, mein Großvater und mein Vater, erste Feministen!“

Über ihren Großvater heißt es in dem Buch: „Seine Schwestern tragen nicht wie die Diakonissen knöchellange Röcke und beinahe nonnenähnliche Hauben, ihre Schwesterntracht ist viel moderner, ihre Röcke sind kürzer, und sie dürfen heiraten, Familie haben,“ Der 2012 im Kreuz-Verlag erschiene Band, das zum Spätwerk der Schriftstellerin gehört, besteht aus religiösen und sehr persönlichen Essays mit familiengeschichtlichen Bezügen genauso wie ihr ein Jahr zuvor gemeinsam mit dem Autor und Journalisten Georg Magirius herausgegebenes Buch „Sterben ist Mist, der Tod aber schön“. Darin berichtete Wohmann von ihren Erwartungen, wenn das irdische Leben zu Ende ist.

Bei ihrer Lesung im Heppenheimer Haus der Kirche im Januar 2012 plädierte sie für eine „trendresistente“ Kirche und machte damit deutlich, was es für sie persönlich heißt, evangelisch zu sein: „Mein Wunschpfarrer lässt sich vom Massenandrang bei Kirchentagen nicht täuschen, überfüllte Kirchen bei Motorrad-, Rave- und Techno-Gottesdiensten reizen ihn nicht zur Nachahmung, er gründet keine Deeskalationswiderstandsgruppe – er gibt die frohe Botschaft weiter“.

Gabriele Wohmann sagte von sich, sie habe eine kindliche, irdische Vorstellung vom Himmelreich mit ganz alltäglichen und konkreten Genüssen. Dazu gehöre unter anderem der Geschmack von Vanille-Eis. Keine Frage, dass nach der Lesung im Haus der Kirche Vanille-Eis mit selbst gemachter Himbeersauce serviert wurde.

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Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19, 10

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / hudiemm

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