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In der Advents- und Weihnachtszeit sich dem Wirken Gottes öffnen

Bildquelle: Gettyimages, D-KeineLebkuchenmann mit MaskeSich im Advent bewusst machen, was Freude und Energie schenkt

 „Kerzenlicht und Zimtgeruch laden in der Advents- und Weihnachtszeit ein, es sich zu Hause richtig gemütlich zu machen. Denn was uns äußerlich wärmt, kann uns auch innerlich wärmen“, sagt Pfarrerin Dr. Ruth Sauerwein von der Evangelischen Kirchengemeinde Pfungstadt.

Fokus auf positive Aspekte des Lebens legen

Gerade während der angespannten Corona-Zeit sei es wichtig, sich immer wieder auch auf das zu konzentrieren, was erfreut, was entspannt, was Kraft schenkt. Dabei erzählt die Pfarrerin, was ihr in der Vorweihnachtszeit besonderes Glück beschert: „Wenn ich sehe, wie meine Kinder den Heiligen Abend herbeisehnen, ist das wunderschön. Dadurch lerne ich wieder, die eigene Vorfreude auszuleben und zu genießen.“ Deshalb empfiehlt sie im Advent, die täglichen Segnungen des Lebens zu zählen. Der Adventskalender der EKHN wird ebenfalls dazu anregen, sich die positiven Aspekte bewusst zu machen.

„Fürchtet euch nicht“ – Gottvertrauen, aber kein Leichtsinn

Für die Weihnachtszeit haben die evangelische und katholische Kirche auch eine zuversichtliche Botschaft: „Fürchtet euch nicht. Gott bei euch!“ Pfarrerin Sauerwein unterstützt die kirchliche Kampagne. Sie erklärt, was diese Worte für sie bedeuten: „Mit diesem Motto vertrauen wir darauf, dass Gott bei uns ist und wir keine Angst haben brauchen.“ Allerdings sei das nicht als Aufruf zum Leichtsinn zu verstehen, denn: „Aus dem Trost können wir erkennen, was unsere Verantwortung füreinander ist“, so die Pfarrerin.

„Gott begibt sich zu uns auf Augenhöhe“

Wie sehr Gott bei uns sei, zeige die Geschichte von der Geburt Jesu. Pfarrerin Sauerwein erklärt die Bedeutung: „Die Weihnachtsgeschichte zeigt: Gott zeigt sich uns als Mensch im kleinen Jesus.“ Gott bleibe nicht im Himmel, sondern komme wie jeder Mensch bei einer Geburt in diese Welt. Diese Botschaft beeindruckt sie tief: „Das ist eine starke Sache im Christentum: Gott begibt sich zu uns auf Augenhöhe.“ Und das, obwohl er göttlich und jenseits von unserer Augenhöhe existiere. Gott sei als ungewöhnliches Kind eines gewöhnlichen Paares im Römischen Reich auf die Welt gekommen. „Ganz normale Menschen, die weder besonders reich noch schön waren, erfahren: Gott wirkt durch uns. Ich lade dazu ein, diesen wunderschönen Aspekt im Advent für sich selbst zu bedenken“, empfiehlt Ruth Sauerwein.

Ermutigung zu gegenseitigem, sicheren Kontakt

Dennoch weiß die Pfarrerin, dass sich in der Adventszeit 2020 viele Menschen auch Sorgen machen. „Die Menschen, die sich vor einer Ansteckung mit Corona fürchten, die unter Existenznöten oder Einsamkeit leiden, ermutige ich: Nehmen Sie Kontakt zu anderen Menschen auf – ob per Telefon oder auf digitalem Wege.“ Wenn kein vertrauensvoller Ansprechpartner mehr im Umfeld ist, könne auf die Seelsorge-Angebote und Kontakte der Kirche zurückgegriffen werden. Alle anderen Menschen bittet die Pfarrerin, einfach mal den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und Personen zu kontaktieren, die sich allein fühlen könnten – ob das eine Nachbarin sei, ein ehemaliger Kollege oder eine entfernte Großtante. Dafür stärke auch die Weihnachtsbotschaft den Rücken: „Das Kind in einer ärmlichen Krippe zeigt uns eine Seite Gottes, mit der er auch während unserer Nöte bei uns ist. Gott will alles miterleben, was auch wir erleben. Auch wenn wir uns zutiefst verlassen fühlen – Gott ist auch in den einsamsten Momenten bei uns“, bekräftigt Pfarrerin Sauerwein. Der tiefe Glaube daran, dass Gott bei uns ist, dass er nicht will, dass Menschen einsam sind, könne Christinnen und Christen vorbildhaft ermutigen, einfach mal über den Gartenzaun zu fragen, ob man helfen oder mal telefonieren könne. Einfach, um ein bisschen zu reden, um beieinander zu sein.

Hilfe, Seelsorge und Beratung

Gottesdienste als Gemeinschaftserfahrung

Während der Advents- und Weihnachtszeit sind Gottesdienste eine Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben. „Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die Kirchenvorstände engagieren sich sehr dafür, dass Gottesdienste unter Berücksichtigung der Corona-Schutzmaßnahmen angeboten werden“, so Pfarrerin Sauerwein. Einige ihrer Kolleginnen und Kollegen planten mehrere Gottesdienste für kleine Gruppen, andere konzentrierten sich auf Online-Gottesdienste. Pfarrerin Sauerwein erklärt: „Als Pfarrerinnen und Pfarrer fassen wir mehrere Möglichkeiten ins Auge, denn die Schutzbedingungen können sich jederzeit ändern.“ Während des Lockdowns im Frühjahr habe sie positive Erfahrungen mit der Online-„Sofa-Kirche“ in ihrer Vertretungs-Pfarrstelle in Traisa gemacht: „Wir haben Leute erreicht, die sonst eher selten in die Kirche kommen.“ Bei Online-Gottesdiensten bestehe die Möglichkeit, dass sie als familiäre Gemeinschaftserfahrung im heimischen Wohnzimmer erlebt werden können. Allerdings schätzt die Pfarrerin auch den klassischen Präsenzgottesdienst. „Die Atmosphäre, das interaktive Geschehen lässt sich nur schwer im Online-Gottesdienst erreichen“, so die Erfahrung von Ruth Sauerwein. Insgesamt sei ein Online-Gottesdienst aufwändiger vorzubereiten, „aber auch nach Corona lässt er sich impulsweise einsetzen, wenn die Gemeinde dafür ein technisches Händchen hat.“

zu den Online-Gottesdiensten

Auch bei schwerer Erkrankung an Gottes Hand

Den Advent erleben auch Menschen, die schwer erkrankt sind. „Gott ist bei allen Erkrankten - auch wenn es ihnen sehr schlecht geht und sie sich einsam mit ihrer Krankheit fühlen“, tröstet die Pfungstädter Pfarrerin. Die Seelsorgerin hat miterlebt, dass Krankheiten – wie etwa ein schwerer Verlauf einer Corona-Infektion – das Gefühl der Einsamkeit auslösen können. Denn selbst nahestehende Menschen könnten die Situation eines Erkrankten oft schwer nachempfinden. Gefühlte Einsamkeit könne sie leider nicht jedem Menschen nehmen. Aber „ich ermutige dazu, das Gespräch mit Gott im Gebet zu suchen. Ich bin fest davon überzeugt, auch wenn wir äußerlich völlig allein sind, sind wir immer an der Hand Gottes.“

Hilfe, Seelsorge und Beratung

Die Heilungsgeschichten Jesu

Advent und Weihnachten in Corona-Zeiten

 

 

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Weihnachtsaktion der evangelischen und katholischen Kirche

Bild: EKD, kath. Bischofskonf.Weihnachts-Kampagne

Durch Corona hat sich das Leben stark verändert. Deshalb werden viele Menschen die Advents- und Weihnachtszeit ganz anders erleben. Mit ihrer Weihnachts-Aktion "Fürchtet euch nicht - Gott bei euch!" wollen die katholische und evangelische Kirche ermutigen: "Gott hat mit der Geburt seines Sohnes ein Hoffnungszeichen in die Welt gesendet. Diese Hoffnung wollen wir auch in diesem Jahr feiern!"
mehr dazu auf gottbeieuch.de

In der Konzentration auf das, was ist,
kann sich so etwas wie ein Raum öffnen,
ein Gewahrsam schärfen für die Gegenwart Gottes.

(Carsten Tag)

Carsten Tag

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / rusm

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