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Wozu beten? Ein meditatives Gebet

Quelle: Fundus, Rolf OeserKerze anzündenBeim Beten die Verbindung zu Gott spüren: wie feine Fäden zwischen ihm und mir

Ergibt es einen Sinn, in Zeiten von Corona zu Gott zu beten? Er soll doch ohnehin schon alles wissen?! Pfarrerin Doris Joachim antwortet auf Zweifel wie diese mit einem meditativen Gebet. Darin beschreibt sie was sie spürt, wenn ihrer Wahrnehmung nach eine Verbindung zu Gott entsteht:

Meditatives Gebet zum Vaterunser nach Matthäus 6,5-15

Es heißt, mein Gott,
du wüsstest es:
Was wir brauchen.
Was uns gut tut.
Noch bevor wir drum bitten.
Da müssten wir gar nicht so viele Worte machen.
Ist das so?
Bist du sicher?
Wozu dann beten?

Ich frag dich das.
Denn ich bete viel.
Und viele andere auch.
Grad jetzt, wo Angst umhergeht.
Auf der ganzen Welt.
Nicht nur wegen des  Virus‘.
Auch weil viele nicht wissen,
wo sie ihr tägliches Brot herkriegen sollen.
Oder ein Dach über dem Kopf.
Oder einen sicheren Ort
ohne Gewalt und Hetze, ohne Schießereien und Terror.
Das, mein Gott, braucht doch kein Mensch.

Der Zweifel nagt.
Und doch keimt anderes auf.
Ich merke, wie es mich verändert –
das Reden mit dir, das Bitten und Drängen,
das Zweifeln und Klagen.
Ich fühle, dass du es hörst.
Geduldig, voller Liebe.
Zart und zerbrechlich.
So wie Jesus war.
So willst du sein, für deine Menschen.

Kaum zu erklären – und doch ist es da:
Ich spüre die Verbindung.
Wie feine Fäden zwischen dir und mir
und allen Menschen, die dich suchen.
Wie ein Netz aus Goldfäden.
Hell und glänzend.
Sie bergen mich.
Sie halten mich.
Eine Kraft geht von dir aus, mein Gott.
Die stärkste Macht, die es gibt.

Liebe. 

Zart und zerbrechlich.
Und doch beständig.
Das brauchen wir.
Das gibst du uns.
Und wir geben es weiter.
So gut wir können.
Mit deiner Hilfe.
Wie im Himmel – so auf Erden.

Amen.

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© Zentrum Verkündigung der EKHN, Doris Joachim
15.05.2020

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Epheser 2,19

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages /nottomanv1

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