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Weltgebetstag

Aufstehen für die Frauen in Simbabwe

Quelle: World Day of Prayer International ComiteFrauen aus SimbabweDen Weltgebetstag 2020 haben Frauen aus Simbabwe vorbereitet

Nahrungsmittelengpässe durch Dürre und soziale Spannungen lassen das Leben für viele Frauen in Simbabwe zum Überlebenskampf werden. In Texten und Liedern zum „Weltgebetstag der Frauen“ ermutigt eine Gruppe Simbabwerinnen zu Tatkraft und Zuversicht.

Für Simbabwe keimte vor zwei Jahren Zuversicht auf, als der Diktator Robert Mugabe durch das Militär abgesetzt wurde. Doch die Hoffnungen haben sich bis heute nicht erfüllt. Das Auswärtige Amt schätzt die Lage ein: Unter dem gegenwärtigen Präsidenten Mnangagwa würden politische und wirtschaftliche Reformen nur zögerlich angegangen, das Land sei von einer Wirtschaftskrise und humanitärer Not geprägt.

Dürre und soziale Spannungen

Die Spiegel-Autorin Anne Backhaus beschreibt, was das bedeutet: Über WhatsApp-Gruppen informieren sich die Menschen, an welchen öffentlichen Hähnen es noch Wasser gibt. Selbst die Viktoriafälle, der breiteste Wasserfall der Welt, sei ausgetrocknet. Die Menschen in der ehemaligen Kornkammer Afrikas leiden auch unter der Dürre – aber auch die Tiere. Laut Weltgebetstag sind bereits mehr als 200 Elefanten gestorben. Der Weltgebetstag informiert: „Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge haben bereits jetzt 3,5 Millionen Menschen nicht genügend Zugang zu Nahrungsmitteln.“ Zudem sei die medizinische Versorgung nahezu zusammengebrochen.

Frauen aus Simbabwe ermutigen dazu, wieder aufzustehen

Die Not, aber auch die Tatkraft der Frauen in diesem Land, stellt nun der Weltgebetstag am Freitag, 6. März 2020, in den Mittelpunkt. In diesem Jahr hat ein Komitee die Liturgie „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“ entwickelt. Dazu haben  Frauen in 170 Ländern  für Freitag, 6. März, Gottesdienste vorbereitet – auch in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Die Gottesdiensttermine lassen sich auf den Internetseiten der Gemeinden und Dekanate sowie auf der Weltgebetstags-Seite erfahren.

Viele der Frauen in Simbabwe sind tief in ihren Glauben verwurzelt. Über 90 Prozent der Bevölkerung sind Christinnen und Christen, dabei besuchen 62 Prozent regelmäßig einen Gottesdienst. Sie gehören vor allem der anglikanischen, katholischen und methodistischen Kirche an.

Bis heute sind Frauen in dem afrikanischen Land benachteiligt. Oft werden sie nach dem Tod ihres Mannes von dessen Familie vertrieben, weil sie nach traditionellem Recht keinen Anspruch auf das Erbe haben, auch wenn die staatlichen Gesetze das mittlerweile vorsehen.

Schulden-Nachlass für bessere Gesundheitsversorgung gefordert

Auch die gesundheitliche Versorgung ist desaströs. Da infolge eines Streiks 250 Ärzte entlassen wurden, erbringen die öffentlichen Krankenhäuser keine Dienste mehr für die Öffentlichkeit. Nur private Krankenhäuser seien noch in Betrieb, so ein Mitarbeiter einer simbabwischen Partnerorganisation des Weltgebetstages. Um das Gesundheitssystem vor Ort finanziell zu stärken, hat der Weltgebetstag eine Unterschriftenaktion initiiert. Darin wird die Bundesregierung gebeten, teilweise auf die Schuldenrückzahlungen aus Simbabwe zu verzichten, damit diese Mittel stattdessen in Gesundheitsprogramme investiert werden können.

Unterschriften-Aktion "Gesundheit statt Schulden"

Aber auch in anderen Ländern der Erde unterstützt der Weltgebetstag die Menschen. Mit der deutschen Kollekte werden 86 Partnerorganisationen in 29 Ländern bei der Stärkung von Frauen und Mädchen unterstützt.

Projekte des Weltgebetstages

Glaubensimpuls für Veränderung

Christinnen aus Simbabwe haben für den diesjährigen Weltgebetstag den Bibeltext aus dem fünften Kapitel des Johannes-Evangeliums zur Heilung eines Kranken ausgelegt: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“ heißt die Liturgie. Mit ihrem Gottesdienst wollen die Autorinnen verdeutlichen, dass Jesu Aufforderung allen gilt: Gott öffnet damit Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung. Sie selbst nehmen jeden Tag ihre Matte und gehen, obwohl ihre Situation alles andere als einfach ist.

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Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig.

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