Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Frau hält sich ihre Hände vor das Gesicht

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Digitale Reihe „Die (neue) Gewalt gegen Frauen“

veröffentlicht 19.02.2024

von Peter Bernecker

Impulse in der Debatte zu geschlechtsspezifischer Gewalt. Eine dreiteilige Online-Reihe ab 22. Februar 2024.

Eine paradoxe Situation: Einerseits sind Frauen zunehmend erfolgreich und sichtbar in der Öffentlichkeit. Gleichzeitig wachsen Hass und Gewalt gegen Frauen. Was passiert da gerade? Und was muss passieren, damit das aufhört? Eine dreiteilige Online-Reihe geht diesen Fragen auf den Grund.

Was passiert da gerade? Warum passiert es? Und was muss geschehen, damit sich dies ändert?

Auf der einen Seite gibt es Erfolge von Frauen in Beruf und Politik und mehr Präsenz von Frauen in der Öffentlichkeit. Mehr Männer sind bei feministischen Projekten beteiligt und unterstützen Frauen, z.B. im Iran. Aber gleichzeitig gibt es wachsenden Hass und Gewalt gegen Frauen, selbst in Ländern, die in puncto Gleichberechtigung als fortschrittlich gelten. Was passiert da gerade? Warum passiert es? Und was muss geschehen, damit sich dies ändert? Diesen Fragen wollen wir aus unterschiedlichen Perspektiven nachgehen.

Der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen-Nassau e.V., der Fachbereich Erwachsenenbildung und Familienbildung im Zentrum Bildung der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau, die evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie und das Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt laden ein zu der dreiteiligen Online-Reihe „Die (neue) Gewalt gegen Frauen“ zu Ursachen und Auswegen. Die renommierten Publizistinnen und Aktivistinnen Dr. Susanne Kaiser, Professorin Dr. Nivedita Prasad und Asha Hedayati beleuchten an drei Abenden Strukturen und Hintergründe von Gewalt gegen Frauen – in der Gesellschaft, im Netz und in Familien:

•    22. Februar 2024, 18:00 - 19:30 Uhr: Dr. Susanne Kaiser (Journalistin, Publizistin)
Backlash. Die neue Gewalt gegen Frauen.
Susanne Kaiser, Journalistin und Autorin des Buches „Backlash“, gibt Einblick in die gesellschaftlichen Strukturen hinter der Gewalt und das Paradox von zunehmender Gleichberechtigung und gleichzeitig wachsender Gewalt. Wie lassen sich männliche und weibliche Rollenklischees und ihre toxische Dynamik überwinden?

•    21. März 2024, 18:00 – 19:30 Uhr: Professorin Dr. Nivedita Prasad
Die Digitalisierung geschlechtsspezifischer Gewalt
Nivedita Prasad ist Professorin für genderspezifische soziale Arbeit. Sie beschäftigt sich intensiv mit digitaler Gewalt im sozialen Nahraum. Was genau ist darunter zu verstehen? Wer ist betroffen und welche Auswirkungen hat digitale geschlechtsspezifische Gewalt? Wie könnten sinnvolle Maßnahmen der Prävention und Intervention aussehen?

•    16. April 2024, 18:00 – 19:30 Uhr: Rechtsanwältin Asha Hedayati
Die stille Gewalt an Frauen
Asha Hedayati vertritt als Rechtsanwältin von Gewalt betroffene Frauen vor Gericht. Außerdem bildet sie Sozialarbeiter*innen von Frauenhäusern und Beratungsstellen aus. Hedayati kritisiert, dass Frauen alleingelassen werden auf dem Weg raus aus der Gewalt. Sie nimmt vor allem die gesellschaftliche Dimension und die Mitverantwortung der staatlichen Institutionen in den Blick. Was muss sich unbedingt ändern, damit Frauen Schutz geboten werden kann?

Alle Veranstaltungen finden online (per Zoom) statt; die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldung: www.erwachsenenbildung-ekhn.de (Menüpunkt „Veranstaltungen“), Module sind einzeln buchbar / Anmeldung je Modul einzeln erforderlich.


 

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