Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der EKHN zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular und auf facebook sind wir offen für Ihre Anregungen.

Menümobile menu

Sozialforscher Grubauer verabschiedet

Der Netzwerker vor dem Herrn geht in den Unruhestand

EKHN/RahnFranz Grubauer erhält die Ruhestands-Urkunde von EKHN-Verwaltungschef Heinz Thomas StrieglerFranz Grubauer (l.) erhält die Ruhestands-Urkunde von EKHN-Verwaltungschef Heinz Thomas Striegler

Er ist der "Mister Statisik" der hessen-nassauischen Kirche: Franz Grubauer. Doch nun wird der Soziologe mit Doktortitel in den Ruhestand verabschiedet. Der evangelischen Kirchenverwaltung kehrt er dann zwar den Rücken, nicht aber der Kirche. In ihr hat der protestantische Netzwerker vor dem Herrn noch so einiges vor.

Der langjährige Leiter der Sozialforschungs- und Statistikabteilung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Franz Grubauer, ist am Freitag (26. Oktober) in den Ruhestand verabschiedet worden. Der promovierte Soziologe stand seit 2008 an der Spitze des Referates. Zuvor war er für über ein Jahrzehnt Generalsekretär des Dachverbandes der Evangelischen Akademien in Deutschland.

Viele Projekte begleitet

Einen Namen hat sich Franz Grubauer unter anderem damit gemacht, umfangreiche wissenschaftliche Forschungsprojekte und Umfragen zu begleiten, darunter die zurückliegenden großen Kirchenmitgliedschaftsuntersuchungen der Evangelischen Kirche in Deutschland. In der hessen-nassauischen Kirche baute Grubauer eine sozialwissenschaftliche und statistische Infrastruktur auf. Sie ermöglicht es, soziologische Daten und raumbezogene Bilder bis auf die Gemeindeebene für alle Interessierten der EKHN per Internet abzurufen. Zudem war er unter anderem für eine Studie zur interkulturellen Öffnung des Diakonischen Werkes, für die Auswertung von Kommunikationskonzepten und bei Digitalisierungsprojekten mitverantwortlich. An Reformprojekten wie der Pfarrstellenbemessung arbeitete er intensiv mit.

Ehrenamtlich in der Akademie

In Darmstadt ist Grubauer vielen auch als Leiter der Evangelischen Stadtakademie bekannt, die er ehrenamtlich führt. Dieser Aufgabe will er sich auch im Ruhestand weiter widmen. Immer wieder gelang es Grubauer dabei, unterschiedlichste Fachleute zusammenzubringen. Der Soziologe bezeichnet sich selbst als „Netzwerker“. Es sei wichtig, verschiedenste Gruppen und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Mit Blick auf die Kirche sagt er: „Wir müssen uns noch mehr in andere Menschen hineinfinden und unsere eigene Identität öffnen, ohne uns zu verlieren.“ Auch wenn er der hessen-nassauischen Kirchenverwaltung am Paulusplatz nun fehlt, geht er den Darmstädter Bürgerinnen und Bürgern nicht verloren. Sie können ihn weiter regelmäßig in der Evangelischen Stadtakademie im Offenen Haus des Dekanats in der Rheinstraße treffen.

Zur Person

Franz Grubauer wurde 1953 in Frankfurt am Main geboren. Der diplomierte Soziologe und Pädagoge arbeitete zunächst ab 1979 als Jugendbildungsreferent im früheren Amt für Industrie- und Sozialarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. 1986 wechselte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Leiterkreis der Evangelischen Akademien in Deutschland. 1992 promovierte er dann im Fach  Soziologie und wurde ein Jahr später Bundestutor der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung. Von 1999 bis 2008 war er dann Generalsekretär des Dachverbandes der Evangelischen Akademien in Deutschland, bevor er in der EKHN-Kirchenverwaltung wechselte. 

Der Menschensohn muss erhöht werden,
damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.

to top