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Ökologie

Ballersbach hat den "Grünen Hahn"

Umweltschutz kann so einfach sein: Das Regenwasser vom Kirchendach wird im Regenfaß gesammelt und zur Bewässerung der Blumen im Kirchhof verwendet. Für dieses Engagement und weitere Schritte hat Ballersbach den "Grünen Hahn" erhalten.

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Deutschlandweit gibt es schon über 700 Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen, die mit dem kirchlichen Umweltmanagement „Grüner Hahn“ ihr Gemeindeleben umweltfreundlicher und nachhaltiger gestalten. Sie engagieren sich damit aktiv für die Bewahrung der Schöpfung. Auch Ballersbach ist jetzt als erste Kirchengemeinde im Dekanat an der Dill eine „Grüner Hahn“-Gemeinde.

Nach einer ersten Information durch das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN über das kirchliche Umweltmanagement „Grüner Hahn“ im Februar 2018 folgte in der Kirchengemeinde Ballersbach sehr bald die Entscheidung, in diesem Bereich aktiv zu werden.

Der entsprechende Beschluss des Kirchenvorstandes wurde Ende März 2018 gefasst und am 14. April 2018 konstituierte sich ein „Umweltteam“, bestehend aus:

  • Udo Hecker, Elektromeister (Umweltbeauftragter)
  • Gunter Peter, Dipl.-Ing. Energie- u. Wärmetechnik
  • Jörg Keller, Dipl.-Ing FH Fachkraft für Arbeitssicherheit
  • Carsten Schwahn, Maschinenführer (ab 2019)
  • Julia Hecker, Fachinformatikerin (ab 2019)

Als ehrenamtlicher Umweltauditor begleitet Burkhard Schmidt seither die Kirchengemeinde bei der Einführung des Umweltmanagements, bei dem es unter anderem darum geht, wie der Verbrauch von Energie und Wasser reduziert werden kann. Dazu kommen weitere Aspekte des Umweltschutzes, z.B. welche Reinigungsmittel verwendet werden, wie die Außenanlagen der Kirchengemeinde gestaltet werden und anderes mehr.

Im November 2018 wurden Umweltleitlinien verfasst und auf der Website der Kirchengemeinde veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem: „Wir wollen im Hinblick auf zukünftige Generationen stets verantwortungsvoll handeln, damit auch für sie Gottes Geschenk der natürlichen Lebensgrundlagen und Ressourcen erhalten bleibt.“

Um als Gemeinde für den „Grünen Hahn“ zertifiziert zu werden, musste ein Umweltbericht vorgelegt werden. Dies ist vor kurzem geschehen und so wurde als Anerkennung für die erfolgte Zertifizierung im Gottesdienst am Sonntag, (25. Juli 2021) von der Klimaschutzmanagerin Kathrin Saudhof vom Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN eine Urkunde überreicht, die Udo Hecker mit sichtlichem Stolz entgegen nahm, sowie eine Plakette mit dem Grünen Hahn, die demnächst das Gemeindehaus ziert.

 

Doch der eigentliche Gewinn sind eine saubere und schöne Umwelt, Einsparungen bei Wasser-, Strom- und Heizkosten sowie der gemeinsam durchlaufene Lernprozess und die Beteiligung von Menschen mit ihren Talenten.

Wie schön, dass die Kirchengemeinde Ballersbach sich auf diesen Prozess eingelassen hat. Sie ist damit ein Vorbild für andere Gemeinden in unserem Dekanat und sie zeigt: Christen reden nicht nur über Klima- und Umweltschutz, sondern sind auch bereit, konkrete und messbare Schritte zu tun. Es bleibt zu hoffen, dass weitere Kirchengemeinden im Dekanat an der Dill und in der EKHN sich dadurch motivieren lassen, auch eine „Grüner Hahn“-Gemeinde zu werden.

 

Uwe Seibert

 

 

 

Was auch geschehen mag,
welcher Virus die Welt in Schrecken versetzt
oder welche selbstverschuldeten Emissionen unsere Schöpfung
und ihr Klima in die Knie zwingen,
welche Berge im übertragenen Sinne auch umfallen,
Gott hat versprochen „meine Gnade soll niemals von dir weichen
und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen.“

(Anke Leuthold zu Jesaja 54,10)

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