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9. November Online

Virtuelles Gedenken an die Pogromnacht

Esther StoschWeiße Rosen in Trauer um die ermordeten JudenMauer des Jüdischen Friedhofs am Börneplatz in Frankfurt am Main. Mit eingelassenen Gedenkplaketten an die ermordeten jüdischen Frankfurter Bürgerinnen und Bürger.

Der „Tag des Gedenkens an die Novemberpogrome” am 9. November gehört zu den offiziellen Gedenktagen der evangelischen Kirchen. An diesem Tag wird an die Opfer der Novemberpogrome der Nationalsozialisten in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gedacht. Durch die Coronakrise sind Veranstaltungen derzeit unmöglich. Die Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Frankfurt lädt deshalb zum virtuellen Rundgang an Gedenkstätten unter dem Titel „Im Gehen erinnern” ein.

Einen Gedenkgang vom Börneplatz zur Paulskirche in Frankfurt am Main zur Erinnerung an die Pogromnacht im November 1938 hatten das Evangelische Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach, die Katholische Stadtkirche Frankfurt, die Jüdische Gemeinde Frankfurt zusammen mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Frankfurt, der Jüdischen Volkshochschule Frankfurt und dem Fritz-Bauer-Institut für Sonntag, 8. November 2020, geplant.

Video statt Gedenkgang

Zu denen, die ihre Teilnahme zugesagt hatten, zählen der Rabbiner Julian-Chaim Soussan, der evangelische Stadtdekan für Frankfurt und Offenbach Achim Knecht sowie Pfarrer Rolf Glaser, Stellvertreter des katholischen Stadtdekans, Bürgermeister Uwe Becker wollte sich mit einem Grußwort beteiligen. Enden sollte der Gang mit der Vorführung eines Films, der besondere Gedenkorte in der Stadt vorstellt. Angesichts der Schutzmaßnahmen, die die weitere Verbreitung der Corona-Pandemie eindämmen sollen, wird auf den gemeinsam Gang durch die Frankfurter Innenstadt verzichtet.

Nun wurde kurz nach der geplanten Startzeit, um 15:15 Uhr stattdessen ein rund 20 Minuten dauernder Film auf dem YouTube-Kanal der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Frankfurt e.V. (GCJZ) hochgeladen. Auf diese Weise schließen sich alle Kooperationspartner der jüdischen Gemeinde an, die sich entschlossen hat, in diesem Jahr keinerlei analoge Veranstaltungen zum Gedenken durchzuführen.

Vorgestellt werden in dem von Leon Spanier gedrehten Film: die Henry und Emma Budge-Stiftung, die von Weinberg-Fenster in der Alten Nikolaikirche auf dem Römerberg, Gräber jüdischer Menschen, die den Freitod der Deportation vorzogen (auf dem neuen jüdischen Friedhof), das Fritz-Bauer Denkmal vor dem Oberlandesgericht sowie die Synagoge am Hochbunker an der Friedberger Anlage. Dabei werden Gedenkstätten gezeigt und erklärt, die außerhalb der Reichweite des normalen Radius liegen und Erinnerungsorte, die nicht gleich ins Auge fallen. So sehr die Organisatoren auch bedauern, dass die gegenwärtige Gesundheitsfürsorge die Absage nach sich zieht, sehen sie in der Präsentation des Films auch eine Chance, diese Orte in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken. Deshalb laden sie alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich diesen Film direkt am 8. November um 15:15 Uhr oder auch später auf YouTube unter folgendem Link anzusehen
www.youtube.com/watch?v=MJdmwN0fY_4&feature=youtu.be

Der „Tag des Gedenkens an die Novemberpogrome” am 9. November gehört seit 2018 zu den offiziellen Gedenktagen der Evangelischen Kirchen in Deutschland. An diesem Tag wird an die Opfer der Novemberpogrome der Nationalsozialisten in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gedacht. Die Kirche gedenkt auch ihre Mitschuld an den damaligen Verbrechen.

 

 

 

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Du stellst meine Füße auf weiten Raum.

(Psalm 31,9)

Psalm 31,9

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/tolga tezcan

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