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Politik - Geschichte

Neuerscheinung zur Geschichte der EKHN

EKHN/Norbert NeetzKirchenverwaltung in Darmstadt aus der Luft.Kirchenverwaltung in Darmstadt aus der Luft.

Anhand prägnanter Positionen kirchenleitender Persönlichkeiten zeigt der von Dr. habil. Gisa Bauer herausgegebene Band "Politik - Kirche - politische Kirche (1919-2019) in sechs Beiträgen, wie die „Politisierung“ der EKHN erfolgte und wie sie auf das Selbstverständnis innerhalb der EKHN zurückwirkte, eine der „politischen Landeskirchen“ in Deutschland zu sein.

Narr Francke Attempto VerlagBuchcover

„Es besteht keine Staatskirche. Jede Religionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes. Sie verleiht ihre Ämter ohne Mitwirkung des Staates oder der bürgerlichen Gemeinde.“
 Weimarer Reichsverfassung 1919, Art. 137 (1) und (3)

Die Trennung von Staat und Kirche in der Weimarer Reichsverfassung 1919 eröffnete den deutschen evangelischen Landeskirchen erstmalig die Möglichkeit, sich eigenverantwortlich in der Gesellschaft und gegenüber der staatlichen Politik zu positionieren. Erste Umgestaltungen der Kirchen in Hessen und Nassau nach demokratischen Prinzipien kamen im Nationalsozialismus vorerst wieder zum Abbruch. Seit 1947 spielten viele der politischen und gesellschaftlichen Debatten in der EKHN eine große Rolle, z. B. die Diskussionen um die Wieder- und Atombewaffnung unter Kirchenpräsident Martin Niemöller, der Protest gegen den Bau der Startbahn West, der sowohl Helmut Hild als auch Helmut Spengler beschäftigte, oder die Frage nach dem Umgang mit dem Islam, der sich Peter Steinacker intensiv widmete. Anhand prägnanter Positionen kirchenleitender Persönlichkeiten zeigt der von Dr. habil. Gisa Bauer herausgegebene Band "Politik - Kirche - politische Kirche (1919-2019) in sechs Beiträgen, wie die „Politisierung“ der EKHN erfolgte und wie sie auf das Selbstverständnis innerhalb der EKHN zurückwirkte, eine der „politischen Landeskirchen“ in Deutschland zu sein.

„Wenn Kirche in politischen Fragen das Wort ergreift, darf sie allerdings nicht parteipolitisch agieren oder sich parteipolitisch vereinnahmen lassen. Es geht darum, eine christliche Perspektive in die Meinungsbildung einer pluralen Gesellschaft einzubringen. Deshalb muss erkennbar sein, wie das im Evangelium begründete Verständnis des Menschen und der Welt die Argumentation trägt.“
 Grußwort von Kirchenpräsident Dr. Dr. h. c. Volker Jung

Dr. habil. Gisa Bauer ist Theologin und Kirchenhistorikerin, Privatdozentin an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig und als Dozentin an verschiedenen Universitäten und kirchlichen Einrichtungen tätig.

Gisa Bauer (Hrsg.) Politik – Kirche – politische Kirche (1919–2019). Die evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau im Spiegel ihrer kirchenleitenden Persönlichkeiten. 2019, 301 Seiten €[D] 29,90 ISBN 978-3-7720-8696-0 eISBN 978-3-7720-5696-3

Der Band ist sowohl im Buchhandel als auch im Helmut-Hild-Haus erhältlich.

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Beten mit Worten der Bibel:

Gott,
wir erfassen kaum, was auf Erden ist,
und begreifen nur schwer,
was wir in Händen haben.
Was aber im Himmel ist, wer hat es erforscht?
Und wer hat deinen Ratschluss erkannt?
Es sei denn, du hast Weisheit gegeben und
deinen heiligen Geist aus der Höhe gesandt.
Amen

(Weisheit 9,16 ff)

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