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Offene Pfarrstellen

EKHN-Personaldezernent: Pensionierungswelle produziert Vakanzen

© Rudolf Uhrig / fundus-medien.dePfarrerinJunge Pfarrinnen und Pfarrer sind in vielen Regionen Hessen-Nassaus gefragt - viele Stellen sind noch unbesetzt

Insgesamt sind in der EKHN durchschnittlich 16,5 Prozent der Gemeindepfarrstellen unbesetzt. Das liegt daran, dass jetzt die sogenannten «Babyboomer» in Ruhestand gehen. Vor allem in der Region verwurzelte junge Menschen sind eingeladen, Theologie zu studieren. Über die aktuelle Situation hat EKHN-Personaldezernent Jens Böhm mit dem epd gesprochen.

(epd). Die seit Jahren prognostizierte Pensionierungswelle im Pfarrdienst schlägt jetzt voll durch. In diesem Jahr stünden 94 Ruhestandseintritten genau 34 Neueinstellungen gegenüber, sagte der Personaldezernent der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Jens Böhm, in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Insgesamt blieben derzeit durchschnittlich 16,5 Prozent der Gemeindepfarrstellen unbesetzt.

Regionen mit Spitzenwerten

Nach Böhms Angaben sind normalerweise sechs bis sieben Prozent der Stellen in der hessen-nassauischen Kirche nicht besetzt, bei einer Quote von über zehn Prozent sei von einer Vakanz die Rede. Die Spitzenwerte würden aktuell im Dekanat Kronberg und im Dekanat Westerwald mit jeweils 25 Prozent erreicht, die geringsten Werte in den Dekanaten Rheingau-Taunus und Ingelheim-Oppenheim mit unter zehn Prozent.

«Babyboomer» gehen in Ruhestand

Die hohen Quoten in Kronberg und im Westerwald seien auf die Ruhestandseintritte der sogenannten «Babyboomer» zurückzuführen, erklärte Böhm. Während die Stellen in Kronberg in der Regel nach einem Jahr wiederbesetzt seien, sei dies im Westerwald wahrscheinlich nicht der Fall. Dort bestehe eine sogenannte strukturelle Vakanz. Jüngere Pfarrpersonen seien aufgrund ihrer Familiensituation nicht so leicht zu halten, oft pendelten ihre Partnerinnen und Partner in die städtischen Regionen aus.

Regional verwurzelte junge Menschen für Theologiestudium motivieren

Gegen diese strukturellen Vakanzen gebe es nur zwei Rezepte, betonte Böhm: Die Dekanate müssten junge Pfarrinnen und Pfarrer davon überzeugen, dass die Stelle gut ist für ihren Berufseinstieg. Oder sie müssten in der Region verwurzelte junge Menschen gezielt für ein Theologiestudium ansprechen, «die dann in der Regel danach wieder in die Region zurückkehren». Einigen Dekanaten gelinge das gut.

Verkündigungsgesetz soll für Entlastung sorgen

Nicht ausreichend sei ein bei der Gesamtkirche angesiedelter Pool von 30 Pfarrstellen, die sogenannten «Beigaben», schränkte Böhm ein. «Bei 25 Dekanaten ist das keine große Ressource.» Für Entlastung werde jedoch das auf der Herbstsynode im November verabschiedete Verkündigungsgesetz sorgen. Danach sollen spätestens ab 2025 Teams aus Pfarrdienst, kirchenmusikalischem sowie gemeindepädagogischem Dienst in sogenannten Nachbarschaftsräumen zusammenarbeiten.

Die 227 Stellen im gemeindepädagogischen und die 110 Stellen im kirchenmusikalischen Dienst könnten zwar erhalten bleiben, aber bis zum Jahr 2030 werde vor allem aufgrund der Pensionierungswelle die Zahl der Pfarrstellen von zurzeit rund 1.400 auf 950 im Jahr 2030 zurückgehen, sagte Böhm.

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Der Gott der Hoffnung
aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben,
dass ihr immer reicher werdet
an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.

(Röm 15,13)

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