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Tipps für eine gute Eltern-Kind-Beziehung

Heidi van der Westhuizen/istockphoto.comEine gute Beziehung braucht Pflege und Respekt

Kostenlose Erziehungsberatung für beanspruchte Eltern

Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern kann zu einem echten Test für die Nerven werden, nicht nur für die Eltern. Aber auch Kinder fühlen sich oft überfordert, etwa wenn ihre Eltern zu ehrgeizig sind.

Von Erziehung überfordert?

Wer Elternkurse besucht, wird häufig schief angeschaut, weil Kindererziehung immer noch als etwas gilt, was man einfach so von Natur aus beherrscht.

Tipps für eine friedliche Eltern-Kind-Beziehung

Judith Rosner, Fachleiterin der Familien, Erziehungs- und Jugendberatung im Evangelischen Zentrum für Beratung in Höchst, weiß aus Erfahrung, welche inneren Einstellungen und welche Art des Umgangs für eine gute Beziehungs-Basis sorgt.

Ihre Experten-Tipps für Eltern:

  • Kinder entwickeln sich in Beziehungen: Positive Beziehungserfahrungen bilden sich innerpsychisch ab und stärken die psychische Widerstandskraft bei Kindern wie bei Eltern.

  • Verlässlich und feinfühlig sein: Wer sich in sein Kind einfühlt und auf seine Besonderheiten eingeht, bietet ihm einen sicheren Hafen. Kinder zeigen einem sehr genau, was wann an der Reihe ist, wenn man sich auf sie einstimmt und ihre Bedürfnisse lesen lernt. Ratgeber können in manchen Situationen hilfreich sein, ersetzen aber nicht den Austausch mit der Familie, anderen Eltern und Freunden.
  • Gefühle der Kinder spiegeln: Zur emotionalen und sozialen Kompetenz gehört, dass wir unsere Emotionen und Affekte zu regulieren lernen. Dabei sind Eltern oder andere Bindungspersonen von zentraler Bedeutung. Erwachsene spiegeln Kindern ihre Gefühle und zeigen ihnen dadurch, wie es in ihnen aussieht und wie man das nennt. Dies hilft den Kindern zu lernen, wie sie selbst und auch wie andere sich fühlen, und in welchem inneren Zustand sie sind. Die Fähigkeit zur Empathie sind zentrale Kompetenzen, die sichere Bindung bildet die Basis für Erziehung und Bildung. Und natürlich heißt das auch: Selbst ein gutes Vorbild sein.
  • Wer ausgehalten wird, lernt sich selbst auszuhalten: Konflikte gehören dazu. Schwierige Gefühle wie Wut, Ärger oder Eifersucht muss man aushalten und dem Kind vermitteln, dass diese genauso einen Platz im Leben haben. Jedes Kind hat ein Recht auf Wutanfälle. Kein Kind kann immer lieb und brav sein. Im Gegenteil: Sollte dies der Fall sein, müsste man sich eigentlich Sorgen machen.
  • Achten Sie außerdem darauf, die Lern-Entwicklung des Kindes seinem Alter und seiner Entwicklung entsprechend zu fördern und ermöglichen Sie als Eltern den Kindern Erfahrungen, in denen Kinder sich und ihre Beziehungen entwickeln können. Dazu braucht es Bindungsbeziehungen, angemessene Reize, Bewegung und auch Inseln der Ruhe ohne mediale Dauerbeschallung. Stellen Sie keine überzogenen Leistungsansprüche wie die so genannte „Tigermama“. Leistungen durch radikale Methoden wie dem Verbrennen von Stofftieren zu erzwingen, erinnert eher an schlechte Dressur.

Diese Anregungen können eine persönliche Auseinandersetzung, eine Beratung oder Therapie aber nicht ersetzen.

  • Neben den evangelischen Beratungsangeboten vor Ort können Eltern auch im Internet Hilfe finden. Bei der virtuellen Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung können Jugendliche und Eltern Fragen stellen, Probleme schildern und Hilfe erhalten. Der Service ist kostenlos und anonym:
    Zur Online-Beratung für Eltern
  • Wollen Sie lieber persönlich beraten werden? Wenden Sie sich an die Beratungsstellen von Kirche und Diakonie vor Ort:
    Evangelische Beratungsstellen in meiner Nähe finden
  • Sollten Sie sofort einen Gesprächspartner benötigen, können Sie sich rund um die Uhr, kostenfrei und anonym an die Telefonseelsorge wenden. Sie erreichen die Berater unter diesen beiden Telefonnummern:
    0800-111 01 11
    0800-111 02 22

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Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Lukas 21, 28

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von david-hertle / unsplash

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