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Muttertag und die Wünsche der Mütter

Bildquelle: gettyimages, vesnaandjicMütter zum MuttertagMütter, Großmütter und Urgroßmütter haben ihre ganz eigenen Wünsche zum Muttertag

Muttertag – eine gute Gelegenheit, um Danke zu sagen. Oft sind sie die ersten Ansprechpartnerinnen, wenn es um Bedürfnisse, kleine Erfolge, Entdeckungen und Sorgen geht. Dazu kommt die Organisation rund um Haushalt und Familie - wobei die Väter zunehmend Mitverantwortung tragen. Zum Dank erhalten Mütter am Muttertag oft Selbstgebasteltes, Blumen, Pralinen oder ein selbst gezaubertes Frühstück.

Das wünschen sich Mütter wirklich zum Muttertag

Aber was wünschen sich die Mütter für diesen Tag wirklich? In den Social-Media-Kanälen der EKHN wurden die Mütter selbst nach ihren Wünschen für diesen Tag 2022 gefragt. Die Wünsche motivieren, mit Kreativität und liebevollen Gesten auch Taten folgen zu lassen. Das sind die Antworten der Mütter:

"Ich würde sehr gerne mal nichts 'müssen'!"

"Männer, die sich selbstverständlich  für den Haushalt verantwortlich fühlen."

"Ich wünsche mir tatsächlich mal echte Freunde."

"Zeit mit meiner Familie zu verbringen ist das schönste Geschenk!"

"Gesundheit und weniger Ängste"

"Zum Abschluss des Muttertages ein schönes Konzert."

"Frieden, Liebe, Zeit und die Kraft, mich dafür stark  zu machen."

Gerne können Sie uns Ihren Wunsch als Mutter zum Muttertag auch per E-Mail mitteilen.

Geschichte des Muttertages

Wurzeln im Mittelalter

Doch wer kam auf die Idee, die Wertschätzung für Mütter am Muttertag in den Mittelpunkt zu stellen?Bereits im 13. Jahrhundert soll der englische König Heinrich III den sogenannten Mothering Sunday eingeführt haben, um Mutter Kirche zu ehren. Kinder und Erwachsene sollten an diesem Tag ihre Mutter besuchen, um sich bei ihr zu bedanken.
Frauen aus Friedensgruppen in den USA versuchten Ende des 19. Jahrhunderts, einen Muttertag zu etablieren. Sie dachten an die Mütter von Soldaten, die im amerikanischen Bürgerkrieg gefallen waren.

Beziehung zur Mutter lebendig halten 

Als Mutter des Muttertags gilt die methodistische Christin Anna Marie Jarvis. Zum Gedenken an ihre verstorbene Mutter gestaltete sie am 12. Mai 1907 in Grafton (USA) ein Memorial Mothers Day Meeting. Sie drängte erst ihre methodistische Kirche, jedes Jahr den zweiten Sonntag im Mai als Muttertag zu feiern. Dann bewegte sie Politiker – mit Erfolg. 1914 wurde der Muttertag erstmals als offizieller Feiertag in den USA begangen. 

Aus der Frauen-Friedens-Bewegung entstanden, wurde der Muttertag zum Objekt der Begierde, um ihn zu vermarkten. Seine Kommerzialisierung wurde Anna Marie Jarvis schnell zu viel. Sie bereute, ihn begründet zu haben.

Der Ehrentag wurde missbraucht

Zu spät. Der Muttertag war längst ein Exportschlager. Aus Amerika wanderte er nach Europa. In Deutschland wurde er ab den 1920er Jahren begangen. Besonders der Blumenhandel pushte ihn mit dem Werbespruch: „Ehret die Mutter!“ Gefundenes Fressen für die Nationalsozialisten. Die Idee passte hervorragend zu ihrem Wahn der Vermehrung ihres Herrenmenschen. Sie machten 1933 den Muttertag zum offiziellen Feiertag in Deutschland. Sie zelebrierten ihn als „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ mit Reichsmütterdienst, Mütterweihen und Mütterkreuzen.

Erinnern an Mütter in Not

Der Muttertag überstand das NS-Regime und den Zweiten Weltkrieg. Heute ist er in Deutschland ein nicht-gesetzlicher Feiertag. Nach wie vor lässt er das Blumengeschäft florieren. Blumenläden dürfen trotz Sonntagsruhe in der Regel offen haben.  

Verschiedene Kirchengemeinden versuchen, an den Ursprung des Muttertags in der Friedensbewegung anzuknüpfen. So beten Gemeinden in den Gottesdiensten am Muttertags-Sonntag für Mütter, deren Kinder im Krieg getötet wurden. An einigen Orten ist die Kollekte Bildungsprojekten für Mütter und Mädchen in Entwicklungsländern gewidmet oder für Notleidende. 

[Martin Vorländer]

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Du stellst meine Füße auf weiten Raum.

(Psalm 31,9)

Psalm 31,9

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/tolga tezcan

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