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Träume in der Bibel und im Christentum

Karsten Fink, Carsten SommerFacetten-KreuzAuch frühe Christen berichten von ihren Träumen.

„In diesem Zeichen wirst du siegen“, soll eine Stimme zu Kaiser Konstantin im Traum vor der Entscheidungsschlacht um die Herrschaft im Römischen Reich gesagt haben. War der Sieg vor rund 1700 Jahren einem Traum zu verdanken? In dem Traum soll der Kaiser ein Kreuz gesehen haben, das seine Soldaten später auf ihre Schilder malten und siegten. So wurde der Erzählung nach Konstantin zum Teil von Gottes Plan und hat mit einem Traum die Geburtstunde des christlichen Abendlandes markiert. 

Träume in christlichen Schriften

Auch in der ältesten, von einer Frau verfassten christlichen Schrift, der Acta Perpetuae et Felicitatis aus dem Jahr 203, lassen sich Erzählungen über Träume finden. Die Verfasserin Perpetua, eine wohlhabende Frau im römischen Karthago, war zum Tode verurteilt worden, weil sie dem christlichen Glauben nicht abschwören wollte. Perpetua beschreibt ihre Träume im Kerker. Nachts wird sie mit düsteren, erschreckenden Szenen konfrontiert. Die Szenen wandeln sich von Traum zu Traum – bis sie zuletzt als Siegerin hervorgeht. Sie entgeht der Todesstrafe in der Arena, begeht aber Suizid.

Jakob schaut die Himmelsleiter (1. Mose 28,11)

Im Alten Testament spielt Jakob eine wichtige Rolle, er gilt als Stammvater Israels. Er ist der Lieblingssohn seiner Eltern und erschleicht sich das Recht des Erstgeborenen. Daher ist er auf der Flucht vor seinem Bruder Esau. Laut dem Buch Mose sieht er im Traum eine Leiter, die von der Erde bis in den Himmel reicht. Er sieht Engel, die auf- und absteigen. Am oberen Ende entdeckt Josef Gott, der ihm Land und eine große Nachkommenschaft verspricht. Als Jakob aufwacht, sagt er: „Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels.“ Also nimmt Jakob den Stein auf dem er geschlafen hat, richtet ihn auf und gießt Öl darüber. Diesen Ort nennt er Bethel, einen der wichtigsten Orte in der Bibel. Heute wird er nahe dem palästinensischen Dorf Beitin im Westjordanland vermutet.

Josefs Träume (1. Mose 37,8)

Josef ist ein Sohn Jakobs. Unter seinen Brüdern ist er nicht besonders beliebt, besonders wegen seiner Träume. Im ersten Traum verneigen sich die Getreidebündel der Brüder vor seinem eigenen. In seinem zweiten Traum verneigen sich Sonne, Mond und Sterne, Symbole für seine Familie, von ihm – da wird es seinen Brüdern zu viel. Sie verkaufen ihn an eine Karawane und Josef erreicht Ägypten. Dort landet er unschuldig im Gefängnis und deutet dort die Träume seiner Mitgefangenen, darunter auch Bedienstete des Pharaos. 

Josef deutet die Träume des Pharao (1. Mose 41,1)

Der Pharao hat zwei ungewöhnliche Träume: Er sieht sieben dicke Kühe, die von dürren Kühen gefressen werden und sieben verdorrte Ähren verschlingen sieben volle Ähren. Kein Wahrsager kann diese Träume deuten. Ein Mundschenk erinnert sich an Josef, den er im Gefängnis kennen gelernt hat. Josef erklärt dem Pharao, dass Ägypten sieben ertragreiche Jahre und sieben Hungerjahre bevorstehen. Diese Deutung sei aber nicht von ihm, sondern von Gott. So erhält Josef eine gute Stellung bei dem Pharao. 

Jesus Geburt und Lebensanfang sind geprägt von Träumen

Josefs Traum zur Geburt Jesu (Matthäus 1,19)

Obwohl Jesus nicht sein Kind ist, bleibt Josef bei Maria. Dies liegt an einem Traum: Ein Engel besucht Josef im Schlaf und sagt: „Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist.  Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.“ So übernimmt Josef für Jesus die Vaterpflichten und reist mit der hochschwangeren Maria nach Bethlehem zur Volkszählung. 

Die Flucht nach Ägypten (Matthäus 2, 19)

Bethlehem ist kein sicheres Pflaster für die Jesus-Familie, König Herodes hat Angst vor möglichen Konkurrenten und ordnet den Mord aller Kinder unter zwei Jahren in Bethlehem und Umgebung an. Da träumt Josef ein zweites Mal von Gott: „Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir's sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen.“ Die Familie flieht mit dem Säugling nach Ägypten und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes.

Oft wird die Bibel „Buch der Bücher“ genannt. Dennoch braucht es manchmal einen kleinen Anstoß, um das Werk in die Hand zu nehmen und die Schätze zwischen den Buchdeckeln zu entdecken. Dort geht unter anderem um Familien, Freundschaften, Küsse und die Bibel kann inspirieren - etwa im Bibelgarten.

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Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.

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