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Wie und warum träumen wir?

Karsten Fink, Carsten SommerMeer mit Taucher und FischenSind Träume der Schlüssel zur Seele?

Träume sind Erlebnisse während des Schlafes, die häufig von Bildern, Szenen und Gefühlen bestimmt sind. Vor allem in der REM-Phase (rapid eye movement – schnelle Augenbewegung) des Schlafes erleben Träumende intensive, bizarre Geschichten.  In anderen Phasen können sie aber auch Gedankenfetzen oder ein einzelnes Bild wahrnehmen.

Wie kommt es zu den oft bizarren Szenen?

Für Träumende nichts außergewöhnliches - sich im Schlaf mit einem sprechenden Hund zu unterhalten. Doch wie kommt es zu diesen skurrilen Situationen? „Die Erfahrungen des Tages, vergangene Erlebnisse, Texte und Bilder zerfallen in Einzelteile und im Traum werden diese Teile dann wie neu zusammengesetzt“, erklärt Diplom-Psychologin Jutta Lutzi vom Zentrum Seelsorge und Beratung der EKHN. Wissenschafts-Autor Stefan Klein erklärt in seinem Buch „Träume – eine Reise in unsere innere Wirklichkeit“, dass das Gehirn passend zur Emotion die unterschiedlichsten Gedächtnisbausteine liefert, die an verschiedenen Orten des Gehirns gespeichert sein können. Da der Bereich für kritisches und logisches Denken während des Schlafes wenig aktiv  ist, können so skurrile und bizarre Szenen entstehen.

Und warum träumen wir?

Der Begründer der Psychoanalyse Sigmund Freud, hat vor über fast 120 Jahren wegweisende Impulse mit seinem Werk „Die Traumdeutung“ gegeben. Er ging davon aus, dass hinter Träumen versteckte Triebwünsche stehen, die mit Erfahrungen aus der Kindheit zusammenhängen. Diese unterdrückten Wunschvorstellungen werden hinter bildhaften Symbolen verschleiert, die der geschulte Psychoanalytiker deuten könne. Heute werden Freuds Theorien in Frage gestellt, das Unterbewusste übersetzt Wünsche  wahrscheinlich nicht in eine Art Symbolsprache.

Diplom Psychologe Werner Cassel vom Schlafmedizinischen Zentrum Marburg erklärt, welche wesentlichen Funktionen den Träumen heute zugeschrieben werden: „In Träumen werden Alltagserlebnisse verarbeitet, auch ganz archaische Emotionen.“ Wissenschafts-Autor Stefan Klein bestätigt, dass die moderne Neurowissenschaft den Gefühlen eine wichtige Rolle beimesse. Es lohnt sich also, den erinnerten Gefühlen nach dem Aufwachen Beachtung zu schenken. Oft löst eine aktuelle Herausforderung im Alltag die Emotionen aus, wie beispielsweise die (möglicherweise unbewusste) Angst vor einem nächsten Karriereschritt – oder einem befürchteten Konflikt mit dem Partner. Aber auch weit zurückliegende Erfahrungen in der Kindheit können so emotional aufgegriffen werden.

Sind Gefühle und die erinnerten Bilder der Schlüssel, um seine Träume selbst zu deuten? „Ein stückweit ist eine solche Deutung selbst möglich. Allerdings lässt sich mit einer Psychotherapie eher herausfinden, welches die Probleme und Spannungen sind, die sich nachts Ausdruck verschaffen“, so die Empfehlung von Jutta Lutzi.

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Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.

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