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Schützenswerte Freizeitoase Wald

Bild: MDHSTrockenheit im WaldLänger andauernde Trockeheit schwächt die Bäume

„Raus in die Natur“ war über mehrere Wochen eine der wenigen Möglichkeiten während der Corona-Krise, relativ gefahrlos die eigenen vier Wänden zu verlassen. Eine gute Idee: Denn der Wald wirkt sich positiv auf die menschliche Gesundheit aus. Auch immer mehr junge Leute zieht es ins Grüne: Wandern wird zum Trend. 

CO2 einsparen für den Wald

Aber zunehmend wird am Wegesrand sichtbar: Der Wald ist bedroht. Im Hessischen Waldzustandsbericht heißt es: "Die Ergebnisse der Waldzustandsaufnahme in 2019 belegen für den hessischen Wald den schlechtesten Vitalitätszustand seit Beginn der Erhebungen in 1984." In Rheinland-Pfalz weisen 82 Prozent der Bäume Schadmerkmale auf. Viele Wissenschaftler nennen als entscheidende Ursache den Klimawandel, der Wetterextreme wie Hitze, Trockenheit und Stürme verstärken kann. Und so wird im Rheinland-Pfälzischen Waldzustandsbericht beschrieben, wie sich ursächlich die Situation des Waldes verbessern lässt: "Die einzige Möglichkeit dieser Entwicklung substanziell gegenzusteuern, ist eine drastische Reduktion anthropogen verursachter Treibhausgase. Hier sind v.a. Kohlendioxid (CO2) Methan (CH4) und Lachgas (N2O) zu nennen." Deshalb entwickelt die EKHN ihr Kllimaschutzkonzept immer weiter. Aber auch jeder einzelne ist aufgerufen, CO2 einzusparen. Tipps dazu gibt beispielsweise der NABU.

Waldluft - oft hilfreich für die Gesundheit

Wenn der Wald auch für die Zukunft erhalten wird, profitiert der Mensch davon unmittelbar. So erklären beispielsweise wissenschaftliche Studien, warum man sich häufig nach einem Waldspaziergang frischer fühlt - das liegt nicht nur am produzierten Sauerstoff: Pflanzen geben außerdem gasförmige, bioaktive Substanzen, die so genannten Terpene an die Umwelt ab. Und diese Terpene wirken sich auf das Wohlbefinden von Menschen aus. In seinem Buch „Der Biophilia-Effekt“ schreibt der österreichische Biologe und Buchautor Clemens G. Arvay, wie einige dieser Terpene das menschliche Immunsystem stärken können: „Ein einziger Tag in einem Waldgebiet steigert die Zahl unserer natürlichen Killerzellen im Blut durchschnittlich um fast vierzig Prozent.“ Zudem haben Forscher nachgewiesen, dass Bewegung im Wald die Stimmung hebt und Stress abbaut. Das wissen die Japaner längst und haben das „Waldbaden“ erfunden, also das bewusste Eintauchen in die Atmosphäre eines Waldes.

Zeremonien unter Bäumen zu biblischen Zeiten

Von der Bäumen haben sich auch Menschen zu biblischen Zeiten angezogen gefühlt. So wurden beispielsweise in der Nähe von Eichen Bestattungen vollzogen, aber auch religiöse Zeremonien. Im Buch Josua (24,26) ist ein großer Moment festgehalten, der das Vermächtnis von Josua, dem Nachfolge Mose und Anführer Israels, beschreibt. Josua hatte in einer großen Rede vor den Stämmen seines Volkes daran erinnert, dass es Gott treu dienen solle. Josua schließt mit seinem Volk einen Bund. Dann heißt es: "Und Josua schrieb dies alles in das Buch des Gesetzes Gottes und nahm einen großen Stein und richtete ihn dort auf unter einer Eiche, die bei dem Heiligtum des HERRN war." Ein Baum überdacht also schützend mit seinen Ästen und Blättern den Stein, der von dem bewegenden Ereignis zeugt. Auch auch Terebinthen waren Orte des Kultes - Bäume wurden allerdings auch als Holzlieferanten genutzt.

Zeit in Wald, Garten und weiter Flur verbringen:

18.06.2020 dob

Wandern liegt bei jungen Erwachsenen im Trend

Wandern galt lange Zeit als spießig. Nicht erst seit Corona finden zunehmend auch junge Menschen Gefallen daran. Das ist auch eine Chance für die Gemeindearbeit.
Hirschgeweih

18.06.2020 red

Eine evangelische Sozialpädagogin auf der Jagd

Am Wochenende Fußball spielen, im Schützenverein auf Zielscheiben schießen oder in der Garage am eigenen Motorrad rumschrauben: Viele Hobbys werden immer noch mit dem männlichen Geschlecht in Verbindung gebracht, obwohl sie auch von vielen Frauen nicht minder erfolgreich betrieben werden. Mit dem Jagen sieht es da nicht anders aus. Doch wie kann man das Töten eines Tieres und den eigenen Glauben in Einklang bringen?
Waldgottesdienst

18.06.2020 red

Gottesdienst in 635 Metern Höhe

Seit mehr als 30 Jahren feiern die Gemeinden des Dekanats Kronberg auf dem Glaskopf Gottesdienste im Grünen. Für manche ist es eines der Highlights im Jahr, andere kommen fast jedes Wochenende. Dabei geht es etwas lockerer zu: Vorbeikommende Wanderer und Mountainbiker nehmen spontan teil - und selbst Hunde finden ihr Plätzchen.
Wald

15.11.2019 rh

Weichen für den Wald der Zukunft stellen

Die Blätter fallen, für die Bäume beginnt die Vegetationsruhe. Doch viele Outdoor-Fans und Forstleute sind in Aufruhr: Laut dem Bundesagrarministerium weisen rund 180.000 Hektar Waldfläche in Deutschland Schäden auf. Das Ministerium will jetzt „klimatolerante Mischwälder“ fördern. Wie können Bürgerinnen und Bürger sowie Besitzer kirchlicher Waldflächen mit dieser Entwicklung umgehen?
Klosterwald

23.09.2019 rh

Kirchenwald trotzt (noch) dem Klimawandel

Nach dem Dürresommer 2018 sollen 84 Prozent der Bäume in Rheinland-Pfalz krank sein, in Hessen werden in diesem Jahr rund 9.000 ha Kahlflächen entstehen. Über konkrete Hilfsmaßnahmen soll jetzt beim Nationalen Waldgipfel entschieden werden. In welchem Zustand sind die Waldflächen in der EKHN?
Zauneidechsen

07.05.2019 rh

Biologische Vielfalt in Gärten und auf Kirchengrundstücken erhöhen

Laut einem UNO-Bericht sind rund eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Auch auf dem Gebiet der EKHN ist ein Teil der Schöpfung gefährdet. Allerdings kann in Gärten und auf Kirchengrundstücken die biologische Vielfalt erhöht werden. Maßnahmen auf kirchlichen Flächen unterstützt die EKHN finanziell.
Haselmaus

16.09.2015 red

Hessen soll wilder werden

„Mehr Vielfalt in Garten, Dorf und Stadt“, so lautet das Motto der Kampagne „Wildes Hessen?!“ zur Förderung der Artenvielfalt in der Region. Die Aktion lädt Bürgerinnen und Bürger dazu ein, wilde Ecken in ihren Gärten entstehen zu lassen, denn das Verwildern sei der beste Beitrag für den Erhalt der Natur, so die hessische Umweltministerin Priska Hinz.

10.06.2013 evb

100 Kilometer in 24 Stunden

„Lauf der Verrückten“ nennt sich die Aktion der Heliand-Pfadfinderschaft, und zumindest ein bisschen verrückt muss man wirklich sein, um gegen zwei Uhr morgens auf einem dunklen Parkplatz im Spessart zu einer 100-Kilometer-Wanderung durch den Wald nach Frankfurt aufzubrechen.

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Du stellst meine Füße auf weiten Raum.

(Psalm 31,9)

Psalm 31,9

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/tolga tezcan

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