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Mein Kind spielt online! Was tun?

Alexandra H./pixelio.deMädchen am Computer

Foto: © Alexandra H. / pixelio.de (www.pixelio.de)

„Wenn ein Jugendlicher Spaß an Online-Games hat, so ist dies aus meiner Sicht zunächst nicht bedenklich“, so Michael Grunewald, Referent für Jugend und Gesellschaft im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN. Allerdings sei es wichtig, dass Eltern ihre Kinder mit den Spielen nicht alleine lassen. Der Experte gibt Tipps für Eltern, deren Jugendliche sich für Internet-Spiele begeistern.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind

Fragen Sie Ihr Kind, welches Spiel es haben will oder welches es bereits spielt. Fragen Sie, worum es darin geht, was daran faszinierend ist. Wenn Sie sich von Ihrem Kind das Spiel erklären lassen, verschaffen sie ihm außerdem ein Erfolgserlebnis. Zeigen Sie Ihr Internesse, indem Sie darum bitten, einmal mitzuspielen. „Der erhobene Zeigefinger ist hier völlig fehl am Platz“, verdeutlicht Michael Grunewald. Nicht die „verschwendete“ Zeit oder die letzte vermasselte Mathearbeit sollen den Anlass für das Gespräch bieten. Die Kinder sollten spüren, dass die Eltern wirklich an ihrem Leben interessiert sind.

Bieten Sie Alternativen an

„Sitz nicht vor dem Computer, sondern lies ein Buch!“ Eine solche Ermahnung ist laut Michael Grunewald keine gute Idee. Wesentlich sinnvoller wäre es, wenn die Eltern aktiv eine Alternative anbieten. Dazu helfe das vorangegangene Gespräch, bei dem die Eltern erfahren haben, was das Kind am Computer-Spiel reizvoll findet. Vielleicht stellt sich heraus, dass dieses Bedürfnis auch durch einen gemeinsamen Ausflug oder ein gemeinsam gespieltes Brettspiel gestillt werden kann.

Legen Sie Regeln fest

Mit Ihren Kindern können Sie die Uhrzeit bestimmen, in der gespielt werden kann. Achten sie auch darauf, dass die Aufgaben, die das reale Leben erfordert, nicht vernachlässigt werden (z.B. Hausaufgaben, Tätigkeiten im Haushalt).

Achten Sie auf die Altersfreigabe von Spielen

Für die meisten Online-Games, wie beispielsweise für World of Warcraft oder Guildwars, muss eine Software gekauft und installiert werden. Auf der Packung finden Sie den Hinweis für die Altersempfehlung. Sollte die Verpackung nicht mehr auffindbar sein, bietet die Internetseite zavatar.de (externer Link ohne Icon: www.zavatar.de/)Auskunft.

Belohnen Sie Ihr Kind, zeigen Sie Anerkennung

Die Spieler erhalten nach jeder erledigten Aufgabe eine Belohnung, so dass sie ständig positive Rückmeldungen über ihre Leistungen erhalten – und das motiviert. Überlegen Sie, für was Sie Ihr Kind loben können. Wenn ein Jugendlicher im realen Leben Anerkennung erhält, so ist er weniger auf Lob aus der virtuellen Spielwelt angewiesen.

Ermutigen Sie Ihr Kind zum „Nein-Sagen“

Die Spieler sind meist fest in eine Online-Gemeinschaft eingebunden, nur gemeinsam kann ein Monster besiegt werden. Dies bringt Verbindlichkeiten mit sich: Die Spieler verabreden sich zu einem bestimmten Zeitpunkt. In manchen Fällen lassen Jugendliche für solche Games dann ein Treffen mit Freunden ausfallen. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, selbstbewusst seiner Online-Gemeinde seine Bedürfnisse mitzuteilen – oder sich eine tolerantere Gruppe zu suchen.

Behalten Sie den Alltag Ihres Kindes im Blick, um mögliche Suchtgefahren zu erkennen

Trifft sich Ihr Kind noch regelmäßig mit Freunden? Geht es beispielsweise, wie vor dem Spielkauf, regelmäßig einer Sportart nach? Dann müssen Sie nicht fürchten, dass Ihr Kind spielsüchtig ist. 

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Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2. Korinther 5, 17

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Zoltan Tasi/unsplash

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