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Für Kinder und Eltern

Osterkalender mit Geschichten, Kreativ-Tipps und Experimenten

N.Metzger

Den ganzen Tag zu Hause - da kann die Zeit für Kinder schon mal lang werden. Deshalb hat das Dekanat Bergstraße einen Osterkalender entwickelt. Jeden Tag wird ein neues Thema mit Ideen für spannende, kreative und bereichernde Beschäftigungen veröffentlicht. Dazu gehören Geschichten, Bastelanleitungen und Anregungen für Experimente.

Bildergalerie

Das verlorene Schaf

Heute habe ich eine Geschichte mitgebracht, die habe ich nicht selbst geschrieben. Jochem Westhoff hat sie geschrieben und sie ist nachzulesen in dem Buch: „Familienkirche macht Spaß“. Ich habe sie nur ein wenig verändert, damit sie passend für den Osterkalender ist.

Wenn Ihr mögt, könnt Ihr die Geschichte mitspielen. Dafür braucht Ihr die Schafe von Eurer Weihnachtskrippe, Playmobilschafe, Schleichschafe oder andere Spielzeugschafe. Zur Not gehen auch Wattebällchen. Außerdem braucht Ihr eine dicke Kerze, ein grünes Tuch (eine andere Farbe geht zur Not auch), eine kleine Schale mit Wasser und ein paar kleine Zweige. Vielleicht findet Ihr die im Garten oder Ihr macht einen Spaziergang, nehmt Eure Gartenschere mit und schneidet ein paar kleine Zweige ab auf Eurem Weg.

Die Geschichte:

Es gibt Menschen, die sind groß, und andere, die sind klein. Es gibt Menschen, die sind alt und Menschen, die sind jung. Manche sind nett – und andere nicht so nett. Es gibt Menschen, die sind bärenstark und mutig, andere sind schwächer oder ganz ängstlich. Manche Menschen sind ganz wichtig, und andere … nicht… so … wichtig?? „Nein, nein!“, ruft Jesus. „Auf keinen Fall! Kein Mensch ist unwichtig. Bei Gott schon gar nicht. Passt auf, ich erzähle euch eine Geschichte“:

Stellt Euch vor, ein Mensch hat ein Schaf. Und nicht nur eins. Er hat viele Schafe. Der Hirte, dem die Schafe gehören, der kennt sie alle. Wenn er einmal pfeift, dann kommen sie alle zu ihm.

Jetzt könnt Ihr das grüne Tuch ausbreiten, die angezündete Kerze in die eine Ecke stellen – das ist der Hirte – und alle Schafe zu ihm stellen.

Wenn das Gras abgefressen ist, dann sucht der Hirte eine neue Wiese. Wenn er sie gefunden hat, dann pfeift er wieder und die Schafe kommen zu ihm. Aber ein kleines Schaf, das hat das Pfeifen nicht gehört. Es steht gerade unter einem Busch und niemand merkt, dass es nicht nachkommt.

Jetzt könnt Ihr den Hirten an die andere Ecke des Tuches stellen und alle Schafe nachkommen lassen. Überlegt, wo der Busch sein könnte – vielleicht eine Tuchfalte? – hinter dem das kleine Schaf steht

Manchmal brauchen die Schafe auch etwas zu trinken. Aber der Hirte weiß, wo eine Quelle ist.

Stellt die Schale mit Wasser etwas abseits und lasst den Hirten und die Schafe nachkommen. Danach könnt Ihr mit den Schafen und dem Hirten noch ein wenig weiter ziehen.

Und plötzlich merkt der Hirte etwas: ein Schaf fehlt doch. Da hat sich wohl eins verlaufen, ist nicht mehr mitgekommen. Au weia! Was soll er tun? Soll er sagen: „Pech gehabt. Ich habe ja noch genug andere? Das ist nicht so wichtig, man verliert immer mal wieder ein Schaf? So ein dummes Tier, soll es doch besser aufpassen. Selber schuld?“ Doch so etwas denkt er nicht.

Er denkt: Mein Schaf, ich habe es verloren. Ich muss es suchen! Aber wie soll das gehen? Ich muss doch auf die anderen aufpassen. Aber das eine kann ich doch nicht alleine lassen. Sonst kommen die wilden Tiere und fressen es auf. … ich weiß, ich weiß! Ich baue einen Zaum um die anderen Schafe, dann sind sie geschützt.

Jetzt könnt Ihr aus euren Ästchen einen Zaun um eure Schafherde herum bauen. Bei dem Text, der jetzt folgt, könnt Ihr die Hirtenkerze immer dort hinstellen, was der Text gerade vorgibt.

Dann geht der Hirte los. Wo kann das Schaf nur sein? Vielleicht bei der Quelle? Nein, da ist es nicht? Oder ganz oben bei der Wiese? Nein, da ist es auch nicht. Oder dort, am anderen Teil der Wiese? Ja, ja, da ist es. Hurra, da ist es ja! Komm mit, mein kleines Schaf, komm zu den anderen. Wie gut, dass ich gesucht habe! Kein Schaf soll verloren gehen!

Kein Schaf soll verloren gehen! Und kein Mensch soll verloren gehen! Deswegen müssen wir auch jetzt gerade ein bisschen hinter den Zäunen unserer Häuser leben.

Kreativtipp:

So könnt Ihr aus einem ganz normalen Din A 4 Blatt ein Schaf basteln (s.Fotogalerie):

Dafür braucht Ihr außer dem Blatt Papier nur noch einen Stift, eine Schere und Kleber. Malt Euch zunächst für den Körper einen Kreis. Um ihn ganz rund zu bekommen, könnt Ihr z.B. eine große Tasse zum Vormalen benutzen. Dann malt Ihr vier kleine Kreise für die Hände und Füße und malt einen Kopf vor. Schneidet alles aus und schneidet an der Längsseite des Blattes acht dünne Streifen ab. Aus diesen Streifen bastelt Ihr vier Hexentreppen. Das werden die Arme und die Beine. Dann klebt Ihr die kleinen Kreise als Füße und Hände an die Hexentreppe und klebt Arme, Beine und Gesicht am Körper fest. Malt Eurem Schaf noch ein Gesicht. Dann seid Ihr fertig. Falls Ihr Watte zu Hause habt, könnt Ihr mit Watte noch ein bisschen Fell auf die Schafsstirn kleben.

Außerdem erhaltet Ihr heute die Erklärungen zum Versuch 1 (s.Fotogalerie):

Experiment 1: Ei in Essigwasser

Beobachtung: Um das Ei sind nach kurzer Zeit Bläschen zu beobachten, die an die Oberfläche steigen. An der Oberfläche bildet sich mit der Zeit ein Schaum. Nach drei Tagen ist nur noch ein dünnes Häutchen um das Eidotter und das Eiklar vorhanden. Die Schale ist verschwunden.

Begründung: Essig enthält Säure. Diese Säure löst den Kalk der Eierschale auf. Dabei entsteht ein Gas, das Kohlendioxid. Dieses steigt in kleinen Bläschen auf. Nach drei Tagen hat sich so die Kalkschale gelöst – sie bildet nun „verwandelt“ den Schaum.

Deshalb könnt Ihr auch Wasserkocher oder Wasserhähne, die verkalkt sind, mit Essig wieder zum Strahlen bringen.

Achtung! Das Ei aus Experiment 1 benötigt Ihr, wie angekündigt, jetzt für Experiment 2 – also nicht wegwerfen!

Experiment 2: (Dauer: 1 Tag)

Ihr benötigt dazu:

-        Das Ei aus Experiment 1

-        Ein Glas mit Leitungswasser

Anleitung:

Messt das Ei aus Experiment 1 vorsichtig mit einem Lineal.

Dann legt ihr das Ei in das Glas mit Leitungswasser und lasst es einen Tag darin liegen. Beobachtet wieder. Was passiert? Messt nach einem Tag nochmals das Ei! Was stellt Ihr fest?


Viele Grüße, Katja und Nicole

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Tu, was zu tun kannst.
Und dann ist gut, denn mehr geht nicht.
Alles weitere kann ich in die Hände Gottes legen
und darauf vertrauen, dass er es wohl gut mit mir meint.
(Carsten Tag zu Prediger 9,10)

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