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EKD veröffentlicht Orientierungsrahmen für den Berufsschulreligionsunterricht

pixabay.com/congerdesignSchüler schlagen die Bibel auf.

Gerade die Schülerschaft an berufsbildenden Schulen ist gekennzeichnet durch eine hohe kulturelle und religiöse Heterogenität. Gemeinsames Leben und Lernen unter diesen Bedingungen erfordert von allen Beteiligten ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, Toleranz und Verständigungsfähigkeit. Der jetzt veröffentlichte Orientierungsrahmen formuliert spezifische Anforderungen an den Evangelischen Berufsschulreligionsunterricht.

Der Evangelische Religionsunterricht gehört an beruflichen Schulen zur Gruppe der Fächer, die je nach Bundesland als berufsübergreifende, allgemeine oder allgemeinbildende Fächer bezeichnet werden. Diese Fächer dienen der persönlichen Bildung und Orientierung. In diesem Zusammenhang ist der Berufsschulreligionsunterricht zugleich ein integrativer Bestandteil beruflicher Bildung, da er wesentliche Kompetenzen auf dem Weg zu einer umfassenden beruflichen Handlungsfähigkeit fördert und Elemente emotionaler, moralischer und sozialer Entwicklung im Bildungsprozess miteinander verbindet.

Jugendliche suchen Orientierungshilfen

„Die Berufsschule muss als Ort verstanden werden, in dem junge Menschen nicht nur gesellschaftsfähig, sondern auch lebensfähig werden. Sie erwarten zu Recht, dass sie über Ausbildung und Beruf eine ökonomische und soziale Perspektive entwickeln können, die ihnen ein sinnvolles und eigenverantwortliches Leben ermöglicht. Jugendliche suchen Orientierungshilfen, die sie überzeugen, und Menschen, die sie auf ihrer individuellen, oft auch religiösen Sinnsuche begleiten“, stellt der Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, im Vorwort des Textes fest und fährt fort: „Auf diesem Hintergrund sollten Sinn und Aufgaben des Religionsunterrichts an den berufsbildenden Schulen unmittelbar einleuchten. Der Religionsunterricht hilft, die Frage nach dem Ganzen und nach dem tragenden Sinn von allem zu stellen. Er hilft zugleich, diese Frage aufgrund der Förderung des freien und selbständigen eigenen ethischen und religiösen Urteils zu beantworten. Als Begleitung bei der Suche nach dem eigenen Glauben in einer durch religiöse Pluralität gekennzeichneten Gesellschaft fördert er Verstehen und Toleranz und trägt dadurch zugleich zur Kooperationsfähigkeit am Arbeitsplatz bei.“

Qualitätssicherung

Der jetzt veröffentlichte Orientierungsrahmen wendet sich an die Verantwortlichen für den Berufsschulreligionsunterricht in den Kirchen, Ministerien, Schulen, Schulverwaltungen und in der Lehrerbildung. Er formuliert spezifische Anforderungen an Kompetenzen und Standards für den Evangelischen Berufsschulreligionsunterricht. Damit gewährleistet er die Anschlussfähigkeit an die allgemeine Unterrichtsentwicklung, trägt zur Qualitätssicherung für dieses Fach bei und befördert den Religionsunterricht als eine gemeinsame Angelegenheit zwischen Staat und Kirche in den einzelnen Bundesländern.

 

„Kompetenzen und Standards für den evangelischen Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen. Ein Orientierungsrahmen“ erscheint als „EKD-Texte 129“. Er hat 40 Seiten und kann zum Stückpreis von 1,80 € über das Kirchenamt der EKD bezogen werden [Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Telefon (0511) 2796-460, Fax (0511) 2796-457 oder E-Mail: versand@ekd.de].

Unter https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/ekd_texte_129_2018.pdf auch als Download.

Inhaltliche Rückfragen beantwortet Matthias Otte, Telefon (0511) 2796-241.

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Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Lukas 21, 28

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von david-hertle / unsplash

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