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Schulfach Religion

EKHN führt in Mainz 76 Religionslehrer ein

EKHN/Heiko BeckertBevollmächtigung von Religionslehrkräften am 23. Oktober 2019 in Mainz mit Ulrike ScherfBevollmächtigung von Religionslehrkräften am 23. Oktober 2019 in Mainz mit Ulrike Scherf

76 evangelische Religionslehrerinnen und Religionslehrer aus dem gesamten Gebiet der EKHN sind am Mittwoch, 23. Oktober 2019, in der Mainzer Christuskirche in ihren Dienst eingeführt worden. Bei einem feierlichen Gottesdienst überreichte ihnen die Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf die Bevollmächtigungsurkunde.

Die Lehrerinnen und Lehrer, von denen etwa ein Drittel aus Rheinland-Pfalz stammt, dürfen nun mit allen Rechten und Pflichten das Fach evangelische Religion gestalten. In Deutschland erhalten evangelische und katholische Lehrkräfte dafür neben der staatlichen Befähigung auch eine kirchliche Vollmacht.

Stellvertretende Kirchenpräsidentin Scherf: „Gemeinsam auf der Suche nach Antworten“

In ihrer Predigt bezeichnete Scherf Religion als das Fach, in dem die „Frage nach dem, was im Leben wichtig ist und was im Leben trägt, in ganz besonderer Weise gestellt wird“. Die Religionslehrkräfte seien „herausgefordert, gemeinsam mit den Lerngruppen auf die Suche nach Antworten zu gehen.“ „Dabei“, so sagte Scherf wörtlich, „bringen die Religionslehrkräfte sich mit ihrer religiösen Identität ein und regen Schülerinnen und Schüler dadurch an, ihr eigenes Lebens- und Glaubensverständnis zu entwickeln.“ Glaube sei zwar von Person zu Person unterschiedlich. Es gebe jedoch einige Grundüberzeugungen, etwa, „dass alle Menschen denselben Wert, dieselbe Würde haben. Dass alle Gottes geliebte Geschöpfe sind, dass niemand ausgegrenzt wird.“

Fakten: Knapp 6000 Religionslehrerinnen und Religionslehrer im Kirchengebiet

In der EKHN werden pro Jahr rund 200 Lehrerinnen und Lehrer in zwei großen Gottesdiensten bevollmächtigt. Insgesamt unterrichten derzeit etwa 5800 Lehrkräfte evangelische Religion im Kirchengebiet der EKHN. Zudem gestalten rund 950 Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer jeweils 2-4 Stunden pro Woche. Weitere 150 Pfarrerinnen und Pfarrer sind dort hauptamtlich tätig. Von ihnen haben gut 100 einen Zusatzauftrag für Schulseelsorge. Für die Förderung und Begleitung der religionspädagogischen Arbeit hat die EKHN fünf Kirchliche Schulämter und betreibt gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck das Religionspädagogische Institut in Marburg mit seinen regionalen Arbeitsstellen. Die EKHN hat rund 1,6 Millionen Mitglieder. Ihr Gebiet erstreckt sich von Biedenkopf im Norden bis Neckarsteinach im Süden und von Schlitz im Osten bis Bingen im Westen. Etwa ein Viertel davon liegt in Rheinland-Pfalz.

Hintergrund: Religionsunterricht in Deutschland

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Hessische Verfassung garantieren das Recht auf konfessionellen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen. Damit übernimmt der Staat die Verpflichtung zur Einrichtung, organisatorischen Einbettung und personellen Absicherung des Religionsunterrichtes. Die inhaltliche Verantwortung gibt der Staat an die betreffenden Kirchen ab. Sie sind für die Themen der Lehrpläne, für die vermittelten Inhalte, für die verwendeten Unterrichtswerke und die fachliche Integrität und Qualität der Lehrkräfte verantwortlich. Das gilt auch für den neuen islamischen Religionsunterricht, der aus Sicht der EKHN einen wichtigen Beitrag zur Integration der muslimischen Gläubigen in die Gesellschaft leistet.

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In der Konzentration auf das, was ist,
kann sich so etwas wie ein Raum öffnen,
ein Gewahrsam schärfen für die Gegenwart Gottes.

(Carsten Tag)

Carsten Tag

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / rusm

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