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Digitale Synode

Arras und Augst wollen an die Spitze der Propstei Starkenburg

Ralf Kopp/PrivatKristina Augst und Stephan Arras stehen zur Wahl

Am Donnerstag wählt die EKHN-Synode einen neuen Propst oder eine neue Pröpstin für Starkenburg. Die religionspädagogische Studienleiterin Kristina Augst und der Auslandspfarrer Stephan Arras stehen zur Wahl.

Ein Auslandspfarrer und eine religionspädagogische Studienleiterin wollen an die Spitze der evangelischen Propstei Starkenburg in Südhessen. Der Pfarrer auf der Pastorenstelle der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Irland und frühere Dekan im Odenwald, Stephan Arras (59), und die Studienleiterin im Religionspädagogischen Institut der hessen-nassauischen Kirche für die Region Darmstadt, Kristina Augst (52), wollen am Donnerstagnachmittag (22. April) vor der digital tagenden Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zur Wahl antreten. 

Amtierende Pröpstin Held geht in Ruhestand

Die amtierende Pröpstin Karin Held mit Dienstsitz in Darmstadt geht im kommenden Jahr in den Ruhestand. Sie war seit 1998 leitende Geistliche für die Region in Südhessen. Zu ihrem Verantwortungsbereich gehören rund 300.000 evangelische Kirchenmitglieder. Die Aufgabe ist in anderen Landeskirchen mit der einer „Regionalbischöfin“ oder eines „Regionalbischofs“ vergleichbar. So sind Pröpstinnen und Pröpste qua Amt auch Mitglied der Kirchenleitung der EKHN. Der Kirchensynodalvorstand der EKHN hatte beide Kandidierenden zuvor nach einem aufwändigen Verfahren für das Amt vorgeschlagen. So darf beispielsweise jedes evangelische Kirchenmitglied den Namen eines Pfarrers oder einer Pfarrerin zur Wahl einreichen. 

Stephan Arras 

Stephan Arras wurde 1961 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte evangelische Theologie in Mainz, Heidelberg, Jerusalem und München. Anschließend absolvierte er sein Vikariat, die praktische Ausbildungsphase zum Pfarrdienst, in Darmstadt. 1991 trat er seine erste Pfarrstelle in Beerfelden im Odenwald an, die er bis 2005 innehatte. Zeitgleich war er unter anderem Dekanatsjugendpfarrer. Im Jahr 2000 wurde er auch Dekan des Dekanats Odenwald, ab 2005 mit voller Stelle. Diese Funktion hatte er dann bis zu seinem Wechsel  auf die Pastorenstelle der Evangelisch Lutherischen Kirche in Irland (Dublin) bis zum Jahr 2015 inne. Arras war von 2007 bis 2015 auch Mitglied der EKHN-Kirchensynode. Der Theologe hat zudem eine kirchenmusikalische Ausbildung (C-Prüfung) absolviert und das berufsbegleitende Studium „Management in sozialen Organisationen“ abgeschlossen. 

Kristina Augst 

Dr. Kristina Augst wurde 1968 in Koblenz geboren. Sie studierte in Bonn und Marburg evangelische Theologie. Nach ihrer Doktorarbeit über „Religion in der Lebenswelt junger Frauen in sozialen Unterschichten“ absolvierte sie ihr Vikariat in der Frankfurter Friedensgemeinde. Ab 2001 übernahm sie Dienste in Gemeinden der Propstei Rhein-Main, darunter in der Andreasgemeinde Frankfurt und der Gemeinde Neu-Isenburg. Ab 2005 war sie Schulpfarrerin an der Gutenbergschule in Frankfurt. Seit 2011 ist sie Studienleiterin im Religionspädagogischen Institut der EKHN für die Region Darmstadt mit dem Verantwortungsbereich Berufsschule. Seit 2012 ist sie Mitglied im Geschäftsführenden Ausschuss des Religionspädagogischen Institutes. Augst war auch politisch engagiert und von 1997 bis 1999 Stellvertretende Juso-Bundesvorsitzende. 

Zur Propstei Starkenburg 

Die südhessische Propsteiregion Starkenburg umfasst den Odenwald, die Bergstraße und das Ried. Der Dienstsitz ist Darmstadt. Zur Propstei gehören über 300.000 Evangelische in mehr als 150 Kirchengemeinden mit über 200 Pfarrerinnen und Pfarrern. Pröpstinnen und Pröpste sind die geistliche Repräsentierenden der EKHN in der Region, Vorgesetzte der Dekaninnen und Dekane sowie Seelsorgende der Pfarrerinnen und Pfarrer. Sie leiten zudem die sogenannten Visitationen, regelmäßige kollegiale Besuchsdienste der Kirchengemeinden und Einrichtungen in der Propstei. Zugleich sind sie Mitglieder der Kirchenleitung. Außerdem ist der Propst oder die Pröpstin für Starkenburg Mitglied im Kuratorium der Evangelischen Hochschule in Darmstadt.

Hintergrund: Verfahren zur Propstwahl

Das Verfahren der Propstwahl ist in Artikel 56 der Kirchenordnung genau geregelt. Entsprechend den Vorgaben wurde die Stelle im Amtsblatt der EKHN zunächst ausgeschrieben und dazu aufgerufen, mögliche Kandidatinnen oder Kandidaten zu nennen. Dazu kann jedes Kirchenmitglied Vorschläge an den Kirchensynodalvorstand einreichen. Die Benannten konnten dann anhand einer schriftlichen Bewerbung ihr Interesse bekunden. Aus dem Bewerbendenkreis erstellt der Kirchensynodalvorstand einen Wahlvorschlag, der mindestens zwei Personen umfassen soll. Zu dem daraufhin zustande gekommenen Wahlvorschlag werden der Pfarrerausschuss und die zuständige Propsteiversammlung gehört, die sich aus den Dekanen und Dekaninnen sowie den Dekanatssynodalvorsitzenden der Propstei zusammensetzt. Auch auf der Wahl-Synode selbst können noch Vorschläge zu Wahl unterbreitet werden, wenn 20 Prozent der Delegierten eine zusätzliche Kandidatur befürworten. Dann muss die Wahl allerdings verschoben werden. Die Amtszeit für Pröpste und Pröpstinnen beträgt sechs Jahre, eine Wiederwahl ist möglich.

Streaming der Synode

Berichte zur Synode

 

 

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Beten mit Worten der Bibel:

Gott,
wir erfassen kaum, was auf Erden ist,
und begreifen nur schwer,
was wir in Händen haben.
Was aber im Himmel ist, wer hat es erforscht?
Und wer hat deinen Ratschluss erkannt?
Es sei denn, du hast Weisheit gegeben und
deinen heiligen Geist aus der Höhe gesandt.
Amen

(Weisheit 9,16 ff)

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