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Angela Rinn neue Professorin in Herborn

„Auf die lieben Nächsten nicht einfach so seelsorglich lospreschen“

Harald Oppitz @ DIE ZEITAngela RinnAngela Rinn

Sie ist Krimiautorin, Hochschullehrerin und Pfarrerin. Nun ist Angela Rinn als neue Professorin für Seelsorge am Theologischen Seminar in Herborn eingeführt worden. Sie bildet dort angehende Pfarreinnen und Pfarrer aus. Und sie hat sich dafür schon so einiges vorgenommen.

Darmstadt / Mainz / Herborn, 11. Januar 2019. Angela Rinn ist die neue Professorin für Seelsorge am Theologischen Seminar in Herborn.  An der Ausbildungsstätte der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wurde sie am Freitag (11. Januar) in ihr Amt eingeführt. Mit drei weiteren Lehrkräften wirkt sie an der Ausbildung der angehenden Pfarrerinnen und Pfarrer der hessen-nassauischen Kirche mit. Rinn war 25 Jahre lang Pfarrerin in Mainz. Daneben lehrte sie unter anderem als Privatdozentin an der Universität Heidelberg. Vielen ist die evangelische Theologin mit Doktortitel und Habilitation auch aus zahlreichen Verkündigungssendungen des SWR bekannt. Zudem hat sie unter dem Pseudonym Vera Bleibtreu eine Reihe von Kriminalromanen veröffentlicht. Rinn tritt die Nachfolge von Constanze Thierfelder an.

Die Sprache der Seelsorge lernen

Bei ihrer Einführung in Herborn warb Angela Rinn dafür, die Seelsorgearbeit stärker zu reflektierten. So sei es unabdingbar, „nicht nur spontan, auf der Basis guter Erziehung und einfühlsamer persönlicher Art und christlicher Haltung heraus Seelsorge zu betreiben und auf die lieben Nächsten seelsorglich los zu preschen“. Konkret bedeute dies, „die Sprache der Seelsorge zu lernen“. Dabei sei „ihre Grammatik die Theologie, ihr Lehrbuch die wissenschaftliche Debatte und die vielfältigen Konzeptionen zur Seelsorge“.

Tür und Angel mehr in Blick nehmen

Die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN, Ulrike Scherf, bezeichnete Rinn als Theologin, der „wissenschaftlicher Anspruch, Gestaltungswille und konkrete seelsorgliche Zuwendung gleichermaßen wichtig seien. Sie lege auch einen besonderen Wert darauf, die ganz alltäglichen Gesprächssituationen neu in den Blick zu nehmen und als Chance für eine seelsorgliche Begegnung zu nutzen. Seelsorge ereigne sich am häufigsten „bei Gelegenheit, als Seelsorge von Fall zu Fall bei Kasualien und zwischen Tür und Angel“, so Scherf.

Zur Person

Angela Rinn wurde 1961 in Gießen geboren. Sie studierte von 1981 in Marburg, Paris und Bonn Evangelische Theologie. Danach schloss sie 1988 ihr Vikariat an, die praktische Ausbildungsphase zum Pfarramt. Von 1989 bis 1991 war sie Assistentin am früheren Theologischen Seminar in Friedberg im  Bereich Seelsorge. 1993 promovierte sie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt zum Thema „Seelsorge an Patienten mit Koronarer Herzerkrankung“. 2015 habilitierte sie sich außerdem mit der Schrift: „Die Kurze Form der Predigt – interdisziplinäre Erwägungen zu einer Herausforderung für die Homiletik“. Von 1993 bis 2018 arbeitete Rinn als Pfarrerin in Mainz. Daneben war sie über 20 Jahre lang ehrenamtliche Feuerwehrpfarrerin in Mainz und Gründungsmitglied der dortigen Ökumenischen Notfallseelsorge. Rinn ist seit 1996 Autorin in der Rundfunkarbeit des SWR. Von 2010 bis 2018 war sie auch Mitglied der Kirchensynode der EKHN. 2014 wurde sie in die Zwölfte Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland gewählt. 

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Gott erweist seine Liebe zu uns darin,
dass Christus für uns gestorben ist,
als wir noch Sünder waren.

Römer 5, 8

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages_saemilee

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