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Von Ulrike Scherf

„Doppelt hält besser“: Gedanken zum 2. Weihnachtsfeiertag

EKHN/NeetzScherf predigt von der KanzelStellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf

Weihnachten gleich doppelt und dreifach feiern, damit es besser hält? Warum nicht - sagt Stellvetretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf.

„Doppelt hält besser“, sagt man. 

Heute ist der 2. Weihnachtsfeiertag. Ein doppelter Weihnachtstag – könnte man meinen. Ich frage mich: Und was soll jetzt hier besser halten? Warum doppelt feiern? Oder sogar dreifach: Wenn wir den Heiligen Abend noch dazuzählen.

Mir fallen zwei Gründe ein:

Erstens: Weihnachtsfreude. Weihnachten ist ein frohes Fest. Ein Fest der guten Nachrichten, auch und gerade in diesem Jahr. Gott kommt zu uns Menschen. Und er wird wie wir: ein Kind, ein Mensch. Warum? Weil er es will. Kein ferner Gott, der die Welt mit Abstand beobachtet, sondern ein Gott, der mittendrin ist im Leben. Im ganzen Leben, mit Höhen und Tiefen, mit Sorgen und mit Freuden. So einen Gott an unserer Seite zu wissen: das ist doch ein Grund zur Freude. Also: Weihnachtsfreude – ich wünsche Ihnen, dass die ganz lange anhält und Sie bis in den grauen Alltag hinein begleitet und froh macht.

Zweitens: Fürchtet euch nicht! Das sagen die Engel zu den Hirten auf dem Feld. Fürchtet euch nicht! Sagt Gott zu uns – ganz besonders in diesem Jahr. Das heißt: Gott ist da und ihr braucht keine Angst zu haben. Gott weiß, was uns Angst macht. Was uns den Schlaf raubt. Zum Beispiel Corona. Und Gott verspricht: ich bin da, bei euch! Gerade in solchen Situationen wie wir sie in diesem Jahr erleben. Wir wissen: wir sind nicht allein. Dass Gott da ist, vertreibt die Furcht. Hoffentlich nicht nur an Weihnachten.

Weihnachtsfreude und Fürchte-Dich-nicht. Das feiern wir doppelt, damit es besser hält. Und dass Sie keine Angst haben. Ich wünsche Ihnen, dass Sie an Weihnachten froh sein können. Und dass dieses Gefühl lange anhält.

Ihre Ulrike Scherf, Stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

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was uns unbedingt angeht.

(Paul Johannes Tillich)

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